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Waage auf einem Zeigefinger © Africa Studio / fotolia.com, frauwallner [M]

  

Benachteiligung abbauen

Warum Gender Mainstreaming

Gleichstellungspolitik gibt nicht vor, wie Menschen leben sollen. Allen sollen jeder Weg offen stehen.

Gleichstellungspolitik gibt nicht vor, wie Menschen leben sollen. Allen Mädchen und allen Jungen, allen Frauen und allen Männern soll ein gleichermaßen selbstbestimmtes Leben ermöglicht werden. Daher sollen bestehende Benachteiligungen abgebaut, gleiche Teilhabe ermöglicht und ein freier und selbstbestimmter Lebensweg, unabhängig von tradierten Rollenzuschreibungen, wählbar werden.

Tradierte Rollenzuschreibung meint, dass Frauen sich selbst an dem ihnen zugewiesenen privaten Bereich mit der Sorgearbeit messen und gleichzeitig gemessen werden und dass Männer gemessen werden an dem ihnen zugewiesenen öffentlichen Raum und die daran gebundenen (Erwerbs-) Tätigkeiten und Positionen und sich selbst gleichermaßen daran messen. Diese erlernten Muster führen dazu, dass das Handeln von Männern und Frauen vorstrukturiert ist, durch Fremd- und Selbstzuschreibung von „typischer“ Männlichkeit und Weiblichkeit. Dies ist dann problematisch, wenn die Zuschreibungen eine Hierarchie und eine unterschiedliche Wertigkeit beinhalten.

Der Nutzen von Gender Mainstreaming

Es gibt keinen goldenen Weg bei der Umsetzung von Gender Mainstreaming (GM). GM passt sich jeweils an, wenn es für ein Projekt, ein Programm oder eine Strategie gilt und muss überall dort angewendet werden, wo ein Handlungs- oder Gestaltungsspielraum gegeben ist.

Nutzen für die Bürgerinnen und Bürger:

  • Wenn analysiert wurde, dass es strukturelle Hindernisse für bestimmte Frauen oder Männer gibt, können diese abgeschwächt oder beseitigt werden
  • Der Zugang wird aus Sicht der Nutzerinnen und Nutzer gerechter

Nutzen für die Verwaltung:

  • Programme oder Maßnahmen kommen effizienter bei der Zielgruppe an

Nutzen für die Region Hannover

  • Mittel werden fair vergeben
  • die Wirksamkeit öffentlicher Mittel ist gesteigert
  • die Qualität der Dienstleitungen steigt
Karina Kroll
Porträt-Bild einer Frau © C. Kirsch / Region Hannover