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Symbolbild Feuerwehr Hannover © Ulrich Reinecke Photography

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Evakuierung ggf. am 19. August

Kampfmittelverdacht in Nordhafen

Luftbildauswertungen seitens des Kampfmittelbeseitigungsdienstes Niedersachsen sowie technische Sondierungsmaßnahmen im Zuge der Fahrbahnsanierungsarbeiten der BAB 2 im Stadtteil Nordhafen haben gezeigt, dass es sich an einem Verdachtspunkt um einen Bombenblindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg handeln könnte. Zurzeit besteht keine Gefahr für die Anwohnerinnen und Anwohner, der Verdachtspunkt muss jedoch weiter erkundet werden.

Eine weitere Freilegung des Verdachtspunktes ist technisch sehr anspruchsvoll und mit einem hohen Material- und Zeitaufwand verbunden. Die erforderliche Freilegung soll zunächst bis auf einen Meter oberhalb des Verdachtspunktes herangeführt werden, um weitere Sondierungen durchführen zu können. Sollte sich hierbei herausstellen, dass ein Kampfmittelfund ausgeschlossen werden kann, werden die für eine Entschärfung notwendigen Maßnahmen aufgehoben. Erhärten sich hingegen die Anhaltspunkte, so muss der Verdachtspunkt vollständig freigelegt werden. 

Sicherheitsradius von 1.000 Metern

Die entsprechende Öffnung ist zwingend mit einer Evakuierungsmaßnahme verbunden, die sich auf einen Sicherheitsradius von 1.000 Meter bezieht, in dem zirka 1.740 Einwohnerinnen und Einwohner leben. Anteilig betroffen von diesem Sicherheitsradius sind in Hannover die Stadtteile Nordhafen, Vinnhorst und Stöcken sowie in Langenhagen der Stadtteil Schulenburg. Besondere Einrichtungen innerhalb des Sicherheitsbereiches sind unter anderem ein Männerwohnheim und die Handels- und Produktionsbetriebe in den Gewerbegebieten Nordhafen, Schulenburg sowie Schwarze Heide.

Möglicher Termin für Kampfmittelbeseitigung: 19. August 2017

Als möglicher Termin für die Kampfmittelbeseitigung und der damit verbundenen Evakuierung des Sicherheitsbereichs wurde zwischen dem Kampfmittelbeseitigungsdienst Niedersachsen, der Polizeidirektion Hannover, der Landeshauptstadt Hannover und der Stadt Langenhagen einvernehmlich Samstag, 19. August 2017, festgelegt. 

Beginn der Evakuierung um 13 Uhr

Den Sicherheitsbereich innerhalb des Evakuierungsradius müssen alle Personen verlassen, die sich dort aufhalten.

Karte und Straßenliste

Den Sicherheitsbereich innerhalb des Evakuierungsradius müssen alle Personen verlassen, die sich dort aufhalten. Einen Kartenausschnitt mit dem Evakuierungsradius sowie eine Liste der betroffenen Straßen, Wege und Plätze sind dieser Information beigefügt – maßgeblich ist die Straßenliste. Die betroffenen Bewohnerinnen und Bewohner müssen um 13 Uhr ihre Wohnungen verlassen. 

Krankentransporte für gehbehinderte Personen

Gehbehinderte Personen können unter der Rufnummer 19222 einen Krankentransport anfordern. Dieser Personenkreis wird gebeten, notwendige Transporte rechtzeitig vor dem 19. August 2017 anzumelden, damit die Feuerwehr die erforderliche Anzahl von Transportfahrzeugen bereitstellen kann.

Bürgertelefon

Für Fragen steht ein Bürgertelefon unter der Rufnummer 0800 - 731 31 31 zu den folgenden Zeiten zur Verfügung:
• Freitag, 18. August 2017 von 9 bis 15 Uhr sowie
• Samstag, 19. August 2017 von 9 Uhr bis zum Abschluss aller Maßnahmen

Information der Bevölkerung im Evakuierungsbereich

Für die Kampfmittelbeseitigungsmaßnahme werden alle im Sicherheitsbereich betroffenen Haushalte am Samstag, 12. August 2017, mit Informationsblättern und über die Warn-App KATWARN informiert.

