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Symbolbild Feuerwehr Hannover © Ulrich Reinecke Photography

Neue Feuer- und Rettungswache in der Nordstadt

Inbetriebnahme des ersten Bauabschnittes

01.07.2014 - Neubau der Feuer- und Rettungswache 1 am Weidendamm – Inbetriebnahme des ersten Bauabschnittes – Start der zweiten Stufe in der Erweiterung der Kooperation zwischen dem Continental-Konzern und der Landeshauptstadt Hannover

Inbetriebnahme des ersten Bauabschnitts

Die Landeshauptstadt Hannover und der Continental-Konzern bauen ihre Kooperation beim abwehrenden Brandschutz aus. Heute nahmen Feuerwehrdezernent Dr. Marc Hansmann und der Leiter Konzernsicherheit der Continental AG Frank Busch gemeinsam mit Hannovers Feuerwehrchef Claus Lange die neue Feuer- und Rettungswache 1 am Weidendamm in Betrieb. Die Feuerwehr Hannover sichert ab heute an allen drei hannoverschen Continental-Standorten in Stöcken, Vinnhorst und Vahrenwald den abwehrenden Brandschutz und die technischen Hilfeleistung.

Der erste Bauabschnitt der neuen Feuer- und Rettungswache ist für rund 100 MitarbeiterInnen vorgesehen. Drei Wachabteilungen besetzen zukünftig im Wechselschichtdienst 19 Einsatzfunktionen;  - rund um die Uhr, auch an Wochenenden und Feiertagen. In den Fahrzeughallen werden 20 Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr stationiert. An diesem exponierten Standort am Eingang zur Nordstadt und in Sichtweite des Continental-Standorts Vahrenwald integriert sich der Neubau hervorragend in das städtebauliche Umfeld.  Die Continental AG finanziert den Neubau der Feuer- und Rettungswache Weidendamm mit zehn Millionen Euro.

„Mit der Inbetriebnahme der neuen Feuer- und Rettungswache 1 erfüllt die Feuerwehr Hannover nicht nur die Vorgaben der Aufsichtsbehörde  für den operativen Brandschutz im Continental-Werk Vahrenwald, auch die baulichen Voraussetzungen für unsere Feuerwehr werden mit diesem Neubau deutlich verbessert“, sagte Feuerwehrdezernent  Dr. Marc Hansmann.

Mit der Indienstnahme des ersten Bauabschnittes der neuen Feuer- und Rettungswache startet die zweite Stufe der bewährten Kooperation mit der Übernahme der abwehrenden Werkfeuerwehraufgaben nun auch im Continental-Werk Vahrenwald. Dazu ist der Löschzug der Feuer- und Rettungswache 1 am Weidendamm um zwei rund um die Uhr besetzte Einsatzfunktionen verstärkt worden. Weitere Mitarbeiter der nach wie vor bestehenden Continental-Werkfeuerwehr sind zur Feuerwehr Hannover gewechselt.

„Die neue Feuer- und Rettungswache Weidendamm in Sichtweite unseres Werks an der Philipsbornstraße verbessert den Brandschutz an allen drei hannoverschen Continental-Standorten deutlich. Zum einen durch die räumliche Nähe. Zum anderen durch die Mitarbeiter unserer Werkfeuerwehr, von denen ab heute einige ein Teil der Feuerwehr Hannover sind und die Örtlichkeiten bei Continental bestens kennen. Das zahlt sich im Ernstfall aus und gibt Sicherheit“, betonte Frank Busch, Leiter Konzernsicherheit der Continental AG. Trotz der Kooperation besteht die Werkfeuerwehr von Continental weiterhin fort. Sie konzentriert sich künftig vor allem auf ihre Kompetenzen im vorbeugenden Brandschutz.

„Dieses Kooperationsprojekt zwischen der Landeshauptstadt Hannover und der Continental AG hat sich als Erfolgsmodell bewährt“, erklärte Claus Lange, Chef der hannoverschen Brandschützer. „Eine solche Zusammenarbeit zwischen einer Werk- und einer Berufsfeuerwehr ist bundesweit richtungsweisend.“

