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Mayors for Peace Sekretariat

Praktikum bei Mayors for Peace in Hiroshima

Das Mayors for Peace Sekretariat in Hiroshima bietet den Exekutivstädten weltweit an, im Rahmen eines Praktikums Einblicke in die Arbeit der Mayors for Peace zu gewähren und sie somit für die Friedensarbeit zu sensibilisieren und zu qualifizieren.

Der Bürgermeister von Hiroshima, Kazumi Matsui, und Ricarda Schuller bei der Übergabe des Gastgeschenkes, dem Münchner Kindl als Porzellanfigur. © Ricarda Schuller

Der Bürgermeister von Hiroshima, Kazumi Matsui, und Ricarda Schuller, die ihm als Gastgeschenk das Münchner Kindl als Porzellanfigur überreichte.

Aus den deutschen Mitgliedsstädten hatten sich sechs Personen beworben. Die Auswahl fiel auf Ricarda Schuller, eine Mitarbeiterin der Landeshauptstadt München, die das Praktikum im Juni/Juli 2018 absolviert hat.

Hier ist ihr Bericht dazu:

Viel gelernt und tief beeindruckt

Vier Wochen bei Mayors for Peace in Hiroshima. Das bedeutet: Sich vier Wochen mit dem Atombombenabwurf in Hiroshima und seinen weitreichenden Folgen zu beschäftigen. Das bedeutet auch: Vier Wochen lang in einer fremden Kultur arbeiten.

Vom 18. Juni bis 13 Juli 2018 hatte ich die Möglichkeit, als Vertreterin der Landeshauptstadt München bei Mayors for Peace mitzuarbeiten. So habe ich Einblicke in die Arbeit der Organisation bekommen und viel über die Atomkatastrophe in Hiroshima gelernt. Die Kolleginnen und Kollegen von Mayors for Peace haben für mich ein Programm zusammengestellt, das mir half, die Konsequenzen des ersten Atombombenabwurfs besser zu verstehen. So traf ich Kazumi Matsui, Bürgermeister der Stadt Hiroshima, und die Überlebende Keiko Ogura, die mir die Geschehnisse vom 6. August 1945 detailliert beschrieb. Ich habe die Gedenkstätten und Museen im Friedenspark besucht, aber auch die Radiation Effects Research Foundation, die zu den gesundheitlichen Auswirkungen des Atombombenabwurfs forscht.

Für Mayors for Peace habe ich viele Recherchearbeiten durchgeführt, zum Beispiel zu den deutschen Mitgliedsstädten oder deutschen Universitäten, die sich für eine Kooperation eignen.

Mein Fazit nach vier Wochen bei Mayors for Peace: Ich bin tief beeindruckt von der Arbeit der Organisation und den Menschen. Es ist toll zu sehen, wie Hiroshima seine leidvolle Geschichte positiv nutzt und sich nun für den Frieden weltweit einsetzt. Ich bewundere insbesondere die Überlebenden der Atomkatastrophe, die immer wieder über die schrecklichen Ereignisse sprechen, was sicher nicht einfach ist. Die Mitarbeit bei der Organisation hat mich persönlich weitergebracht und meinen Horizont erweitert. Mein erworbenes Wissen kann ich nun in meiner Organisation, aber auch darüber hinaus weitergeben – über diese Möglichkeit freue ich mich sehr.  

Autorin: Ricarda Schuller