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Zwei Autos der Feuerwehr Hannover © Ulrich Reinecke

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Mix aus verschiedenen Warnmitteln

So informiert und warnt die LHH ihre Bevölkerung

Wie wird in der Landeshauptstadt gewarnt? Unsere Warnungen können Sie auf unterschiedlichen Wegen erreichen.

Warnungen erhalten Sie zum Beispiel über:

Grundsätzlich werden sie immer mit einem Mix aus verschiedenen Warnmitteln gewarnt. Das bedeutet, dass nicht nur ein Medium genutzt wird, sondern verschiedene Wege, um Sie zu erreichen.

Wie soll ich mich im Ernstfall verhalten?

Sie haben eine Warnung erhalten – diese Hinweise können Ihnen im Ernstfall helfen. Unser Warntext beinhaltet Angaben zum Schadenereignis, Handlungsempfehlungen und weitergehende Informationen. Helfen Sie mit und beachten zum Beispiel folgende mögliche Hinweise:

  • Ruhe bewahren
  • Gebäude oder Wohnung aufsuchen/verlassen
  • Schließen von Fenster und Türen sowie Abschalten von Lüftungs- und Klimaanlagen.
  • Nachbarn informieren
  • Radio einschalten (Lokalhörfunksender, wie z.B. NDR, bei Stromausfall: Autoradio)
  • Notrufe (110 oder 112) nicht blockieren! Nur im Notfall anrufen!
  • Erreichbarkeit des Bürgertelefons der Landeshauptstadt unter der Rufnummer 0800/7313131
  • Einrichtung von Sammelstellen bei Evakuierungen
  • Weitere Informationsquellen

Das Modulare Warnsystem des BBK

Mit Inbetriebnahme der Regionsleitstelle am neuen Standort Weidendamm ist die Leistelle mit einem Schnittstellenmodul zu MoWaS, dem so genannten Modularen Warnsystem des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe, ausgestattet. Damit kann die Leitstelle im Katastrophenfall anlassbezogen die verschiedenen Warnmittel ansteuern. Dies gilt z.B. für die Warn-Apps wie KATWARN und NINA aber auch die Ansteuerung von Medien wie Fernsehen und Radio ist über das System unmittelbar möglich.

Auf den Warn-Apps erhalten Sie unmittelbar von der Feuerwehr Informationen über Gefahren und wie Sie sich in dem entsprechenden Bereich verhalten sollten. Das gilt nicht nur für den Katastrophenfall, sondern auch bei Großschadenlagen oder bei Evakuierungen infolge von Kampfmittelbeseitigungen. Auch Unwetterwarnungen des Deutschen Wetterdienstes werden über die Apps verbreitet.

Warnung der Bevölkerung in Deutschland, Wer warnt?

In Deutschland ist gesetzlich geregelt, wer amtlich warnen muss. Abhängig von der Art der Gefahr sind das unterschiedliche Behörden. Bei einigen Ereignissen geben auch mehrere Behörden gleichzeitig Warnungen und Gefahreninformationen heraus, zum Beispiel bei Evakuierungen. Das macht es für Betroffene manchmal schwierig, die Quelle der Warnung zu erkennen. In amtlichen Warnungen ist deshalb immer klar gekennzeichnet, wer die Warnung herausgegeben hat.

Der Bund

Den Warnauftrag der Bundesregierung führen verschiedene Bundesbehörden aus. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) ist für gefährliche Wetterlagen zuständig. Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrografie (BSH) übernimmt den Bereich Gezeiten, Wasserstand und Sturmflut, und das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) informiert über alles rund um Cyber-Attacken, Viren und Trojaner. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) würde die betroffene Bevölkerung bei Kriegsgefahren warnen, zum Beispiel bei einem Raketenangriff. Das BBK ist auch der Betreiber des Modularen Warnsystems.

Die Bundesländer

In jedem Lagezentrum der 16 Bundesländer steht eine Station des Modularen Warnsystems. Das jeweilige Bundesland unterstützt, wenn die Auswirkungen einer Gefahr so groß sind, dass Städte und Landkreise sie nicht allein bewältigen können. Die Lagezentren der Landesregierungen organisieren und koordinieren dann die nötigen Mittel. Damit sind sie auch für die Warnungen zuständig. Darüber hinaus würden die Länder den Bund in Falle von Kriegsgefahren mit ihren Warnmitteln bei der Warnung der Bevölkerung unterstützen.

Hochwasserzentralen

Jedes Bundesland betreibt eigene Hochwassermeldedienste, die über den Wasserpegel von Flüssen und Seen informiert. Diese Informationen werden über eine gemeinsame Webseite der Bundesländer und über verschiedene Apps veröffentlicht. Sollten die Wasserpegel gefährlich hoch werden, wird eine amtliche Warnung ausgesprochen.

Deutscher Wetterdienst

Der Deutsche Wetterdienst gibt als nationaler Wetterdienst der Bundesrepublik Deutschland amtliche Warnungen vor gefährlichen Wetterlagen heraus: etwa Stürme, Starkregen, Gewitter, Hitze- und Kältewellen. Meteorologen – Wetterexperten – beobachten die Wetterentwicklung rund um die Uhr. Wann und ob aus einer Vorhersage eine Frühwarnung oder Warnung wird, ist anhand von Schwellenwerten genau definiert.