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Bundestagswahl 2017

Wie wird gewählt?

Wichtige Informationen zu den Wahlmodaltitäten.

Zweimal eine Stimme

Am 24. September 2017 (oder zur Briefwahl) bekommen Sie einen amtlichen Stimmzettel ihres Wahlkreises.

Jede Wählerin und jeder Wähler hat für die Wahl zum Deutschen Bundestag zwei Stimmen, die „Erststimme“ und die „Zweitstimme“. Das bedeutet, dass auf dem Stimmzettel maximal zwei Kreuze gemacht werden dürfen.

Mit der Erststimme (linke Hälfte des Stimmzettels) wird eine Direktbewerberin oder ein Direktbewerber des Wahlkreises (Personenwahl) gewählt.
Wahlgewinner eines Wahlkreises ist, wer die meisten Stimmen auf sich vereinigt (relative Mehrheit).

Mit der Zweitstimme (rechte Hälfte des Stimmzettels) wird dagegen die Landesliste einer Partei (Verhältniswahl) gewählt.
Die Zweitstimme ist für die Sitzverteilung im Deutschen Bundestag ausschlaggebend. Sie bestimmt über die Fraktionsstärken und damit über die politischen Kräfteverhältnisse und die Möglichkeiten der Mehrheits- und Koalitionsbildung im Deutschen Bundestag.
Dem neuen Bundestag werden 598 Abgeordnete angehören, und zwar 299 direkt gewählte Abgeordnete nach Kreiswahlvorschlägen und 299 Abgeordnete nach Landeswahlvorschlägen.
Die Zahl der Sitze im Bundestag erhöht sich, wenn eine Partei in den Wahlkreisen mehr Direktmandate erringt, als ihr nach ihrem Gesamtstimmenanteil im Land zustehen.

Stimmenkombination / Stimmensplitting

Sie als Wählerin oder Wähler haben bei der Bundestagswahl die Möglichkeit, Ihre Erststimme dem Bewerber einer bestimmten Partei und Ihre Zweitstimme der Landesliste der gleichen Partei zu geben. Sie können aber auch mit Ihrer Erststimme den Bewerber einer bestimmten Partei und mit der Zweitstimme die Landesliste einer anderen Partei wählen. Wird von der letzten Möglichkeit Gebrauch gemacht, wird von Stimmenkombination bzw. Stimmensplitting gesprochen.