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Erinnerung an Hiroshima und Nagasaki

Veranstaltungsreihe "Frieden 2020+"

Im Rahmen ihrer Aktivitäten im weltweiten Städtenetzwerk Mayors for Peace erinnert die Landeshauptstadt Hannover gemeinsam mit vielen Akteur*innen der Stadtgesellschaft mit einer Veranstaltungsreihe an die Abwürfe der Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki vor 75 Jahren. Unter dem Titel "Frieden 2020+: Verantworten – Bewahren – Machen!" werden in 2020 und 2021 darüber hinaus aktuelle Fragen der Abrüstungspolitik und der Friedensarbeit in unterschiedlichen Formaten wie Ausstellungen, Vorträgen, Seminaren, Workshops und Diskussionen thematisiert.

Die Flagge der Mayors for Peace weht vor dem Neuen Rathaus © LHH

Hannover ist die deutsche Lead City im weltweiten Städtebündnis der Mayors for Peace

Oberbürgermeister Belit Onay: "Hannover als Partnerstadt Hiroshimas und Lead City für Deutschland im weltweiten Städtebündnis der Mayors for Peace nimmt seine besondere Friedensverantwortung sehr ernst. Mit der Veranstaltungsreihe 'Frieden 2020+' wollen wir einen neuen Diskurs über die weltweite atomare Bedrohung und die Bedeutung der Friedensarbeit initiieren. Wir wollen angesichts von rund 13.400 Nuklearwaffen, die die Menschheit bedrohen, und vor der Kulisse erodierender Rüstungskontrollverträge, deutlich machen: Atomwaffen müssen abgerüstet und geächtet werden! Wir als Mitglied im weltweiten Städtenetzwerk der Mayors for Peace verfolgen mit allem Nachdruck das Ziel von Global Zero – einer Welt ohne Atomwaffen."

Auftakt am Flaggentag

Die Auftaktveranstaltung ist der sogenannte Flaggentag der Mayors for Peace am 8. Juli, der an ein Rechtsgutachten des Internationalen Gerichtshofs in Den Haag erinnert. Darin wurde festgestellt, dass die Gefahr durch oder die Verwendung von Nuklearwaffen im allgemeinen dem Völkerrecht widersprechen. Mit der Aktion "Auf dem Weg zu Global Zero" im Rahmen des Flaggentages erneuert die Stadt Hannover ihr Versprechen, dass der Wunsch der Hibakusha – der Überlebenden der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki – nach einer Welt ohne Atomwaffen Wirklichkeit werden kann. Beginn der Veranstaltung ist um 11 Uhr auf dem Trammplatz. Eine Anmeldung unter frieden2020plus@hannover-stadt.de ist erforderlich.

Ausstellung, Gedenktag und mehr

Ein besonderes Highlight der Veranstaltungsreihe ist die Ausstellung Black Rain Hibakusha" in der Galerie für Fotografie (GAF), Eisfabrik, Seilerstraße 15 d. Der hannoversche Fotograf Thomas Damm hat die Opfer des "Schwarzen Regens", des radioaktiven Fallout im Umkreis von Hiroshima, getroffen und fotografiert. Die bewegenden Fotografien erzählen von ihrem Schicksal. Zu sehen ist die Ausstellung vom 23. Juli bis zum 23. August.

Am 6. August, dem Hiroshima-Gedenktag, werden in der Aegidienkirche unterschiedliche Angebote zur Erinnerung an die Katastrophe von Hiroshima stattfinden. Der Abend endet unter dem Titel "Botschaft für Morgen" mit dem Aussetzen von Lampions um 21 Uhr auf dem Maschteich zur Erinnerung an die Opfer. Eine Anmeldung unter frieden2020plus@hannover-stadt.de ist erforderlich.

Warum atomares Aufrüsten wieder Teil einer Großmachtpolitik ist, wieviel Geld die Herstellung von Nuklearwaffen benötigt und warum die Atomkraft als Wegbereiter-Technologie für Atomwaffen gesehen werden kann – diese Fragen stehen im Fokus einer Veranstaltungsreihe der IPPNW- und ICAN-Studierendengruppe Hannover am 16. und 19. November sowie am 21. Januar.  Eine Anmeldung unter frieden2020plus@hannover-stadt.de ist erforderlich.

Die Veranstaltungsreihe endet mit einer besonderen Veranstaltung am Hiroshima-Gedenktag im kommenden Jahr am 6. August 2021. Mehr als 1.500 Sänger*innen des World Choir for Peace und das World Orchestra for Peace präsentieren im Kuppelsaal des HCC "A Concert for Peace".

Das Programm in der Übersicht

Informationen zu den Mayors for Peace

Die Organisation Mayors for Peace wurde 1982 durch den Bürgermeister von Hiroshima gegründet. Das weltweite Städtenetzwerk setzt sich vor allem für die Abschaffung von Atomwaffen ein, greift aber auch aktuelle Themen auf, um Wege für ein friedvolles Miteinander zu diskutieren. Mehr als 7.900 Städte gehören dem Netzwerk an, darunter mehr als 680 Städte in Deutschland.