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Fördermittel

Programm für Beschäftigung und soziale Innovation (EaSI)

EaSI - Förderung der Beschäftigung und sozialen Innovation in den Mitgliedstaaten.

Überblick

Das Programm EaSI fördert Maßnahmen zur 

  • Schaffung und Sicherung eines hohen Niveaus hochwertiger und nachhaltiger Beschäftigung,
  • Gewährleistung eines angemessenen und fairen sozialen Schutzes,
  • Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung sowie
  • Verbesserung der Arbeitsbedingungen.

Das Programm besteht aus den drei Unterprogrammen Progress, EURES sowie Mikrofinanzierung und soziales Unternehmertum.

Antragsberechtigte

Teilnahmeberechtigt sind öffentliche und private Organisationen bzw. Einrichtungen. Dies können je nach Unterprogramm z.B. nationale, regionale und lokale Behörden, Arbeitsverwaltungen, Sozialpartner, Nichtregierungsorganisationen, Hochschuleinrichtungen und Forschungsinstitute, Finanzinstitute oder Medien sein.

Das Programm steht neben den Mitgliedstaaten der EU den EWR-Staaten und der Schweiz sowie den Kandidatenländern und potentiellen Kandidatenländern offen. Eine Zusammenarbeit mit internationalen Organisationen und Drittländern ist möglich.

Förderung

Die Förderung erfolgt

  • im Rahmen der Unterprogramme Progress und EURES durch Zuschüsse von in der Regel maximal 80% (Progress) bzw. 95% (EURES) der förderfähigen Ausgaben,
  • im Rahmen des Unterprogramms Mikrofinanzierung und Sozialunternehmen durch die Bereitstellung von Gemeinschaftsmitteln an Finanzintermediäre. Die Gemeinschaftsmittel können zur Finanzierung von Darlehen, Bürgschaften, Beteiligungen und anderen Unterstützungsmaßnahmen eingesetzt werden.

Beschreibung 

Im Rahmen des Unterprogramms Progress werden folgende Maßnahmen unterstützt:

  • Analytische Tätigkeiten: u.a. Durchführung von Erhebungen, Erstellung von Studien und Berichten, Durchführung von Evaluierungen, Erprobung innovativer Lösungen, Verbreitung der Ergebnisse,
  • Voneinander-Lernen, Sensibilisierung und Verbreitung: u.a. Austausch und Verbreitung bewährter Verfahren, innovativer Ansätze und Erfahrung, Durchführung von Veranstaltungen, Konferenzen, Seminaren und Schulungen, Erstellung von Publikationen sowie andere Informations- und Kommunikationsaktivitäten, Entwicklung und Wartung von Informationssystemen,
  • Unterstützung von Netzwerken auf Unionsebene, Kapazitätsaufbau nationaler Verwaltungen und spezieller Dienste, Vernetzung und Zusammenarbeit von Fachstellen und anderen Interessenten, Finanzierung von auf europäischer Ebene tätigen Beobachtungsstellen, Austausch von Personal zwischen nationalen Behörden.

Im Rahmen des Unterprogramms Eures werden Maßnahmen unterstützt, die die freiwillige individuelle Mobilität in der Union fördern und Hindernisse für die Mobilität beseitigen, u.a.:

  • Aufbau und Tätigkeiten grenzübergreifender EURES-Partnerschaften,
  • Bereitstellung von Informations-, Beratungs-, Vermittlungs- und Einstellungsdiensten für Grenzgänger,
  • Aufbau einer mehrsprachigen digitalen Plattform für den Abgleich von Stellenangeboten und Bewerbungen,
  • Entwicklung gezielter Mobilitätsprogramme,
  • gegenseitiges Lernen unter EURES-Akteuren sowie Schulung von EURES-Beratern,
  • Informations- und Kommunikationstätigkeiten zur Sensibilisierung für die Vorteile geographischer und beruflicher Mobilität und die Tätigkeiten und Dienste von EURES.

Durch das Unterprogramm Mikrofinanzierung und Sozialunternehmen werden folgende Maßnahmen gefördert:

  • Verbesserung des Zugangs zu und der Verfügbarkeit von Mikrofinanzierungen für von Arbeitslosigkeit oder Ausgrenzung bedrohte Personen sowie Kleinstunternehmen in der Gründungs- und Ausbauphase,
  • Aufbau der institutionellen Kapazität von Mikrokreditanbietern,
  • Förderung der Entwicklung des Marktes für soziale Investitionen und Ermöglichung des Zugangs zu Finanzierungsmöglichkeiten für Sozialunternehmen.

Antragsberechtigte
Das Unterprogramm Mikrofinanzierung und Sozialunternehmen steht öffentlichen und privaten Einrichtungen in den Mitgliedstaaten offen, die Personen und Kleinstunternehmen in den Mitgliedstaaten Mikrofinanzierungen anbieten. Existenzgründer sowie sozialwirtschaftliche Kleinstunternehmen sind nicht selbst antragsberechtigt, sondern werden durch die Verbesserung der Finanzierungsbedingungen mittelbar begünstigt.

Antragsverfahren

Die Durchführung des Programms erfolgt auf der Grundlage von Arbeitsprogrammen, die von der Europäischen Kommission verabschiedet werden. Die Arbeitsprogramme informieren über die förderfähigen Maßnahmen, das Verfahren zur Auswahl der zu unterstützenden Maßnahmen, die Zielgruppen und -regionen der Förderung sowie den Zeitrahmen für die Umsetzung.

In den Unterprogrammen Progress und EURES erfolgt die Antragstellung im Rahmen von Aufforderungen zur Einreichung von Vorschlägen oder Ausschreibungen.

Im Unterprogramm Mikrofinanzierung und Sozialunternehmen können Anträge ausschließlich von Finanzintermediären gestellt werden. Kleine und mittlere Unternehmen sind nicht unmittelbar antragsberechtigt, sondern profitieren mittelbar von der Verbesserung der Finanzierungsbedingungen.

Das Programm gilt vom 01.01.2014 bis zum 31.12.2020.