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Corona und Europa

Coronavirus: Die Kommission fordert zu schnellstmöglichen Impfungen in der EU27 auf

Am Dienstag, den 19. Januar, präsentierte die Europäische Kommission eine Reihe von Maßnahmen zur Bekämpfung neuer Virusvarianten und einer möglichen dritten Welle der Pandemie.

A nurse entering a vaccination booth at the corona vaccination © European Union 2020

Copyright: European Union 2020, Photographer: Thomas Kienzle

Die EU-Kommission fordert die Mitgliedstaaten auf, sich weiterhin auf die Einhaltung von Entfernungs- und Kontaktbeschränkungen zu konzentrieren, gegen Desinformation vorzugehen, ihre Reisebeschränkungen zu koordinieren und mehr Tests, Kontaktverfolgung und Sequenzierung durchzuführen, um die Infektionsrate zu kontrollieren und dem Risiko neuer Virusvarianten entgegenzuwirken.

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen unterstrich erneut die entscheidende Bedeutung von Impfungen zur Überwindung der Krise. Sie erklärte auch, dass bereits genügend Impfstoffdosen für die gesamte EU-Bevölkerung sichergestellt wurden. Die EU-Kommission, die Mitgliedstaaten und die EMA werden weiterhin zusammenarbeiten, um die Auslieferung zu beschleunigen.

Bis März 2021 sollten mindestens 80% der über 80-Jährigen und 80% der Gesundheits- und Sozialarbeiter in allen Mitgliedstaaten geimpft sein und bis zum Sommer 2021 sollten die Mitgliedstaaten 70% der gesamten erwachsenen Bevölkerung geimpft haben.

In Bezug auf die neuen Varianten ist es wichtig, dass die Mitgliedstaaten ihre Teststrategien aktualisieren, um die Genomsequenzierung dringend auf mindestens 5% und vorzugsweise 10% der positiven Testergebnisse auszudehnen.

Jeder Mitgliedstaat sollte auch daran arbeiten, den Binnenmarkt und den freien Personenverkehr aufrechtzuerhalten. Es sollten Maßnahmen ergriffen werden, um das mit der Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel verbundene Übertragungsrisiko weiter zu verringern. Alle nicht wesentlichen Reisen sollten abgesagt werden, bis sich die epidemiologische Situation erheblich verbessert hat. Für diejenigen, die aus Gebieten mit einer höheren Häufigkeit besorgniserregender Varianten anreisen, sollten angemessene Reisebeschränkungen, einschließlich Tests für Reisende, eingehalten werden.

Um einen frühzeitigen Zugang zu Impfstoffen zu gewährleisten, richtet die Kommission eine "Team Europa"-Struktur ein, um die Bereitstellung von Impfstoffen zu koordinieren. Dies sollte es ermöglichen, den Zugang zu einigen der 2,3 Milliarden Impfstoffdosen, die im Rahmen der EU-Impfstrategie beschafft werden, mit Partnerländern zu teilen, insbesondere mit dem westlichen Balkan, unseren östlichen und südlichen Nachbarländern und Afrika.

Weitere Informationen zur Reihe von Maßnahmen finden Sie hier.