Betreuungsstelle in der Grundschule Vinnhorst

Für Einwohnerinnen und Einwohner, die keine andere Aufenthaltsmöglichkeit haben, steht am Tag der Evakuierung die Grundschule Vinnhorst (Vinnhorster Radhausplatz 2, 30419 Hannover) als Betreuungsstelle zur Verfügung. Die Schule ist ab 13 Uhr geöffnet. 

Personentransport zu den Betreuungsstellen

Für den Personentransport in die Betreuungsstellen stehen kostenlos Evakuierungsbusse bereit. Diese fahren ab 13 Uhr in den betroffenen Bereichen ab. Personen können an folgenden Haltestellen zusteigen:
• Stadtbahnhaltestelle Nordhafen
• Schulenburg / Kiefernstraße
• Schulenburger Mühle
• Magdeburger Straße
• Betreuungsstelle

Weitere Informationen und Hinweise

Die mögliche Entschärfung von Fliegerbomben kann erst nach erfolgreicher Umsetzung aller Sicherheitsmaßnahmen erfolgen. Die Feuerwehr Hannover bittet die Einwohnerinnen und Einwohner daher, den Sicherheitsbereich möglichst frühzeitig zu verlassen. Es ist zu berücksichtigen, dass betroffene Personen voraussichtlich erst am Abend in ihre Wohnung zurückkehren können. Verwandte und Freunde sollten gegebenenfalls über die Abwesenheit informiert werden. Notwendige Dinge, wie beispielsweise Medikamente, Säuglings- oder Spezialnahrung sowie angemessene Kleidung sind unbedingt mitzunehmen. Die Feuerwehr Hannover bittet darum, auch alle Nachbarn über die Evakuierungsmaßnahme zu informieren. Vor dem Verlassen der Wohnung ist zu überprüfen, dass Elektro- und Gasgeräte (zum Beispiel Herd, Ofen oder Bügeleisen) ausgeschaltet und alle Wasserhähne geschlossen sind. Brennende Kerzen auf keinen Fall in der Wohnung zurücklassen. Der öffentliche Personennahverkehr steht im Rahmen der Kampfmittelbeseitigung nur eingeschränkt zur Verfügung. 

Aktuelle Informationen rund um die Kampfmittelbeseitigungsmaßnahme

Zeitnahe Hinweise erhalten Sie hier sowie auf der Internetseite der Feuerwehr Hannover (www.feuerwehr-hannover.de). In den sozialen Medien informiert die Landeshauptstadt Hannover über das Twitter-Profil @hannover mit #hannbombe sowie auf der Facebookseite facebook.com/lhhannover. Die Nutzer der Warn-App KATWARN werden innerhalb des Sicherheitsbereiches über den Beginn der Evakuierung und das Ende der Kampfmittelbeseitigungsmaßnahme informiert.

Fahrplanänderung: Regiobuslinien 460 und 461 betroffen

Während der Evakuierungsmaßnahmen bis zum Zeitpunkt der Vollsperrung können Fahrgäste an den Haltestellen Schulenburg/Schulenburger Mühle, Schulenburg/Kiefernstraße und Forst Mecklenheide lediglich in die Busse zusteigen, ein Ausstieg ist an diesen Haltstellen nicht mehr möglich. Während der anschließenden Vollsperrung verkehren die regiobus-Linien 460 und 461 in Fahrtrichtung Nordhafen nur bis Engelbostel/Stadtweg bzw. Schulenburg/Amtsweg und von hier über die L382 und Schwarze Heide zur Umsteigeanlage Stöcken. Auch die Fahrten in Gegenrichtung setzen an der Umsteigeanlage Stöcken ein und fahren dann über den gleichen Weg zurück.
Die Haltestellen Schulenburg/Schulenburger Mühle, Schulenburg/ Kiefernstraße, Forst Mecklenheide und Nordhafen entfallen für die Dauer der Vollsperrung ersatzlos.