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Achte Sitzung des Integrationsrates

In der zweiten Sitzung des Jahres 2011 diskutierte der Integrationsrat auch die Ergebnisse des Zweiten Integrationsforums und wählte Handlungsempfehlungen zur Weiterverfolgung aus.

Gute Nachrichten hatte Oberbürgermeister Stephan Weil gleich zu Beginn der zweiten Integrationsrats-Sitzung des Jahres 2011 am 22. September zu verkünden: Bei den Kommunalwahlen gut anderthalb Wochen zuvor war nicht nur die Beteiligung insgesamt höher als noch vor fünf Jahren, sondern auch die Wahlbeteiligung von Bürger/innen mit Migrationshintergrund konnte gesteigert werden. Zwar sei diese nach wie vor noch etwas unterdurchschnittlich, doch der positive Trend sei unverkennbar. Zudem freute Weil sich darüber, dass im zukünftigen Rat der Landeshauptstadt gleich fünf Mitglieder über einen Migrationshintergrund verfügen – in der alten Zusammensetzung der Ratsversammlung war es nur ein Ratsherr gewesen.

Anschließend blickte Dr. Koralia Sekler auf die Arbeit des „Gesellschaftsfonds Zusammenleben“ in den letzten zwei Jahren zurück. Die Kuratorin des Fonds stellte dabei die einzelnen Ausschreibungsrunden noch einmal im Detail vor und berichtete von einigen erfolgreichen Projekten, die durch den GFZ eine Startförderung erhalten hatten, darunter u.a. das MiSO-Netzwerk, das sich im späteren Verlauf der Sitzung ebenfalls noch vorgestellte. Sekler präsentierte zum Abschluss ihres Vortrags außerdem die aktuelle und vorerst letzte Runde des GFZ, in welcher der „1. Integrationspreis“ ausgeschrieben worden ist. Weitere Informationen dazu sind an dieser Stelle abrufbar.

Weiter ging’s mit einer Nachbetrachtung der Ergebnisse des Zweiten Integrationsforums, das im Mai dieses Jahres stattgefunden hatte. Melanie Walter und Dr. Günter Max Behrendt von der Stabsstelle „Integration, Politik und Verbände“ gingen die insgesamt fünf spezifischen Fachforen nacheinander durch und fassten die Hauptthemen der jeweiligen Diskussionen zusammen. Außerdem stellten sie für jedes der Fachforen als Ergebnis Handlungsempfehlungen für die weitere Arbeit vor. Nach einer kurzen Diskussion, in deren Verlauf Unklarheiten zum Verlauf des Fachforums „Soziales“ ausgeräumt wurden, gaben die Integrationsrats-Mitglieder mittels einer Punktabfrage ein Votum darüber ab, welche der Handlungsempfehlungen zur Integrationsarbeit von der Stadtverwaltung schwerpunktmäßig weiterverfolgt werden sollen. Zur Auswahl standen dabei elf Handlungsempfehlungen, von denen fünf – vor allem aus den Bereichen Bildung und Wirtschaft – besonders deutliche Zustimmung bekamen. OB Weil kündigte an, dass die Verwaltung ihre Bemühungen auf diese fünf Empfehlungen konzentrieren und dem Integrationrat darüber Bericht erstatten werden.

Als nächster Tagesordnungspunkt folgte die Vorstellung des hannoverschen MiSO-Netzwerks. Dang Chau Lam und Ferdos Mirabadi präsentierten die Entstehungsgeschichte des Netzwerks, das aus einem gemeinsamen Antrag von 24 Migrantenselbstorganisationen aus der zweiten Förderrunde des „Gesellschaftsfonds Zusammenleben“ hervorgegangen ist. Lam und Mirabadi stellten u.a. das Leitbild, die Arbeitsstruktur und verschiedene Kooperationsprojekte, bspw. mit der Volkshochschule, vor. Sie betonten, dass es „ein kleines Wunder ist, dass es das MiSO-Netzwerk gibt“. Schließlich beteiligten sich mittlerweile deutlich mehr als 30 Organisationen, was natürlich auch zu einer großen Interessensvielfalt führe. Da das Netzwerk aber sehr demokratisch organisiert sei, sei ein durchweg gutes Miteinander gegeben. Für die Zukunft sei zudem der Aufbau eines Elternnetzwerks geplant.

Bevor OB Weil die Sitzung schloss, kündigte Melanie Walter unter dem Tagesordnungspunkt „Verschiedenes“ noch zwei Veranstaltungen an: Zum einen die Tagung des Regionalen Integrationsforums Nord am 12. Oktober, zum anderen wird es zum Beginn des Jahres 2012 eine gemeinsame Sitzung der Integrationsbeiräte der mit dem Integrationsrat geben.

Sachgebiet Integration

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