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Symbolbild Feuerwehr Hannover © Ulrich Reinecke Photography

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80 Jahre Tätigkeit im Feuerlöschwesen

Eine ganz besondere Ehrung für Heinrich Becker

Am 30.04.2016 wurde erstmalig ein Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Hannover für seine 80-jährige Tätigkeit im Feuerlöschwesen geehrt. Im Alter von 104 Jahren erhielt Kamerad Heinrich Becker das Ehrenzeichen des Landesfeuerwehrverbandes Niedersachsen.

Feuerwehrdezernent Harald Härke nahm im Rahmen einer Jubiläumsfeier die Ehrung des 104-jährigen Kameraden Heinrich Becker vor und dankte ihm für seinen unermüdlichen ehrenamtlichen Einsatz © C.Wiethe

Feuerwehrdezernent Harald Härke nahm im Rahmen einer Jubiläumsfeier die Ehrung des 104-jährigen Kameraden Heinrich Becker vor und dankte ihm für seinen unermüdlichen ehrenamtlichen Einsatz

Die Feierlichkeiten im Seniorenzentrum St. Martinshof

Feuerwehrdezernent Harald Härke nahm im Rahmen einer Jubiläumsfeier die Ehrung des 104-jährigen Kameraden Heinrich Becker vor und dankte ihm für seinen unermüdlichen ehrenamtlichen Einsatz für die Ortsfeuerwehr Misburg. „Heinrich Becker hat ehrenamtliches Engagement gelebt und dadurch insbesondere die Feuerwehr Misburg entscheidend geprägt“, so Stadtrat Härke.

Der 104-jährige Heinrich Becker, der auch Träger des Deutschen Feuerwehrehrenkreuzes ist, bekam von Stadtrat Härke das Ehrenzeichen des Landesfeuerwehrverbandes Niedersachsen für 80-jährige Tätigkeit im Feuerlöschwesen überreicht.

Ihren Dank und Ihre Anerkennung brachten auch Hannovers Feuerwehrchef Claus Lange, Stadtbrandmeister Michael Wilke, der Ortsbrandmeister der Ortsfeuerwehr Misburg Michael Psarrianos sowie die stellv. Bezirksbürgermeisterin Uta Engelhardt zum Ausdruck.

Außerdem waren die Mitglieder aller Abteilungen der Ortsfeuerwehr Misburg – Einsatzabteilung, Alters- und Ehrenabteilung, Jugendfeuerwehr, Kinderfeuerwehr und Musikzug – angetreten.

Zur Person Heinrich Becker

Der gebürtige Misburger Heinrich Becker trat am 19. April 1936 in die Freiwillige Feuerwehr Misburg ein.

Während des 2. Weltkrieges wurde er im Februar 1940 in das Feuerschutzpolizeiregiment „Sachsen“ eingezogen und bei Bränden in Kriegsgebieten eingesetzt. In Folge seines Einsatzes geriet er in russische Kriegsgefangenschaft, aus der er erst 1947 wiederkehrte.

Fortan wirkte er wieder aktiv in der Feuerwehr Misburg mit und wurde 1958 zum Gemeindebrandmeister der damals eigenständigen Gemeinde Misburg gewählt. 1963 erfolgte mit der Verleihung der Stadtrechte an die Gemeinde Misburg die Ernennung zum Stadtbrandmeister. Die Führung der Feuerwehr Misburg nahm er bis 1974 wahr. Nach der Eingemeindung der Stadt Misburg in die Landeshauptstadt Hannover legte er die Geschicke der Ortsfeuerwehr in die Hände jüngerer Führungskräfte und wechselte als Ehrenmitglied in die Alters- und Ehrenabteilung.

In den 16 Jahren, in denen er die Ortsfeuerwehr leitete, hat diese eine rasante Entwicklung erlebt. So erfolgte beispielsweise 1961 die Einweihung des Feuerwehrhauses und 1965 wurde die erste Drehleiter in Misburg stationiert.