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Waage auf einem Zeigefinger © Africa Studio / fotolia.com, frauwallner [M]

  

Geld gerecht ausgeben

Gender Budgeting

Wer muss wie viel zahlen und wer profitiert in welcher Höhe von Leistungen der Region Hannover? Und ist die Verteilung gerecht?

Budgeting heißt übersetzt so viel wie Haushaltsplanung und bezieht sich auf die Einnahmen und Ausgaben. Gender bedeutet, dass in alle finanzpolitischen Überlegungen die Geschlechterperspektive integriert wird. Dabei beginnt die Analyse von Haushaltsposten mit der Erhebung von relevanten Daten. Um an die relevanten Daten zu gelangen, dienen folgende Fragen als Anregung:

  • Welche Auswirkungen haben ressourcenwirksame Entscheidungen auf die vielfältigen Lebenssituationen und -umstände von Frauen und Männern?
  • Wer profitiert, direkt oder indirekt, von welchen Ausgaben?
  • Wer trägt  wie zu welchen Einnahmen bei?
  • Welche Auswirkungen haben Einsparungen? Wer trägt die dadurch entstehenden zusätzlichen Lasten?
  • Welche ressourcenwirksamen Entscheidungen/Maßnahmen verfestigen die bestehenden Geschlechterrollen? Welche verändern sie?

Nachdem die erhaltenen Daten und Informationen interpretiert worden sind, kann dann auch korrigierender Einfluss auf die Haushaltsplanungen genommen werden, um bestehende Ungleichheiten zwischen Mädchen und Jungen und Frauen und Männern zu beseitigen und damit zu mehr Geschlechtergerechtigkeit zu gelangen.

Die Regionsverwaltung beginnt diese Strategie umzusetzen, indem sie ihre bisherige Strategie und die Verfahren zum Gleichstellungsbericht weiter entwickelt und dabei den Aspekt des Gender Budgetings sukzessive integriert.

Karina Kroll
Porträt-Bild einer Frau © C. Kirsch / Region Hannover