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Mayors for Peace

Stellungnahme zur möglichen Aufkündigung des INF-Vertrags

Der Präsident der Mayors for Peace, Bürgermeister Kazumi Matsui von Hiroshima, hat in seinem Kommentar vom 22. Oktober 2018 seine Besorgnis über die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, den INF-Vertrag (Intermediate Range Nuclear Forces, zu Deutsch: nukleare Mittelstreckensysteme) zur Kontrolle von Mittelstreckenraketen zu verlassen, geäußert.

Drei Frauen und drei Männer stehen an einem Willkommensschild der Gemeinde Mutlangen, unter dem ein Banner mit der Aufschrift "No, Nein, Njet! Abrüstung schafft Sicherheit." angebracht wurde. © Friedensgruppe Mutlangen

Ortsschild Mutlangen mit Friedensgruppe

In dem im Jahr 1987 geschlossenen INF-Vertrag haben die Vereinigten Staaten und die damalige Sowjetunion sich dazu bekannt, dem nuklearen Wettrüsten während des Kalten Krieges ein Ende zu setzen und Maßnahmen einzuleiten, um das Atomwaffenarsenal zu reduzieren.

Mayors for Peace drängt die USA und Russland dazu, in ihrer Verantwortung als Unterzeichner des Vertrages wirksame Maßnahmen für die Abrüstung weiter zu verfolgen und sich zu bemühen, das INF-Abkommen zu erfüllen.

Angesichts der aktuellen Eskalation im Atomwaffenstreit zwischen USA und Russland fordert die mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnete Internationale Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen (ICAN) die Bundesregierung auf, zu vermitteln und ein neues Wettrüsten zu verhindern.

Die Kampagne „atomwaffenfrei.jetzt“ richtet sich mit der Postkarten-Aktion „No! Nein! Njet!“ an die US-Botschaft und die russische Botschaft, sowie mit einem Brief an das Auswärtige Amt. Zum Buß-und Bettag, der auf den 35. Jahrestag der Pershing II Stationierung in Mutlangen fällt, wurden die Botschaften als Banner an den Ortseingängen aufgehängt.


Weitere Hintergrundinformation finden Sie in folgendem Zeit-Artikel:

https://www.zeit.de/politik/ausland/2018-11/inf-vertrag-landgestuetze-mittelstreckenraketen-nukleare-ruestungskontrolle-donald-trump