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Zukunftsbild Energie für das Klima

Das Zukunftsbild

Die Zielvorstellung bis 2025

Die Region Hannover misst dem Klima­schutz als gesamtgesellschaftliche Auf­gabe hohe Bedeutung bei. Sie arbeitet an der Erreichung des strategischen Ziels, eine Vorbildregion für nachhaltiges Han­deln und den Klimaschutz zu sein. Lang­fristig strebt sie die klimaneutrale Region Hannover 2050 an. Durch konsequente Energieeinsparung und Steigerung der Energieeffizienz als zwei wichtige Säulen soll der Verbrauch von Strom, Wärme und Treibstoff drastisch reduziert werden. Die Erneuerbaren Energien sind die dritte wichtige Säule des Klimaschutzes. Ihr deutlicher Ausbau soll auch zur regionalen Wertschöpfung beitragen. Dabei ist ein verträglicher Energie-Mix aus Erneuerba­ren Energien angestrebt. Schon heute liegt aufgrund der dafür günstigen Voraus­setzungen der Schwerpunkt auf Wind­energie. Besonders durch Repowering, also dem Ersetzen alter Anlagen durch höhere, soll der Ertrag der Windenergie auf den vorhandenen Flächen gesteigert werden. Dennoch werden neue Standorte gebraucht, um die gesteckten Klima­schutzziele zu erreichen. Sie müssen mit den Anforderungen von Natur- und Land­schaftsschutz in Einklang gebracht wer­den. Dabei ist es wichtig, Bedenken der Bevölkerung hinsichtlich der Nutzung früh­zeitig aufzugreifen. Erstrebenswert ist, dass die Menschen in der Region Windrä­der als Teil der Kulturlandschaft positiv wahrnehmen, sie als Symbol einer nach­haltigen Lebensweise sowie als Beitrag zur Energiewende und zur Reduktion von CO2-Emissionen akzeptie­ren.

Darüber hinaus zählt das im Zukunftsbild „Vitale Städte, lebendige Dörfer, lebens­werte Region“ beschriebene Leitbild Ein­heit von Siedlung, Verkehr und Infrastruk­tur zu den Klimaschutzmaßnahmen der Region. Denn nur eine konsequente Aus­richtung an diesem Leitbild ermöglicht eine klimafreundliche Siedlungsentwicklung.

Und schließlich sollen Landschaften mit besonderer Bedeutung für das Klima, ins­besondere Wälder und Moore, besonders geschützt und aufgewertet werden. Be­sonders Moore sind als CO2-Speicher von großer Bedeutung.

Neben allem Engagement für den Klima­schutz muss sich die Region Hannover auch auf unvermeidbare Folgen des Kli­mawandels über die Erarbeitung einer Klimaanpassungsstrategie für die Region Hannover vorbereiten. Grünzüge aus Parks, Wiesen, Wäldern und andere un­bebaute Gebiete sorgen als Freiraumach­sen für Frischluftzufuhr und verbessern das Mikroklima. Um gefährdete Tier- und Pflanzenarten zu schützen, ist es sinnvoll einen Biotopverbund aufzubauen. Dieser ist zugleich für die Naherholung attraktiv. Da die Gefahr von häufiger auftretenden Hochwassern besteht, wird ein vorbeu­gender Hochwasserschutz noch wichtiger. Daher dürfen bestimmte Bereiche nicht bebaut werden.

Der Klimawandel wird auch Folgen für die Raumentwicklung haben. Daher sollten einerseits widerstands- und anpassungs­fähige Raumstrukturen gefördert werden und andererseits muss auf die Verwund­barkeit des Raumes Rücksicht genommen werden. Beide Anforderungen finden sich in den Begriffen Klimaresilienz und Vulne­rabilität wieder.