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Mayors for Peace

50. Beitritt zum UN-Vertrag für Atomwaffenverbot

Die Landeshauptstadt Hannover als Partnerstadt Hiroshimas und Vizepräsidentin des weltweiten Bündnisses der Mayors for Peace (Bürgermeister für den Frieden) begrüßt die 50. Ratifikation des Atomwaffenverbotsvertrages. Honduras hatte den Vertrag am "Tag der Vereinten Nationen", an dem an die Gründung der Vereinten Nationen am 24. Oktober 1945 erinnert wird, verabschiedet. Mit der erfolgten 50. Ratifikation kann der Atomwaffenverbotsvertrag in 90 Tagen in Kraft treten.

Abstimmung mit Karten in einem Raum © Julia Berghöfer

122 Staaten haben am 7. Juli 2017 bei den Vereinten Nationen in New York den Vertrag über das Verbot von Atomwaffen angenommen

"75 Jahre nach den Atombombenabwürfen auf Hiroshima und Nagasaki ist das Inkrafttreten des Atomwaffenverbotsvertrages ein wichtiges Signal für die nukleare Abrüstung und ein Meilenstein auf dem Weg zu einer Welt ohne Atomwaffen", so Hannovers Bürgermeister Thomas Hermann.

Der Atomwaffenverbotsvertrag ("Treaty on the Prohibition of Nuclear Weapons", kurz: TPNW) geht auf die internationale Kampagne zur atomaren Abrüstung (ICAN) in Genf zurück, die 2017 den Friedensnobelpreis erhielt. Es ist ein Bündnis aus mehr als 500 Organisationen, die sich weltweit für die Ächtung der Waffen einsetzen, darunter auch die Mayors for Peace. Der Vertrag verbietet u. a. die Herstellung, Weitergabe, den Transfer, die Stationierung von und Drohung mit Atomwaffen. Die Atommächte lehnen den Vertrag weiterhin ab. Auch Deutschland und andere Nato-Mitglieder haben den Vertrag nicht unterzeichnet.

Noch immer verfügen die Atommächte über rund 13.400 Nuklearsprengköpfe, so Schätzungen des Stockholmer Friedensforschungsinstituts Sipri. Mit dem Inkrafttreten des Atomwaffenverbotsvertrages verbinden die Initiatoren die Hoffnung, dass konkrete Abrüstungsmaßnahmen folgen werden.

Diese Hoffnung äußert auch der Präsident der Mayors for Peace und Bürgermeister von Hiroshima, Kazumi Matsui, in einem Offenen Brief: