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Symbolbild Feuerwehr Hannover © Ulrich Reinecke Photography

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Drei Blindgänger entschärft

Bombenräumung in der List abgeschlossen

07.05.2017 - Die größte Kampfmittelbeseitigung in der Geschichte Hannovers ist abgeschlossen: Alle Anwohnerinnen und Anwohner können zurück in ihre Wohnungen. Am 7. Mai waren rund 50.000 Personen in den Stadtteilen Vahrenwald, List und Nordstadt aufgerufen, ihre Wohnungen im Rahmen einer Kampfmittelbeseitigungsmaßnahme zu verlassen.

Acht Männer mit drei entschärften Bomben. © LHH (Burkert)

Die Experten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes mit den drei entschärften Bomben.

Im Rahmen der bisher größten Kampfmittelbeseitigungsmaßnahme in der Geschichte Hannovers mussten am 7. Mai fast 50.000 Betroffene ihre Wohnungen verlassen. 2.436 Einsatzkräfte von Hilfsorganisationen, Polizei und Feuerwehr waren bis zum Sonntagabend im Einsatz, um die Maßnahme erfolgreich umzusetzen. Nach Abschluss aller vorbereitenden Sicherheitsmaßnahmen fanden die Spezialisten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes Niedersachsen (KBD) an drei Verdachtspunkten auf dem Baufeld in der Wedelstraße Fliegerbomben aus dem Zweiten Weltkrieg. Die Verdachtspunkte im Bereich des Vahrenwalder Parkes erhärteten sich glücklicherweise nicht. Während eine 5-Zentner- und eine 10-Zentner-Bombe britischer Herkunft problemlos manuell entschärft werden konnten, musste eine weitere britische 5-Zentner-Bombe mit stark beschädigtem Heckzünder mit einem Wasserstrahlschneidgerät entschärft werden. Die Zünder der Bomben konnten um 17:55 Uhr erfolgreich vor Ort gesprengt werden.

Sicherheitsradius von rund 1.000 Metern

Im Zuge von bauvorbereitenden Maßnahmen auf einem Baugrundstück in der Wedelstraße erfolgten großflächige technische Sondierungen, bei denen die Kampfmittelverdachtspunkte lokalisiert wurden. Bei Luftbildauswertungen des Kampfmittelbeseitigungsdienstes Niedersachsen (KBD) im Umfeld des betroffenen Baugrundstückes hatten sich weitere Verdachtspunkte im nahegelegenen Vahrenwalder Park ergeben. Vor einer möglichen Entschärfung oder Sprengung war es erforderlich, einen Sicherheitsbereich mit einem Radius von rund 1000 Metern um die Verdachtspunkte zu evakuieren. Anteilig betroffen von diesem Sicherheitsradius waren die Stadtteile Vahrenwald, List und Nordstadt. Besondere Einrichtungen innerhalb des Sicherheitsbereiches waren unter anderem sieben Alten- und Pflegeeinrichtungen, die Sophienklinik, das Lister Krankenhaus, das Conti-Werk Vahrenwald, der Üstra-Busbetriebshof Vahrenwald, die Zentrale Polizeidirektion Hannover sowie auch die Feuer- und Rettungswache 1.

Um 13:59 Uhr herrschte Sicherheit

Die etwa 50.000 Bewohnerinnen und Bewohner des betroffenen Bereiches waren aufgefordert, um 9:00 Uhr ihre Häuser und Wohnungen zu verlassen. Um 13:59 Uhr meldeten die Räumkräfte Sicherheit im Evakuierungsradius.

Drei Fliegerbomben in der Wedelstraße

Auf der ersten Verdachtsfläche, einem Baufeld in der Wedelstraße, fanden die Spezialisten des KBD drei britische Fliegerbomben, die entschärft werden mussten. Während eine 5-Zentner- und eine 10-Zentner-Bombe problemlos manuell entschärft werden konnten, musste eine weitere 5-Zentner-Bombe mit stark beschädigtem Heckzünder mit einem Wasserstrahlschneidgerät entschärft werden. Die Zünder der Bomben konnten um 17:55 Uhr erfolgreich vor Ort gesprengt werden.

Keine Kampfmittel im Vahrenwalder Park

Auf einer weiter südlich gelegenen zweiten Verdachtsfläche im Bereich des Vahrenwalder Parkes erhärteten sich die Hinweise auf Kampfmittel glücklicherweise nicht.

Evakuierung dauerte fast neun Stunden

Um 17:55 Uhr erfolgte die Aufhebung der Absperrungen im Sicherheitsbereich. Fast neun Stunden nach Beginn der Evakuierung konnten damit alle Bewohnerinnen und Bewohner in ihre Wohnungen zurückkehren.

Rund 1.000 Menschen in den Betreungsstellen

Insgesamt suchten 980 Bürgerinnen und Bürger die im Vorfeld eingerichteten Betreuungsstellen auf. 304 Personen mussten mit Krankentransportwagen in die Betreuungsstellen gebracht werden.

Umfangsreiches Unterhaltungsprogramm für betroffene Bürgerinnen und Bürger

Erstmals wurde von der Landeshauptstadt Hannover bei dieser bisher größten Evakuierungsmaßnahme der Stadtgeschichte ein umfangreiches Kultur- und Unterhaltungsprogramm für die betroffene Bevölkerung organisiert. In vielen städtischen Einrichtungen wurde kostenfreier Eintritt gewährt. Führungen und Rahmenprogramme wurden angeboten. In den Betreuungsstellen wurden vom Spielpark List, von der Musikschule Hannover sowie vom kommunalen Seniorenservice Mitmachaktionen und ein Unterhaltungsprogramm angeboten. Der Bücherbus der Stadtbibliothek steuerte als öffentliche Bibliothek auf Rädern die Betreuungsstellen an. Zusätzlich boten auch viele Veranstalter und Einrichtungen außerhalb der Stadtverwaltung besondere Angebote für die betroffene Bevölkerung an.

OB Schostok dankt allen Einsätzkräften und Helfenden

Ministerpräsident Stephan Weil, Oberbürgermeister Stefan Schostok und Feuerwehrdezernt Harald Härke machten sich während des Tages persönlich ein Bild von den laufenden Evakuierungsmaßnahmen und lobten den Einsatz der mehr als zweitausend, insbesondere ehrenamtlichen, Helferinnen und Helfer sowie die Disziplin der betroffenen Bevölkerung. Oberbürgermeister Stefan Schostok zeigte sich erleichtert über die erfolgreiche Entschärfung von drei Bomben. "Großer Dank im Namen der ganzen Stadt an die Experten der Kampfmittelbeseitigung für ihr besonnenes Vorgehen. Es wurde wieder einmal deutlich, was für einen verantwortungsvollen Job sie machen. Ebenso Dank an die Kolleginnen und Kollegen der Feuerwehr, aus etlichen anderen Bereichen der Verwaltung und an die vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer. Die Zusammenarbeit aller Beteiligten insbesondere auch mit Polizei und Hilfsorganisationen hat hervorragend geklappt. Diese Bombenräumung war die bisher größte, die wir je in Hannover hatten. Die Einwohnerinnen und Einwohner haben sich sehr verständnisvoll verhalten und viel Geduld mitgebracht. Dank auch an die Medien, für ihre engagierte Berichterstattung. Unsere Idee, den Menschen, die aus ihren Quartieren raus mussten, etwas Unterhaltungsprogramm oder freien Eintritt in Museen und viele Dinge mehr anzubieten, ist wunderbar angekommen. Auch viele andere Einrichtungen haben sich beteiligt. Hannover hat diesen herausfordernden Tag gut bewältigt."

Einsatzkräfte über 13 Stunden im Einsatz

Vom Beginn der Evakuierung bis zum Abschluss der Maßnahmen waren die Einsatzkräfte mehr als dreizehn Stunden im Einsatz. Eingesetzt waren insgesamt 2436 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Hilfsorganisationen, Polizei, Kampfmittelbeseitigungsdienst Niedersachsen und der Bundeswehr. Beim Bürgertelefon gingen bis um 19:30 Uhr 2529 Anrufe ein.

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Die Internetredaktion der Landeshauptstadt Hannover hat den Tag in Form eines Live-Tickers verfolgt, den Sie sich hier noch mal ansehen können.

18:00 Uhr – Sicherheitsbereich ist aufgehoben

Die Zünder der drei Bomben wurden erfolgreich gesprengt. Die Bomben sind damit entschärft. Der Sicherheitsbereich ist aufgehoben. Alle Anwohnerinnen und Anwohner können zurück in ihre Wohnungen.

17:43 Uhr – Drei Zünder müssen kontrolliert gesprengt werden

Der Zünder konnte mit dem Wasserstrahlschneidgerät aus der dritten Bombe entfernt werden. Der Sicherheitsbereich wird weiter aufrecht gehalten, da die drei Zünder kontrolliert gesprengt werden müssen.