Die Eckpunkte zum ersten Bauabschnitt

  • Für den Neubau der Feuer- und Rettungswache Weidendamm hatte die Stadt Hannover einen EU-weiten Architektenwettbewerb durchgeführt und unter 18 Wettbewerbsbeiträgen dem Entwurf von struhk architekten aus Braunschweig den ersten Preis zugesprochen. Im Juni 2012 wurde der Siegerentwurf öffentlich vorgestellt.
  • Bauherr und Projektsteuerung: Fachbereich Gebäudemanagement
  • Planung und Bauleitung: struhk architekten, Braunschweig
  • Grundstücksgröße: 28.341 qm.
  • Der Baubeginn erfolgte mit der Baustelleneinrichtung für die Tiefbauarbeiten am 13. Mai 2013.
  • Nutzfläche für den ersten Bauabschnitt: ca. 4400 qm.
  • Erstellt werden Dienstgebäude für den abwehrenden Brand- und Gefahrenschutz sowie Rettungsdienst einschließlich einer Wasch- und Desinfektionshalle für Einsatzfahrzeuge.
  • Die Gebäudehülle wird mit Ausnahme der Fahrzeughallenbereiche nach den Anforderungen des Passivhausstandards errichtet.
  • Der erste Bauabschnitt ist vorgesehen für ca. 100 MitarbeiterInnen. Drei Wachabteilungen besetzen dazu im Wechselschichtdienst 19 Einsatzfunktionen rund um die Uhr, auch an Wochenenden und Feiertagen. 10 MitarbeiterInnen sind im Tagesdienst.
  • In den Fahrzeughallen werden bis zu 20 Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr stationiert.
  • Die Investitionskosten für den Neubau der Feuer- und Rettungswache (erster Bauabschnitt) betragen 10 Mio. Euro zuzüglich der Umsatzsteuer.
  • Neben den Dienstgebäuden werden 56 Stellplätze für PKW sowie überdachte Fahrrad- und Motorradstellplätze angelegt.
  • Für Großeinsätze wird ein ca. 1000 qm großer Sammelplatz angelegt. Die Errichtung der Parkplätze sowie auch des Sammelplatzes ist durch die Unterstützung der Ausbildungswerkstatt des Fachbereiches Umwelt- und Stadtgrün erfolgt.

Die Fertigstellung und Inbetriebnahme des zweiten Bauabschnittes ist im Jahr 2017 geplant. Dieser Bauabschnitt soll dann die Regionsleitstelle Hannover, die Lage- und Führungszentrale der Polizeidirektion Hannover sowie weitere Funktionsdienste des Fachbereiches Feuerwehr aufnehmen. Dazu ist die Verwaltung beauftragt, die weitere Planung zur Vorbereitung und Durchführung der Ausschreibung als Öffentlich -Private- Partnerschaft (ÖPP) zu veranlassen, das entsprechende Verhandlungsverfahren durchzuführen und das Ergebnis den Ratsgremien zur Beschlussfassung vorzulegen.

Die neuen Nachbarn stellen sich vor - Der Nachbarschaftsdialog -

Liebe Nachbarn,

im Zusammenhang mit dem Betrieb der neuen Feuer- und Rettungswache 1 sind viele Maßnahmen getroffen worden, um ein möglichst störungsfreies Miteinander zu gewährleisten. Für den Lärmschutz sind neben verschiedenen umgesetzten baulichen Maßnahmen insbesondere die Lichtzeichenanlagen so gesteuert, dass Einsatzfahrzeuge im Alarmfall ohne Einsatzhorn ausrücken können. Egal ob es brennt, ein Verkehrsunfall passiert, sich jemand verletzt oder Hochwasser über viele Tage Hab und Gut bedroht – die Feuerwehr unserer Landeshauptstadt hilft schnell und ist wichtiger Teil der  Daseinsvorsorge und kommunalen Infrastruktur. Um die schnelle Hilfe zu gewährleisten, müssen unsere Einsatzfahrzeuge jederzeit ungehindert und sicher ausrücken können. Aus diesem Grund ist es notwendig, im Bereich unserer Ausfahrten Halteverbotszonen einzurichten. Wir bitten in sofern um Verständnis für die erforderlichen verkehrsbeeinflussenden Maßnahmen.

Im Herbst diesen Jahres wird die neue Feuer- und Rettungswache 1 ihre Tore für Sie öffnen. Wir werden Sie über den Termin für einen „Tag des Nachbarschaftsdialoges“ informieren, sobald wir uns auf der neuen Wache eingerichtet haben. Sie erhalten damit die Gelegenheit, einmal hinter die Kulissen einer modernen Großstadtfeuerwehr zu schauen.

Haben Sie Fragen zur neuen Feuer- und Rettungswache 1 oder allgemein zur Feuerwehr Hannover - wir stehen Ihnen unter den angegebenen Kontaktdaten gerne zur Verfügung.

Auf gute Nachbarschaft, Ihr Team Feuerwehr Hannover.

Feuer- und Rettungswache 1
Brandschutzbezirksleiter Martin Barczak
Weidendamm 50
30167 Hannover
Telefon: 0511-912 1521

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Michael Hintz
Feuerwehrstraße 1
30169 Hannover
Telefon: 0511-912 1293

E-Mail: Feuerwehr.Pressestelle@Hannover-Stadt.de