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Praxisbeispiele

Europatag 2020: Hannovers Partnerstädte in Zeiten der Corona-Krise

Jedes Jahr wird am 9. Mai der Europatag begangen, der an die friedliche Einigung Europas und die Grundsteinlegung für die heutige Europäische Union im Jahr 1950 erinnert. Der Europatag feiert die europäische Idee. Er steht damit symbolisch für Frieden und Einheit in Vielfalt, allgemeine Grundrechte, individuelle Freiheitsrechte, wirtschaftlichen Wohlstand, soziale Verantwortung und Solidarität über die Grenzen der Nationalstaaten hinaus.

Bristol: Kampf gegen die Obdachlosigkeit © Quelle: Kulturbüro Hannover

Bristol: Kampf gegen die Obdachlosigkeit

Mit ihren Städtepartnerschaften haben Kommunen die Möglichkeit, diese europäische Idee lebendig werden zu lassen - beispielsweise durch Begegnungen von Bürger*innen, Erfahrungsaustausch und gemeinsame kreative Projekte. Doch in diesem Jahr stellt die Corona-Pandemie und die damit einhergehenden Einschränkungen und Begrenzungen sowie die wirtschaftliche Krisensituation den Zusammenhalt der EU-Staaten auf eine schwierige Probe. Die Schließung der Ländergrenzen hat auch bewirkt, dass nun nach neuen Wegen gesucht werden muss, um internationale Begegnungen zu ermöglichen und voneinander zu lernen, um der Krise gemeinsam besser zu begegnen.

Krisen machen erfinderisch - deshalb hat die Landeshauptstadt Hannover den Europatag 2020 genutzt, um mit ihren

  • Partnerstädten Bristol (UK),
  • Rouen (FR) und
  • Poznań (PL)

über gute Praxisbeispiele ins Gespräch zu kommen, die das Zusammenleben in den Städten in Zeiten der Corona-Krise verbessern können.

Bristol

Bristol Food Kind – Ernährung in der Corona-Krise

Hannovers Partnerstadt Bristol hat die Kampagne "Bristol Food Kind" ins Leben gerufen, durch die sich die Einwohner*innen austauschen, wie sie sich und ihre Gemeinschaften mit Essen versorgen können und mehr Achtsamkeit für den Umgang mit Lebensmitteln schaffen.

Für Bristols Bürgermeister, Marvin Rees, fördert das auch den Zusammenhalt: "Es ist inspirierend zu sehen, wie die Menschen in Bristol zusammenarbeiten, damit alle einen Zugang zu Lebensmitteln haben. Wenn wir nur das kaufen, was wir wirklich brauchen und kleine Mengen von Lebensmitteln selbst zu Hause anbauen, kommt dies nicht nur unserem körperlichen und geistigen Wohlbefinden zugute, sondern auch den lokalen Lebensmittelunternehmen, die aufgrund der Corona-Krise unter erhöhtem Druck stehen."

Die Kampagne wurde vom Team der "Bristol Green Capital Partnership" ins Leben gerufen, das die Bewerbung Bristols zur "Gold Sustainable Food City" organisiert.

Kampf gegen die Obdachlosigkeit

Dank einer weiteren Initiative konnte die Stadt Bristol zahlreiche Obdachlose während der Corona-Krise temporär unterbringen. Im April forderte die britische Regierung die Städte dazu auf, um die Ausbreitung des Corona-Virus zu verlangsamen. Die Stadt Bristol stellte fest, dass dazu insgesamt 450 Zimmer benötigt würden und rief die Stadtgesellschaft zur Unterstützung auf. Dank der guten Resonanz auf diesen Appell konnten bisher 215 Personen ein Zimmern oder eine Wohnung finden. Die Stadt Bristol arbeitet mit weiteren Partner*innen zusammen, um darüber hinaus Mahlzeiten und medizinische Unterstützung für Obdachlose und andere Bedürftige zu organisieren.

Weitere Informationen aus Bristol

finden sich hier: https://www.bristol.gov.uk/crime-emergencies/coronavirus-covid-19-what-you-need-to-know

Rouen

Solidarisches Schutzmaskenprojekt

Hannovers französische Partnerstadt Rouen hat eine solidarische Initiative ins Leben gerufen, durch die Masken für und von den Einwohner*innen Rouens hergestellt werden. Dafür wurden in der Stadt Container für Stoffspenden aufgestellt, auf der städtischen Website findet sich eine Nähanleitung und ein Fragebogen, ob man Stoff anzubieten hat, Nähen kann, Stoff benötigt oder fertige Masken abzugeben sind.

Die "Opération Rouen Masques Solidares" möchte auf diese Weise 500.000 Masken kostenlos für Menschen bereitstellen, bei denen der Bedarf am dringendsten ist.

Unterstützung des lokalen Einzelhandels

Wie Bristol möchte auch Rouen den lokalen Einzelhandel in der Corona-Krise unterstützen. Nach dem Motto "Faites vivre les commerces rouennais!" (Lasst die Geschäfte Rouens leben) stellt die Stadt eine Liste von Lebensmittelgeschäften, Bäckern, Gemüsehändler etc. bereit, die es den Einwohner*innen ermöglicht, auf einer Stadtkarte alle Lebensmittelanbieter*innen in ihrer Nähe ausfindig zu machen und mit ihren Einkäufen zu unterstützen.

Für diejenigen, denen es nicht möglich ist, selbst einkaufen zu gehen, gibt es eine Liste von lokalen Geschäften, die alle lebensnotwendigen Nahrungsmittel nach Hause liefern. 

Weitere Informationen aus Rouen

finden sich hier: https://rouen.fr/coronavirus-covid19 

Poznań

Psychologische Hilfe digital

Hannovers polnische Partnerstadt Poznań hat ein kostenloses Online-Programm entwickelt, um Einwohner*innen psychologische Unterstützung in der Corona-Krise zu vermitteln. Die Adressen der psychologischen Einrichtungen in der städtischen Datenbank wurde in Kategorien unterteilt (psychologische Unterstützung für Senior*innen, Kinder, Jugendliche, Eltern, Kranke, medizinisches Personal und Notfallpersonal, Mitarbeiter*innen anderer Hilfsberufe, llgemeine Öffentlichkeit, Gehörlose etc.) und ist in sieben verschiedenen Sprachen abrufbar.

Koordinierte Hilfe per Formular

Viele Menschen in Poznań möchten ihre Hilfe im Kampf gegen das Corona-Virus anbieten. Damit die Krankenhäuser entlastet werden bietet die Stadt Poznań ein Formular an, um die Hilfsangebote abzufragen, zu koordinieren und an geeignete Einsatzstellen in den Krankenhäusern und anderen Hilfseinrichtungen zu vermitteln.

Hilfe für Senior*Innen per Telefon

Die Stadt Poznań hat für Senioren*innen in der Corona-Krise das "Heart of Heart Phone" eingerichtet. Senior*Innen und andere Bewohner*innen der Stadt, die durch die Quarantäne von Isolation und Einsamkeit betroffen sind und ihre Gedanken, Ängste und Sorgen mitteilen möchten, können diese Sonderleitung anrufen und sich aussprechen. Bei anderen Fragen, beispielsweise nach Unterstützung beim Einkaufen, werden die Gespräche an das Senioren-Initiativzentrum oder das Poznań Kontaktbüro weitergeleitet.

Weitere Informationen aus Poznań

finden sich hier: https://www.poznan.pl/koronawirus/en/