17:37 Uhr – Besuch des Ministerpräsidenten

Auch Ministerpräsident Stephan Weil besuchte am Nachmittag die Betreuungsstelle in der IGS Büssingweg und sprach mit etlichen Bürgerinnen und Bürgern. Weil dankte der Landeshauptstadt, insbesondere der Feuerwehr und den vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern. "Ich habe vor allem großen Respekt vor den Kollegen des Kampfmittelbeseitigungsdienstes, die sich jetzt an die Entschärfung der drei Bomben machen", so Weil.

17:24 Uhr – Entschärfung der dritten Bombe beginnt

Die Entschärfung mit dem Wasserstrahlschneidgerät tritt jetzt in die heiße Phase ein. Das Freischneiden des Zünders wird in Kürze beginnen.

16:59 Uhr – Viele Anrufe

Mittlerweile sind über 1.100 Anrufe beim Bürgertelefon eingegangen. Viele Fragen drehen sich darum, wie lange die Maßnahme noch dauert. Derzeit gibt es keine Neuigkeiten, die Feuerwehr bittet um Geduld.

16:19 Uhr – Zwei Bomben entschärft

Die erste 5-Zentner- und die 10-Zentner-Bombe sind entschärft. Bei der beschädigten 5-Zentner-Bombe wird der Einsatz des Wasserschneidgerätes vorbereitet.

15:59 Uhr – Betreuungsstellen füllen sich

Zurzeit befinden sich 937 Menschen in den Betreuungsstellen. Das Bürgertelefon verzeichnet bisher 740 Anrufe.

15:31 Uhr – Entschärfung beginnt

Eine 5-Zentner-Bombe und die 10-Zentner-Bombe lassen sich voraussichtlich manuell entschärfen. Die andere 5-Zentner-Bombe ist so stark beschädigt, dass ein Wasserschneidgerät zur Entschärfung eingesetzt werden soll.

15:22 Uhr – Drei Bomben

Neben den beiden 5-Zentner-Bomben wurde noch eine 10-Zentner-Bombe mit Heckaufschlagzünder gefunden. Der Kampfmittelbeseitigungsdienst beginnt derzeit mit der Entschärfung.

15:04 Uhr – Regionalverkehr fährt wieder

Der Regionalverkehr befindet sich wieder weitestgehend im Regelbetrieb. Auf den Fernverkehrslinien gibt es noch einzelne Ausfälle.

14:50 Uhr – Zwei Blindgänger gefunden

Der Kampfmittelbeseitigungsdienst hat die Verdachtspunkte an der Wedelstraße geöffnet. Es wurden zwei britische 5-Zentner-Bomben gefunden, an einem weiteren Verdachtspunkt sind noch weitere Erkundungsmaßnahmen notwendig. Mindestens eine Bombe lässt sich nicht manuell entschärfen. Das weitere Vorgehen wird derzeit geprüft.

14:05 Uhr – Sicherheit ist hergestellt

Die Evakuierung ist abgeschlossen, Sicherheit somit hergestellt. Der Kampfmittelbeseitigungsdienst beginnt nun mit der Öffnung der verbliebenen Verdachtspunkte.

13:41 Uhr – Drei Verdachtspunkte haben sich nicht bestätigt

Im Vahrenwalder Park konnten im Rahmen der Vorbereitungsarbeiten an drei Verdachtspunkten die technischen Sondierungen so weit fortgesetzt werden, dass ein Kampfmittelfund auszuschließen ist. Der Evakuierungsradius bleibt jedoch bestehen – ausgenommen ist die Strecke der Deutschen Bahn AG. Diese prüft derzeit, welche Verbindungen wieder aufgenommen werden können. Zunächst gelten die geplanten Einschränkungen im Zugverkehr weiter. Änderungen werden von der DB AG rechtzeitig mitgeteilt.

13:22 Uhr – Polizeihubschrauber gestartet

Derzeit halten sich 899 Menschen in den Betreuungsstellen auf. Der Polizeihubschrauber ist seit 13 Uhr in der Luft und vergewissert sich, dass sich keine Personen mehr im Evakuierungsgebiet aufhalten. Beim Bürgertelefon sind bisher 460 Anrufe eingegangen.  

