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Gestaltungswettbewerb zur Weiterentwicklung des Steintors

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Stadtteil

  • Mitte

Handlungsfeld

  • Wohnen, Versorgen, Mobilität und Baukultur

Kurzbeschreibung:

Im Rahmen des Innenstadtkonzepts Hannover City 2020+ war bis 2016 eine Bebauung des Steintorplatzes vorgesehen und Stand der politischen Beschlusslage (Ratsbeschluss vom 16.12.2010).

 Nachdem das 2015 begonnene Bebauungsplanverfahren am Steintor von der Politik wieder verworfen wurde, hat der Rat der Landeshauptstadt Hannover (LHH) sich zur Durchführung eines breit angelegten Bürger*innenbeteiligungsprozesses entschlossen. Zur Drucksache Nr. 1685/2016 wurde von den Fraktionen SPD, Bündnis 90/Die Grünen und FDP ein gemeinsamer Änderungsantrag zum Haushaltsplan 2017/2018 eingebracht und vom Rat beschlossen. Damit wurde die Verwaltung beauftragt, ein Konzept für einen ergebnisoffenen, transparenten Bürger*innenbeteiligungsprozess zur Umgestaltung des Steintorplatzes zu erarbeiten. Ein entsprechender Konzeptvorschlag wurde mit Drucksache Nr. 0313/2018 ebenfalls vom Rat beschlossen.

Über ein sich anschließendes Vergabeverfahren konnte das Büro Urban Catalyst aus Berlin beauftragt werden, ab Juni 2018 dieses Beteiligungskonzept umzusetzen. Die LHH lud daraufhin alle Interessierten ein, sich mit ihren Ideen in den Beteiligungsprozess über die Zukunft des Steintors einzubringen. Die Auftaktveranstaltung dazu war am 12. Juni 2018. Bis September 2018 fanden anschließend verschiedene Aktionen vor Ort statt, um schrittweise ein gemeinsam getragenes Verständnis von der Zukunft des Steintors zu erarbeiten. Es wurde ein offener und konstruktiver Dialog über die zukünftige Gestaltung des Steintors mit verschiedensten Personengruppen geführt. Davon berichten auch zwei Ausgaben der „Steintor-Zeitung“ (www.steintor-dialog.de).

Den Abschluss des Beteiligungsprozesses bildeten zwei öffentliche Foren im Alten Rathaus (28.11.2018 / 04.02.2019), wobei im letzten Forum allen interessierten Bürger*innen die "Steintor-DNA", das zentrale Ergebnis des Beteiligungsprozesses, vorgestellt wurde (s.a. Steintorzeitung Ausgabe II/II, ab Seite 19). Die Ergebnisse der lebhaften Diskussion in diesem gut besuchten öffentlichen Forum haben in Teilen zu einer Ergänzung des Textes der bisherigen "Steintor-DNA" geführt.

Übergeordnete Ziele im Handlungsfeld:

MEIN HANNOVER 2030…

  • lebt durch die starke Innenstadt…, denn durch den Beteiligungsprozess soll ein Attraktivieren des Steintorplatzes und seines Umfeldes initiiert werden.
  • bietet eine gleichberechtigte Teilhabe am gut ausgebauten, erreichbaren, ressourcenschonenden, sicheren und weitgehend barrierefreien Mobilitätszugang, …denn im Zuge der Gestaltung des Steintorplatzes wird ein attraktiver und barrierefreier Mobilitätszugang garantiert. 
  • lebt Baukultur durch gemeinsame Verantwortlichkeit für die Qualität des Stadtbildes und des öffentlichen Raumes sowie durch einen lebendigen Diskussionsprozess in der Stadtgesellschaft, …denn der Beteiligungsprozess bindet Vertreter*innen der Stadtöffentlichkeit, der Stakeholder*innen und der Stadtpolitik wie auch der planenden Verwaltung gleichermaßen ein. Durch innovative Mitwirkungs- und Beteiligungsformate wird die Aufmerksamkeit der Stadtöffentlichkeit auf diesen Stadtraum gelenkt; über einen transparenten Konzeptentwicklungsprozess wird eine verantwortliche Mitgestaltung und somit eine stärkere Identifikation gefördert. Gleichzeitig schafft dieser Prozess auch die Möglichkeit, neue Beteiligungs- und Mitwirkungsformate mit Hilfe unterschiedlicher Medien (Digital, Film etc.) zu erproben.

Die Beteiligung Steintorplatz kann daher folgende Prämissen einlösen: Die praktische Konzeptumsetzung braucht größtmögliche Transparenz. Eine intensive Beteiligung der Stadtgesellschaft wird weiterhin garantiert.

Ziele für 2019:

  • Die Ergebnisse des umfangreichen Beteiligungsprozesses wurden am 23.05.2019 vom Rat beschlossen (Drucksache Nr.  0464/2019).
  • Durchführung eines Bewerbungsverfahrens zur Teilnahme an dem Realisierungswett­bewerb „Umgestaltung Steintorplatz“
  • Durchführung eines Realisierungswettbewerbes zur „Umgestaltung Steintorplatz“

Zeitplanung:

  • Erstellung der Beschlussdrucksache Nr. 0464/2019 „Beschluss über die Ergebnisse des Bürger*innenbeteiligungsprozesses zur Neugestaltung des Steintorplatzes“                                                                            erledigt
  • Durchführung des europaweiten Bewerbungsverfahrens zur Teilnahme an dem Realisierungswettbewerb „Umgestaltung Steintorplatz“                                                                                                               erledigt
  • Durchführung des Realisierungswettbewerbes „Umgestaltung Steintorplatz“; Beginn mit der Auftaktveranstaltung am 27.06.2019 um 20 Uhr auf dem Steintorplatz                                                                27.06.2019 – 31.12.2019

Absehbare Kosten:

Für den gesamten Bürger*innenbeteiligungsprozess einschließlich des sich anschließenden Realisierungswettbewerbes wurden vom Rat 500.000,- Euro beschlossen und stehen im Haushalt 2019/2020 zur Verfügung.

Beteiligung von Ratsgremien und Beschlusslage:

  • Beschluss des Beteiligungsverfahrens und zur öffentlichen Ausschreibung der Leistung (Drucksache Nr. 0313/2018)
  • Beschluss über die Ergebnisse des Bürger*innenbeteiligungsprozesses zur Neugestaltung des Steintorplatzes – „Steintor-DNA“ (Drucksache Nr. 0464/2019)

Externe Partner*innen:

  • Urban Catalyst, Berlin
  • Drost Consult, Hamburg

Beteiligung der Öffentlichkeit:

  • Die Beteiligung der Öffentlichkeit im Vorfeld des Wettbewerbes war Ziel und Inhalt des Vorhabens und erfolgte über zahlreiche verschiedene Formate.
  • Die Öffentlichkeit wird auch weiter in das Verfahren eingebunden. Bei der öffentlichen Auftaktveranstaltung am 27.06.2019, der öffentlichen Präsentation der Zwischenergebnisse des Wettbewerbes im September 2019 (vor der Preisgerichtssitzung) sowie der öffentlichen Präsentation der Wettbewerbsergebnisse (vor der Preisgerichtssitzung) haben die Bürger*innen die Möglichkeit, sich zu den Entwürfen einzubringen und Stellung zu beziehen. Die Hinweise der Bürger*innen werden verschriftlicht und dem Preisgericht zur Kenntnis gegeben.