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Alter-Armut-Schulden/Teilhabe gewährleisten

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Stadtbezirke

  • gesamtstädtisch

Handlungsfeld

  • Inklusion, Integration und Teilhabe

Kurzbeschreibung:

Eine zunehmende Anzahl älterer Menschen ist im Alter arm. Nahezu jeder zehnte Hannoveraner und jede zehnte Hannoveranerin der Generation 60 plus lebt ergänzend von Transferleistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts, weil die Rente nicht auskömmlich ist. Gleichzeitig gewinnt das Thema Überschuldung im Alter an Bedeutung. Das Vorhaben „Alter-Armut-Schulden“ zielt darauf ab, Teilhabe im Alter – auch mit wenig Geld – zu gewährleisten, über Leistungsansprüche  zu informieren und Überschuldung zu vermeiden.

Die laufende Armuts- und Sozialberichterstattung ist eine gute Grundlage zur Ableitung von Schwerpunkträumen und besonders von Armut betroffenen Gruppen.

Daraus abgeleitet, kann und soll weiterhin stadtteil- und gruppenspezifisch gegengesteuert werden, indem die Menschen zum Beispiel gezielt über ihre Möglichkeiten [Zugänge zum Arbeitsmarkt, Inanspruchnahme von Transferleistungen, von sozialen Dienstleistungen, Teilhabe am gesellschaftlichen Leben] informiert werden. Darüber hinaus sollen die in Stadt und Region vorhandenen arbeitsmarktbezogenen Netzwerke stärker mit den Netzwerken in den Quartieren verzahnt werden. Zu den Maßnahmen mit dem Ziel, Armut und prekäre Einkommenssituation von Betroffenen zu erkennen und zu überwinden, zählen z. B. Budgetberatung, vorausschauendes Planen, die Begleitung von Veränderungsprozessen, der Aufbau von grundlegenden Entschuldungskonzepten und die Verhinderung von Pfändungs- und Zwangsmaßnahmen. Im Hinblick auf die Zielgruppe der SeniorInnen ist beabsichtigt, in den Stadtteilen Informationsveranstaltungen über mögliche Ansprüche auf Wohngeld durchzuführen. Hierbei sollen die lokalen Netzwerke aktiviert werden. Begleitend hierzu sollen zielgruppenspezifische Flyer in den Sprachen Deutsch, Türkisch und Russisch entwickelt und die Homepage der LHH überarbeitet werden, um eine gezielte Ansprache zu ermöglichen.

Übergeordnete Ziele im Handlungsfeld:

MEIN HANNOVER 2030…

  • lebt durch die aktiven Quartiere mit guten sozialen, technischen und gesundheitsorientierten Infrastrukturen, die gemeinsam mit den EinwohnerInnen vor Ort entwickelt werden.
  • ermöglicht allen Menschen bis ins hohe Alter ein selbstbestimmtes und aktives Leben in Gemeinschaft in lebendigen Quartieren.
  • sichert die Grundbedürfnisse von Menschen, die von Armut betroffen sind, und fördert den Zugang zu Teilhabeangeboten durch ein breites, verlässliches Netz und LotsInnen im Quartier.

Ziele für 2017:

  • Die Landeshauptstadt führt das bereits Mitte 2014 begonnene und von der Region Hannover geförderte Präventionsprojekt „Alter-Armut-Schulden" kontinuierlich weiter und verstetigt es. Es ist geplant, die bereits eingeführten Informationsveranstaltungen zu Ansprüchen auf Wohngeld in den Stadtteilen in Kooperation fortzuführen und auszubauen.

Zeitplanung:

  • Infoveranstaltungen für SeniorInnen: kontinuierlich in 2017
  • Ansprache der Migranteninstitutionen: ab 2017
  • Kontaktaufnahme zu Altenwohnanlagen: ab 2017
  • Übergabemanagement: Auslaufen von Ansprüchen nach Sozialgesetzbuch II aus Altersgründen in Richtung Wohngeld/Sozialgesetzbuch XII: ab 2017
  • Kontaktaufnahme Deutsche Rentenversicherung: ab 2017

Absehbare Kosten:

Es sind für 2017 Mittel in Höhe von 151.000 € und anschließend für jährliche Bedarfe in Höhe von 139.500 € vorgesehen.

Beteiligung von Ratsgremien und Beschlusslage:

  • Eine Informationsdrucksache im entsprechenden Ausschuss wird derzeit erörtert.

Externe PartnerInnen:

  • Verbraucherzentrale
  • Jobcenter Region Hannover
  • Beratungsstellen
  • Migranteninstitutionen
  • andere NetzwerkpartnerInnen

Beteiligung der Öffentlichkeit:

  • Die Beteiligung erfolgt über die Information der BürgerInnen mittels Info-Broschüren, Flyer etc.