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Symbolbild Feuerwehr Hannover © Ulrich Reinecke Photography

2.000 neue Garnituren

Neue Schutzkleidung bei der Feuerwehr

09.05.2014 - Die Auslieferung der neuen sandfarbenen Schutzausrüstung für die hannoverschen Brandschützer hat begonnen. Die Ausstattung aller hauptberuflichen und ehrenamtlichen Einsatzkräfte der Feuerwehr Hannover mit 2.000 Garnituren erfolgt in mehreren Lieferungen und wird bis Ende 2014 abgeschlossen sein. Ein hohes Maß an Funktionalität, Tragekomfort und Sicherheit wird durch die neue Schutzkleidung für die Einsatzkräfte der hannoverschen Feuerwehr gewährleistet.

Mit Einführung der neuen Schutzkleidung für die Feuerwehr Hannover wird ein hohes Maß an Funktionalität, Tragekomfort und Sicherheit für die Einsatzkräfte unserer Feuerwehr gewährleistet. Damit sind die Einsatzkräfte auch  in Extremsituationen wie starke Hitzebeaufschlagung im Brandeinsatz oder  lang andauernden Einsätzen unter extremen Witterungsbedingungen (Kälte, Dauerregen) bestens geschützt.

Auch die gesetzlichen/arbeitsschutzrechtlichen Vorgaben für Feuerwehrschutzkleidung sind in Niedersachsen auf Basis europaweit geltender Normen angehoben worden. Die Neue Feuerwehrschutzkleidung entspricht diesen Anforderungen voll umfänglich.

Die neue sandfarbene Feuerwehrschutzkleidung

Die neue sandfarbene Schutzkleidung bietet gegenüber der alten schwarzen Schutzkleidung eine verbesserte Nacht- und Dämmerungssichtbarkeit und damit eine Erhöhung des passiven Schutzes. Die hellere Schutzkleidung heizt sich weniger stark auf, damit erhöht sich Tragekomfort und Sicherheit durch verminderten Wärmestau. Durch den hohen Anteil an retroreflektierenden Flächen müssen im Feuerwehreinsatz auf Hannovers Straßen auch keine Warnwesten mehr getragen werden.

Der Beschaffungsvorgang

Die Auslieferung der neuen sandfarbenen Schutzausrüstung für die Feuerwehr Hannover hat am 25. April 2014 begonnen. Die Ausstattung aller rund 1.350 hauptberuflichen und ehrenamtlichen Einsatzkräfte der Feuerwehr Hannover mit 2.000 Garnituren erfolgt in mehreren Lieferungen und wird bis Oktober 2014 abgeschlossen sein.

Das Beschaffungsprojekt bei der Feuerwehr Hannover startete im Januar 2012 mit einer Sondierungsphase zur Ermittlung der Leistungskriterien für eine Ausschreibung unter Beteiligung des Örtlichen Personalrates, des Medizinischen Dienstes der Feuerwehr, eines Projektteams der Feuer- und Rettungswachen, der Arbeitssicherheit der LHH und des für die persönliche Schutzausrüstung verantwortliche Sachgebietes  der Feuerwehr. Die verschiedenen Modelle der Anbieter wurden unter vergleichbaren Rahmenbedingungen intensiv getestet und bewertet: Innenangriff Brandbekämpfung (Funktionalität), Selbstrettung mit dem Brustgurtsystem, Ergonomie und Tragekomfort, intensive Belastungstests zur Qualitätsprüfung. Ein Vergabevorschlag wurde im August 2013 erarbeitet, dem die politischen Gremien einen Monat später auch zustimmten. Bis Oktober 2014 ist die komplette Auslieferung der 2.000 zu beschaffenden Garnituren der Schutzkleidung an die Feuerwehr geplant.

Die Highlights der neuen Feuerwehrschutzkleidung

  • Erhöhung der Schutzstufe. Die gesetzlichen / arbeitsschutzrechtlichen  Vorgaben für Feuerwehrschutzkleidung sind in Niedersachsen auf Basis europaweit geltender Normen angehoben worden. Die neue Feuerwehrschutzkleidung entspricht diesen Anforderungen voll umfänglich.
  • Ergonomischer Schnitt der Schutzausrüstung und damit besserer Tragekomfort. Dazu trägt auch eine zum Vorgängermodell verkürzte Jacke bei.
  • Verbesserter Gewebeaufbau. Oberstoff NOMEX®, dieser ist hitzebeständig und kurzfristig beständig gegen die meisten Chemikalien. GORE-TEX®-Membrane, diese sind wasser- und winddicht sowie atmungsaktiv. Das Netz-Innenfutter besteht aus Aramid-Fasern mit einer integrierten induktiven Antistatikfaser und sorgt für eine bessere Atmungsaktivität und geringere Feuchtigkeitsaufnahme.
  • Warnwestenbefreiung bei einem Feuerwehreinsatz im Verkehrsraum auf Hannovers Straßen durch hohen Anteil an retroreflektierenden Flächen.
  • Integriertes Brustgurtsystem, Gewichtsreduzierung und Erhöhung der Sicherheit u.a. beim Halten/Retten im Einsatz mit einem Multifunktionsgurt als Ersatz für den bisher verwendeten Feuerwehrgurt.
  • Kompatibilität der Schutzkleidung mit der bestehenden Feuerwehrausrüstung.
  • Die neue sandfarbene Schutzkleidung bietet gegenüber der alten schwarzen Schutzkleidung eine verbesserte Nacht- und Dämmerungssichtbarkeit und damit eine Erhöhung des passiven Schutzes. Die hellere Schutzkleidung heizt sich weniger stark auf, damit erhöht sich Tragekomfort und Sicherheit durch verminderten Wärmestau.
  • Die Kosten für die Einführung der Brandschutzbekleidung Fireliner der Firma Consultiv betragen rund 1,7 Millionen Euro (ca. 850,- Euro pro Anzug inkl. Brustgurtsystem).