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Symbolbild Feuerwehr Hannover © Ulrich Reinecke Photography

Kellerbrände

Zwei Kellerbrände fordern hannovers Brandschützer am Sonntagabend

29.06.2014 -In den frühen Abendstunden kam es in Kleefeld zu einem ausgedehnten Kellerbrand. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte schlugen die Flammen bereits aus einem Kellerfenster und drohten auf das Erdgeschoss überzugreifen. 30 Bewohner aus insgesamt drei Hauseingängen des 4-geschossigen Wohnblocks wurden evakuiert. Rund 3 Stunden später ging der Notruf zu einem weiteren Kellerbrand in Oberricklingen ein. Da sich der Brandrauch auch hier bereits in den Treppenraum des Wohn- und Geschäftshauses ausgebreitete und die Bewohner gefährdete, wurde ebenfalls Alarmstufe zwei ausgelöst.

Kellerbrand in der Berckhusenstraße

Gegen 16:55 Uhr ging der Notruf zu einem Kellerbrand in der Berckhusenstraße im Stadtteil Kleefeld in der Regionsleitstelle Hannover ein. Aufgrund der Hinweise auf bereits aus einem Kellerfenster schlagenden Flammen erfolgte die Alarmierung von zwei Löschzügen der Berufsfeuerwehr, der Ortsfeuerwehr Kirchrode sowie des Rettungsdienstes. Die bereits nach sechs Minuten eintreffenden Brandschützer konnten die geschilderte Lage bestätigen, leiteten umgehend die Brandbekämpfung ein und kontrollierten die Wohnungen im betroffenen Hauseingang. Nahezu alle Bewohner hatten sich bereits ins Freie gerettet. Lediglich eine gehbehinderte Dame verblieb in ihrer Wohnung im Obergeschoss und wurde durch Einsatzkräfte der Feuerwehr betreut.

Um ein Flammenüberschlag in eine Erdgeschoßwohnung zu verhindern, erfolgte die Niederschlagung der aus dem Kellerfenster lodernden Flammen mit einem Strahlrohr von außen. Ein weiteres Strahlrohr wurde im Innenangriff im Keller des Mehrfamilienhauses vorgenommen. Ein Atemschutztrupp bekämpfte das Feuer im Keller.

Weitere Trupps kontrollierten die Wohnungen in diesem Hauseingang.

Da sich der Brandrauch auch in die Kellerräume benachbarter Hauseingänge auszubreiten drohte, wurden Wohnungen in zwei weiteren Hauseingängen geräumt und die Kellerbereiche kontrolliert. Insgesamt 30 Personen hatten ihre Wohnungen verlassen. Verletzte Personen waren bei diesem Einsatz glücklicherweise nicht zu verzeichnen.

Nach rund 30 Minuten war das Feuer nahezu gelöscht. Bei Nachlöscharbeiten entfernten die Brandschützer diverse Gegenstände aus dem Keller, um Glutnester ablöschen zu können. Mithilfe von Hochleistungslüftern wurde der giftige Brandrauch aus Treppenraum und Kellern entfernt. Durch das Feuer war auch die Strom- und Gasversorgung des Wohnblocks betroffen. Nachdem kurzzeitig der Energieversorger enercity den gesamten Wohnblock stromlos schaltete, konnte die Trennung von der Strom- und Gasversorgung auf dem vom Brand betroffenen Hauseingang beschränkt werden.

Die Berckhusenstraße war während der Einsatzmaßnahmen der Feuerwehr voll gesperrt. Um 18:45 Uhr erfolgte die Übergabe der Einsatzstelle an die Kriminalpolizei zur weiteren Ermittlung der Brandursache. Die Bewohner konnten zwischenzeitlich in ihre Wohnungen zurückkehren.

Kellerbrand in einem Wohn- und Geschäftshaus in der Göttinger Chaussee

Gegen 19:45 Uhr ging der Notruf zu einem weiteren Kellerbrand in der Göttinger Chaussee im Stadtteil Oberricklingen in der Regionsleitstelle Hannover ein. Aufgrund der Hinweise auf Brandrauch, der sich auch hier bereits in den Treppenraum des Wohn- und Geschäftshauses ausgebreitete und die Bewohner gefährdete, wurde ebenfalls Alarmstufe zwei ausgelöst. Die Regionsleitstelle alarmierte zwei Löschzügen der Berufsfeuerwehr, die Ortsfeuerwehren Bornum und Ricklingen sowie den Rettungsdienst. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte hatten bereits alle Bewohner das Haus verlassen. Auch ein Lokal und ein Kiosk im Erdgeschoss waren geräumt.

Ein Anwohner, der vermutlich Rauchgase eingeatmet hatte, wurde von Rettungsassistenten untersucht, ein Transport in ein Krankenhaus war jedoch nicht erforderlich. Die Brandbekämpfung erfolgte umgehend mit einem Atemschutztrupp, der über den Kellereingang im Hinterhof vorging. Mit Wasser konnte das Feuer in einem Kellerraum gelöscht werden.

Eine zusätzliche Gefahr ging von zwei Gasflaschen aus, die sich im Brandraum befanden. Diese wurden von den Brandschützern geborgen und im Hinterhof mit Wasser gekühlt. Der giftige Brandrauch wurde durch den Einsatz eines Hochleistungslüfters aus Gebäude entfernt.

Durch den Energieversorger Enercity wurde das Wohn- und Geschäftshaus von der Gasversorgung getrennt und stromlos geschaltet. Nach rund einer Stunde Einsatzdauer erfolgte die Aufhebung der Sperrung der Göttinger Chaussee. Auch die Bewohner konnten in ihre Wohnungen zurückkehren, nachdem die Einsatzmaßnahmen der Feuerwehr abgeschlossen waren. Aufgrund der abgeschalteten Gas- und Stromversorgung kamen einige von den Bewonern bei Bekannten oder Verwandten unter. Das Lokal im Erdgeschoss sowie der Kiosk konnten den Betrieb an diesem Abend nicht wieder aufnehmen.

Der Sachschaden beträgt nach ersten Schätzungen etwa 10.000 Euro. Personen wurden nicht verletzt. Zur Ermittlung der Brandursache hat die Polizei Ermittlungen aufgenommen.

Feuerwehr und Rettungsdienst Hannover waren bei den Kellerbränden in Kleefeld und Oberricklingen mit 100 Einsatzkräften und 30 Fahrzeugen im Einsatz.