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Fußball-WM 2018

Das Turnier aus Sicht der Kommunalstatistik

Mit der Partie Russland gegen Saudi-Arabien startete am 14. Juni in Moskau die Endrunde der Fußball-Weltmeisterschaft 2018. 32 Nationen kicken bis zum 15. Juli um den Titel, sie alle sind auch in Hannover und seinem Umland durch Landsleute vertreten.

Gemeinsame Veröffentlichung von Landeshauptstadt und Region Hannover

Abgesehen von den 1.010.465 Personen mit deutschem Pass (davon 443.910 in Hannover und 566.564 in den 20 anderen Städten und Gemeinden der Region) haben 46.389 Personen am Ort der Hauptwohnung die Staatsangehörigkeit von einem der Teilnehmerländer. Diese und andere Zahlen haben die Statistikstellen der Landeshauptstadt Hannover und der Region Hannover für eine gemeinsame Veröffentlichung zusammengestellt:

Neben der deutschen Nationalmannschaft dürfte besonders das Auftreten der polnischen Mannschaft für Interesse in der Region sorgen. Die Polinnen und Polen stellen in allen Städten und Gemeinden der Region Hannover nämlich die größte Ausländer­gruppe (16.644) aus dem Kreis der qualifizierten Länder. Die Festlegung auf die nächstgrößte Nation nicht ganz so eindeutig. Hätte sich Italien in den Playoff-Spielen gegen Deutschlands Gruppengegner Schweden durchgesetzt, würden die 6.006 in den 21 Regionsstädten und -gemeinden lebenden Italienerinnen und Italiener die zweitgrößte Gruppe der Angehörigen eines Teilnehmerstaates bilden (davon im Umland 2.718). So stellen Menschen mit russischem Pass in der Landeshauptstadt (2.992) und der Region insgesamt (4.694) die zweitgrößte WM-Nation, während in den 20 Städten und Gemeinden des Umlands 1.786 Menschen mit einem serbischen Pass die zweitgrößte Gruppe bilden.

Unterschiede in den Kommunen und Stadtteilen

Regionale Schwerpunkte von Menschen mit kroatischen, spanischen, iranischen oder britischen Pass führt dazu, dass von Kommune zu Kommune die Antwort unterschiedlich ausfällt, wann es abseits der Spiele der deutschen Nationalmannschaft "laut" werden könnte. Auch innerhalb der Landeshauptstadt Hannover verteilen sich die Staatsangehörigen der WM-Teilnehmerstaaten auf der kleinräumigen Ebene der Stadtteile ganz unterschiedlich. In 43 von insgesamt 51 Stadtteilen der Landeshauptstadt bilden die Einwohnerinnen und Einwohner mit einem polnischen Pass ebenfalls die stärkste Gruppe. Die meisten Polinnen und Polen leben in den bevölkerungsstarken Stadtteilen Groß-Buchholz (683 Personen), Bemerode (508), Misburg-Nord (445) und Vahrenwald (413). In Kirchrode und Waldheim teilen sich die Polinnen und Polen den ersten Platz mit Einwohnerinnen und Einwohnern kroatischer (jeweils 44 in Kirchrode) bzw. iranischer (jeweils 6 in Waldheim) Staatsangehörigkeit.

In den Stadtteilen Calenberger Neustadt, Linden-Nord und Linden-Süd könnte vor allem bei Spielen der spanischen Nationalmannschaft gefeiert werden. Hier stellen Spanierinnen und Spanier mit 74 (Calenberger Neustadt) bis 168 Personen (Linden-Nord) die stärkste Gruppe eines WM-Teilnehmerstaates. Noch lebhafter könnte allerdings es in den Stadtteilen werden, in denen die meisten Spanierinnen und Spanier leben, ohne die insgesamt stärkste Gruppe zu bilden: so in der List (237), in Vahrenwald (192) und Linden-Süd (172).

Für alle Personen mit einem Pass der mittelamerikanischen Republik Panama würde hingegen ein Wohnzimmer zum Public Viewing reichen. Mehr als neun würden es nicht (davon sieben mit Hauptwohnsitz in der Landeshauptstadt).

Doppelte Staatsbürgerschaft = doppeltes Mitfiebern?

Für den Fall, dass Deutschland nicht den Titel verteidigen kann, besteht für 53.613 Deutsche im Umland noch die Chance, sich am Ende doch als Weltmeister zu fühlen. Dank einer zweiten Staatsangehörigkeit haben sie, sofern sie es mit der entsprechenden Nationalmannschaft halten, noch eine zweite Chance Weltmeister zu werden. Auch bei den Doppelstaatlern wird die größte Gruppe von den Polinnen und Polen gestellt. Bürgerinnen und Bürger aus dem Gastgeberland Russland sind die zweitgrößte Gruppe.

Weite Reise zu Austragungsorten

Das Finale wird am 15. Juli 2018 im Lushnikistadion in Moskau angepfiffen. Der Weg dahin ist aus der Region Hannover weit. Wer an diesem Tag noch halbwegs pünktlich im Stadion sein will (Anstoß 17:00 MESZ) und mit der Bahn anreist, sollte einige Zeit mitbringen. Neunmaliges Umsteigen ist eher die Regel, denn die Ausnahme. Wer die Gruppenspiele der deutschen Nationalmannschaft außerhalb Moskaus verfolgen will, muss als Bahnreisende oder Bahnreisender noch weitere Wege auf sich nehmen. Bis Kasan fährt man von Schneeren aus bis zu 59 Stunden. Bis Sotschi sind es von Stöckendrebber aus sogar über 75 Stunden Fahrzeit.

(Veröffentlicht am 12. Juni 2018, überarbeitet am 15. Juni 2018)