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Integrationskonzept Flüchtlinge - von der Unterkunft in die Stadtteile

Vorhaben abgeschlossen

Stadtbezirke

  • gesamtstädtisch

Handlungsfeld

  • Inklusion, Integration und Teilhabe

Kurzbeschreibung:

Hannover war und ist eine Einwanderungsstadt. Als ein zentrales Thema der Stadtpolitik zielte Integrationsarbeit in Hannover bisher vor allem darauf, die Teilhabechancen der hier lebenden Menschen mit Migrationshintergrund in allen Lebensbereichen zu verbessern. Zukünftig soll die Willkommens- und Anerkennungskultur noch mehr an Bedeutung gewinnen.

Im Jahr 2017 wird der weit überwiegende Teil der in Hannover untergebrachten Flüchtlinge eigenen, selbstgenutzten Wohnraum beziehen können. Zur Flankierung der Ankommenskultur gilt es, die erprobten Konzepte zur Integration und Teilhabe mit Blick auf die besonderen Bedarfe aus fluchtbedingter Zuwanderung zu ergänzen, aber auch insgesamt weiterzuentwickeln. Der Prozess der faktischen Verlagerung von der Arbeit (Ehrenamt und Hauptamt) in und um Flüchtlingsunterkünfte hin zu einer Arbeit in den Stadtteilen wird vorbereitet und begleitet. Das Integrationsmanagement wird in einem ersten Zwischenschritt ergänzend zu Aktivitäten in den bestehenden Strukturen in den Stadtteilen, als Qualifizierer und Ansprechpartner für Ehrenamt und Hauptamt fungieren. Zudem sollen zwei bis drei Anlaufstellen (Form der Einwanderungszentren) im Stadtgebiet dezentral eingerichtet werden.

Übergeordnete Ziele im Handlungsfeld:

MEIN HANNOVER 2030…

  • ist eine weltoffene, diskriminierungsfreie Einwanderungsstadt mit einer Willkommenskultur, die von der gesamten Stadtgesellschaft getragen wird.
  • lebt durch eine starke Partizipations- und Beteiligungskultur – in allen Bevölkerungsgruppen.
  • lebt durch die aktiven Quartiere mit guten sozialen, technischen und gesundheitsorientierten Infrastrukturen, die gemeinsam mit den EinwohnerInnen vor Ort entwickelt werden.
  • ermöglicht allen Menschen bis ins hohe Alter ein selbstbestimmtes und aktives Leben in Gemeinschaft in lebendigen Quartieren.

Ziele für 2017:

  • von der Willkommens- zur Ankommenskultur
  • Verbindung erprobter Integrationskonzepte mit besonderen Bedarfen fluchtbedingter Zuwanderung (Lokaler Integrationsplan 4.0)
  • Anlaufstellen und weitere flankierende Maßnahmen zur Erleichterung des Übergangs von Wohnheimen in eigenen Wohnraum

Zeitplanung:

  • Dialog und Entscheidungsfindung über Methodik für Weiterentwicklung des Lokalen Integrationsplans: bis Ende 2017
  • Einstieg in dialogische Weiterentwicklung: ab Januar 2018
  • Abschluss des Planungsprozesses: bis Januar 2018
  • Identifizierung geeigneter Anknüpfungspunkte für Anlaufstellen im fachbereichsübergreifenden Dialog: erfolgt laufend
  • Ehrenamt und Hauptamt in Fragen fluchtbedingter Zuwanderung schulen: bis 31.12.2017
  • Zwei bis drei Anlaufzentren in den Stadtteilen sind aktiv: bis 31.12.2017;

    in Umsetzung:
    (1) Hamburger Allee 25 (Vollzeit | Erstberatung für im Asylverfahren befindliche Geflüchtete)

        (2) Rundestraße 6 (Vollzeit | Folgeberatung für in Hannover untergebrachte Flüchtlinge und für nach Hannover verzogene Flüchtlinge mit Aufenthaltserlaubnis)
        (3) Brüderstraße 5 (offene Sprechstunden | spezialisierte Erstberatung für LSBTTIQ)

        (4) Sahlkamp (offene Sprechstunde | im Verbund mit GWA und QM)

 Umsetzung konkret in Vorbereitung:
(1) Mühlenberg, Stauffenbergplatz (Tageweise | im Verbund mit weiteren Dienststellen)

Absehbare Kosten:

Es sind jährliche Mittel in Höhe von 495.016 € vorgesehen.

Beteiligung von Ratsgremien und Beschlusslage:

  • Beschluss- und Informationsdrucksachen

Externe PartnerInnen:

  • Migrantenselbstorganisationen
  • Träger der Wohlfahrtspflege
  • Freiwilligenzentrum
  • Nachbarschaftskreise bei Flüchtlingsunterkünften
  • Familienzentren

Beteiligung der Öffentlichkeit:

  • Beteiligungsformen werden im Rahmen des Prozesses erarbeitet.