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Fünf Personen sitzen nebeneinander auf Sesseln in einem bunten Zelt. Die zweite Person von links spricht in ein Mikrofon. Links von den Sitzenden steht der Moderator und hält ebenfalls ein Mikrofon in der Hand. © LHH

(V.l.n.r.) Moderator Oliver Kuklinski, Oberbürgermeister Stefan Schostok, Kirsten Klehn (“plan zwei”), Michael Dette (B90/Die Grünen) und Ewald Nagel (SPD).

Demokratie Leben!

Jugend-Demokratiekonferenz mit Schostok

Jugendliche diskutierten mit Politikern und dem Oberbürgermeister über die Zukunft ihrer Stadt.

Am 26. September war „Stadtjugendtag“. Er fand als ein großes buntes Festival mit Ständen vieler hannoverscher Jugendorganisationen auf der Wiese vor dem Glocksee-Gelände statt. Dazu gehörte auch eine Jugend-Konferenz im Rahmen des bundesweiten Beteiligungsprogramms „Demokratie leben! Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit“ mit Schüler/innen, Politikern, Fachleuten und Oberbürgermeister Stefan Schostok. Etwa 50 Jugendliche nutzten die Gelegenheit und brachten ihre Vorstellungen zur Gestaltung der Zukunft ihrer Stadt ein. Die Diskussion wurde moderiert von Oliver Kuklinski vom Bürgerbüro Stadtentwicklung. Auf dem Podium saßen Thomas Berus (Sprecher d. Bürgerinitiative Wasserstadt), die baupolitischen Sprecher des hannoverschen Stadtrates Michael Dette (B90/Die Grünen) und Ewald Nagel (SPD) sowie Kirsten Klehn, Expertin für Stadtplanung und Architektur von „plan zwei“. Die Gesprächsrunde wurde organisiert von Politik zum Anfassen e.V. und dem Sachgebiet Integration der Landeshauptstadt Hannover.

Die anwesenden Schüler/innen teilten sich in Gruppen auf, denen sich je ein/e Podiumsteilnehmerin anschloss. Danach stellten sie ihre Gesprächsergebnisse in der ganzen Runde vor. Sie forderten ein Mitspracherecht bei Bauvorhaben. Dies sei jedoch nur sinnvoll, wenn sie auch ernst genommen würden und der Dialog auf Augenhöhe stattfinde. Eine Sprecherin zog die Gründung eines eigenen Gremiums in Betracht, sah dabei aber Schwierigkeiten im Zeitmanagement – gerade die Schüler/innen in den Oberstufen seien hochgradig gefordert und hätten nur wenig Zeit, um sich aktiv einzumischen.

Oberbürgermeister Stefan Schostok schloss sich der Runde an und war sofort dabei, die Fragen der Jugendlichen zu beantworten. Er zeigte sich erfreut darüber, dass die Jugendlichen sich intensiv Gedanken um ihre Stadt gemacht haben und wies darauf hin, dass bei größeren Bauvorhaben – wie die Wasserstadt Limmer – gut fünf bis zehn Jahre vergehen können, bevor sie in die Realität umgesetzt würden. Er versicherte den Jugendlichen, dass ihre Ideen dokumentiert würden und und in den Stadtentwicklungsdialog „Mein Hannover 2030“ einflössen. Die Jugendlichen seien die Zukunft der Stadt, daher sei es folgerichtig, dass sie mitbestimmen dürfen, wie ihre Stadt im Jahr 2030 aussehen werde.

Zum Schluss der Runde gab Schostok ein Statement ab, das in mehreren Sprachen übersetzt wurde. Dabei freute er sich über die ethnische Vielfalt in der Stadt und lobte die Jugendlichen für ihre Teilnahme am „generationsübergreifenden Dialog“.

Das Festival dauerte an bis in die späten Abendstunden und wurde begleitet von Live-Musik und Spielen.