13:15 Uhr – Ein Verdachtspunkt hat sich nicht bestätigt

Im Rahmen der vorbereitenden Maßnahmen an einem Verdachtspunkt außerhalb der Wedelstraße konnten die Sondierungsarbeiten weiter vorangetrieben werden. Dabei konnte ausgeschlossen werden, dass die Anomalien durch ein Kampfmittel verursacht werden. Ob deshalb die Sperrung der Bahnstrecke aufgehoben werden kann, wird derzeit geprüft.

12:39 Uhr – Räumung nahezu abgeschlossen

Nach aktuellen Informationen der Feuerwehr ist das Evakuierungsgebiet nahezu geräumt. Bevor Sicherheit hergestellt werden kann, wird aber erst der Polizeihubschrauber Phönix einen Kontrollflug über den Bereich absolvieren – der Hubschrauber ist jedoch noch nicht in der Luft.

12:18 Uhr – OB Schostok: "Wir sind voll im Plan"

Oberbürgermeister Stefan Schostok besuchte am späten Vormittag die Einsatzzentrale und die IGS Büssingweg, wo sich bereits etliche Einwohnerinnen und Einwohner aus dem Räumungsgebiet eingefunden hatten. "Bis jetzt läuft alles sehr gut. Wir sind voll im Plan. Einsatzleitung, die vielen Helferinnen und Helfer machen einen tollen Job," so Schostok. "Diese Bombenräumung ist von der Dimension her die bisher größte, die wir je in Hannover hatten. Deshalb auch die Idee, den Menschen, die aus ihren Quartieren raus müssen, etwas anzubieten. Und das Angebot ist wirklich großartig. Schon jetzt ganz herzlichen Dank allen, die daran mitwirken. Wir drücken aber vor allem den Fachleuten von der Kampfmittelbeseitigung die Daumen, dass die Entschärfung dann reibungslos läuft. Das ist kein einfacher Job. Aber wir haben volles Vertrauen."

11:54 Uhr – Evakuierung geht gut voran

Die Bevölkerung macht bislang sehr diszipliniert mit – die Evakuierung geht daher sehr gut voran. In den Betreuungsstellen befinden sich aktuell etwa 800 Personen.

11:03 Uhr – Informationen für Reisende im Nah- und Fernverkehr

Wer heute noch mit der Deutschen Bahn über bzw. aus Hannover fährt, findet hier Informationen zum Nahverkehr und hier Informationen zum Fernverkehr. Hinweise zum öffentlichen Nahverkehr innerhalb der Stadt stehen auf der folgenden Seite:

10:21 Uhr – Räumung angelaufen

Die Evakuierungsmaßnahmen haben begonnen. Derzeit sind 2.428 Einsatzkräfte von Hilfsorganisationen, Polizei und Feuerwehr im Einsatz. Die Betreuungsstellen werden derzeit noch wenig frequentiert. Um 9:30 Uhr waren circa 220 Menschen vor Ort. Beim Bürgertelefon sind bisher 210 Anrufe eingegangen. 

9:00 Uhr – Evakuierung beginnt

Ab sofort sind alle betroffenen Personen dazu aufgerufen, ihre Wohnungen möglichst zeitnah zu verlassen. Die Betreuungsstellen sind geöffnet.

8:29 Uhr – Evakuierung beginnt um 9 Uhr

Alle Betroffenen wurden vor zwei Wochen postalisch informiert und sind dazu aufgerufen, den Evakuierungsbereich zügig zu verlassen. Die Landeshauptstadt und die Feuerwehr Hannover berichten den ganzen Tag über hier auf hannover.de, auf Twitter sowie auf Facebook über den Fortgang der Maßnahmen.

Die Experten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes Niedersachsen (KBD) können erst mit ihrer Arbeit beginnen, wenn der Sicherheitsbereich vollständig geräumt ist.

Wichtiges auf einen Blick

Maßgeblich für die Evakuierung ist die Straßenliste:

  • Bürgertelefon: 0800 - 731 31 31
  • Anforderung Krankentransport: 19222
  • Unbedingt mitnehmen: Medikamente, Säuglings- oder Spezialnahrung sowie angemessene Kleidung
  • Betreuungsstellen (geöffnet ab 9 Uhr): IGS Büssingweg (Büssingweg 1, 30165 Hannover), IGS Vahrenheide-Sahlkamp (Weimarer Allee 59, 30179 Hannover) sowie Käthe-Kollwitz-Schule (Podbielskistraße 230, 30655 Hannover)

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