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Symbolbild Feuerwehr Hannover © Ulrich Reinecke Photography

Bombenfund

Fliegerbombe in Misburg gesprengt

Die Fünf-Zentner-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg konnte in den frühen Morgenstunden des 30. Juli erfolgreich gesprengt werden. Rund 8000 Personen waren im Vorfeld aufgefordert worden, den Sperrbereich am Fundort in Misburg zu verlassen.

03:45 Uhr: Abschlussmeldung: Die Kampfmittel­beseitigungs­maßnahme ist beendet.

Bei Sondierungsarbeiten in der Nienhagener Straße (Stadtteil Misburg Nord) wurde am Nachmittag des 29. Juli eine 250 Kilogramm schwere amerikanische Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg freigelegt. Die Bombe mit zwei Aufschlagzündern musste noch in der Nacht unschädlich gemacht  werden.

Vor der Entschärfung war es erforderlich, einen Sicherheitsbereich mit einem Radius von 1000 Meter um den Bombenfundort zu evakuieren. Die etwa 8000 Bewohnerinnen und Bewohner des betroffenen Bereiches waren aufgefordert, um 20:00 Uhr ihre Häuser und Wohnungen zu verlassen.

Insgesamt kamen 423 Bürgerinnen und Bürger in die im Vorfeld eingerichtete Betreuungsstelle in die Sporthallen des Schulzentrums Misburg in der Ludwig-Jahn-Straße. Insgesamt 95 Personen mussten mit Krankentransportwagen in die Betreuungsstelle gebracht werden. Die Betroffenen in der Betreuungsstelle zeigten, trotz der wiederholten Räumung innerhalb von 10 Tagen, Verständnis für die Einsatzmaßnahmen und verhielten sich sehr diszipliniert. Im Sicherheitsbereich befanden sich auch sieben Alten- und Pflegeheime, die komplett evakuiert werden mussten. Die insgesamt 217 Bewohnerinnen und Bewohner wurden mit Krankentransportwagen und Evakuierungsbussen in die Betreuungsstelle transportiert.

Nach Abschluss der Evakuierung konnte der Kampfmittelbeseitigungsdienst Niedersachsen (KBD) 00:26 Uhr die Arbeit an der Bombe aufnehmen. Die Arbeiten mussten aber bereits nach vier Minuten wieder für kurze Zeit eingestellt werden, da sich noch eine Person im Sicherheitsbereich befand. Nachdem der Heckzünder der Bombe vom KBD erfolgreich entfernt werden konnte, stellte der Sprengmeister fest, dass sich der zweite Zünder nicht lösen ließ. Die Bombe musste daher vor Ort kontrolliert gesprengt werden.

Die Sprengung erfolgte, nachdem die Bombe mit Erdreich und zwei großen Wasserblasen verbaut worden war, um  2:42 Uhr.

Vom Eingang der ersten Meldung bis zum Abschluss der Maßnahmen war die Feuerwehr Hannover über 15 Stunden im Einsatz. Eingesetzt waren insgesamt 620 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Hilfsorganisationen, Polizei und KBD. Beim gemeinsamen Bürgertelefon von Feuerwehr Hannover, Region Hannover und Polizei gingen bis 03:00 Uhr 1375 Anrufe ein.

03:00 Uhr: Die Bewohner können zurückkehren.

Die Kampfmittelbeseitigungsmaßnahme konnte erfolgreich beendet werden. Alle Bewohnerinnen und Bewohner können in den Sperrbereich zurückkehren. 

02:45 Uhr: Die Bombe wurde gesprengt.

Die Bombe ist gesprengt worden. Die Einsatzkräfte kontrollieren derzeit den Ort der Sprengung und die Umgebung. Erst nach der Freigabe durch den Kampfmittelbeseitigungsdienst kann die Bevölkerung in den Sicherheitsbereich zurückkehren.

01:00 Uhr: Die Bombe muss kontrolliert gesprengt werden.

Der Kampfmittelbeseitigungsdienst konnte einen Zünder der Bombe entfernen. Der zweite Zünder lässt sich jedoch nicht entschärfen. Die kontrollierte Sprengung vor Ort muss vorbereitet werden. Die Maßnahmen werden noch mindestens eine Stunde andauern.

00:40 Uhr: Sicherheit wiederhergestellt

Der Sicherheitsbereich ist wieder geräumt. Die Arbeiten an der Bombe können fortgesetzt werden.

00:30 Uhr: Sicherheit unterbrochen

Die Entschärfungsmaßnahmen mussten unterbrochen werden, da im Sicherheitsbereich Personen aufgetaucht sind.

00:26 Uhr: Sicherheit wurde festgestellt

Die Räumung des Sicherheitsbereiches ist abgeschlossen. Der Polizeihubschrauber Phoenix konnte nach einem Überflug über das Sperrgebiet Sicherheit feststellen. Die Spezialkräfte des Kampfmittelbeseitigungsdienstes beginnen jetzt mit der Entschäfung der Bombe.

23:30 Uhr: Unwettereinsätze im Stadtgebiet

Parallel zur laufenden Kampfmittelbeseitigungsmaßnahme musste die Feuerwehr Hannover zehn Unwettereinsätze in den südlichen Stadtteilen abarbeiten. Gegen 21 Uhr zog eine Starkregenfront über das südliche hannoversche Stadtgebiet. In der Folge wurden der Feuerwehr Hannover zehn Einsätze in den Stadtteilen Waldheim, Wülfel und Mittelfeld gemeldet. Insbesondere in der Dorfstraße in Wüfel und dem Wülferoder Weg in Mittelfeld wurden mehrere Keller und Garagen überflutet.

Die Regionsleitstelle setzte vier Hilfeleistungslöschfahrzeuge der Berufsfeuerwehr sowie die freiwilligen Ortsfeuerwehren Bornum, Ricklingen und Badenstedt ein, um die anfallenden Einsätze abzuarbeiten. Neben vollgelaufenen Kellern und Garagen war ein Fahrstuhlschacht eines Seniorenwohnheimes im Stadtteil Mittelfeld auszupumpen und in einem Gewerbebetrieb in Wülfel eine ölhaltige Flüssigkeit aufzufangen.

Nach etwa 1,5 Stunden waren die unwetterbedingten Einsätze abgearbeitet. Die weitere Entwicklung des Wetters wird vom Stab Außergewöhnliche Ereignisse, der anlässlich der Kampfmittelbeseitigungsmaßnahme eingerichtet wurde, weiterhin beobachtet.

22:30 Uhr: Die Evakuierung geht planmäßig voran.

Die Evakuierung läuft derzeit planmäßig ab. Der Räumungsbereich wird systematisch von den Einsatzkräften der Polizei und der Feuerwehr abgegangen. Derzeit haben sich etwa 400 Betroffene in der Betreuungsstelle eingefunden, 170 Bewohnerinnen und Bewohner aus den Alten- und Pflegeheimen werden zusätzlich betreut. 

20:15 Uhr: Beginn der Evakuierung.

Die Feuerwehr Hannover bittet die Bevölkerung darum, den Sperrbereich zügig zu verlassen, damit die Räumung problemlos durchgeführt werden kann. Die Transporte der 230 Bewohnerinnen und Bewohner der betroffenen Alten- und Pflegeheimen in die Betreuungsstelle sind ebenfalls angelaufen.

Beim Bürgertelefon der Feuerwehr sind bisher 500 Anrufe eingegangen.

19:20 Uhr: Das Bürgertelefon der Feuerwehr wird rege genutzt

Bis 19:00 Uhr sind bereis 350 Anrufe eingegangen. Die Vorbereitungen für die Evakuierungsmaßnahme laufen im vollen Gange. Es werden nach jetzigem Planungsstand etwa 500 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Hilfsorganisationen und Polizei zum Einsatz kommen.

18:30 Uhr Für den Personentransport in die Betreuungsstelle werden Haltestellen eingerichtet und ab 20:00 Uhr stehen Busse für den Transport bereit

Für den Personentransport in die Sammelstelle stehen kostenlos Busse bereit. Diese fahren den betroffenen Bereich ab. Personen können an folgenden Haltestellen zusteigen:

  1. Betreuungstelle
  2. Meyers Garten
  3. Hannoversche Straße / Steinbruchstraße
  4. Am Seelberg / Am Alten Friedhof
  5. Anderter Straße / Ludwig-Jahn-Straße

Sammelstelle:  Schulzentrum Misburg Sporthalle (ehem. BBS 4), Ludwig-Jahn-Straße, Misburg

         

17:30 Uhr: Evakuierung von Alten- und Pflegeheimen erforderlich

Aus dem Sicherheitsbereich um den Fundort der Bombe müssen rund 230 Personen aus sieben Alten- und Pflegeheimen evakuiert werden.

15:00 Uhr: Erneuter Bombenfund in Misburg-Nord

Zurzeit werden die Vorbereitungen für die erforderliche Entschärfung getroffen. Ein Kartenausschnitt mit dem Evakuierungsradius sowie eine detaillierte Straßenliste zum Herunterladen finden Sie unten.

Der Bereich innerhalb des Evakuierungsradius muss evakuiert werden. Die Bewohner werden gebeten, um 20 Uhr ihre Wohnung zu verlassen. Eine Sammelstelle wird in den Sporthallen des Schulzentrums Misburg in der Ludwig-Jahn-Straße eingerichtet.

Gehbehinderte Personen können unter der Rufnummer 19222 einen Krankentransport anfordern.

Für Fragen ist ein Bürgertelefon unter der Rufnummer 0800 /  7 31 31 31 eingerichtet.

Die erforderliche Entschärfung der Fliegerbombe kann erst nach erfolgreicher Umsetzung aller Sicherheitsmaßnahmen erfolgen. Die betroffenen Bürgerinnen und Bürger können voraussichtlich erst nach Mitternacht in ihre Wohnung zurückkehren und werden daher gebeten, alle unbedingt für sie notwendige Dinge, wie z. B: Medikamente, Säuglings- oder  Spezialnahrung sowie angemessene Kleidung mitzunehmen und auch ihre Nachbarn über die Evakuierungsmaßnahme zu informieren.

Wir informieren auch über Rundfunkdurchsagen sobald die Bombenräumung abgeschlossen ist.