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Zweite Sitzung des Integrationsrates

Bilder von der Sitzung des Integrationsrates vom 23.6.2009 © LHH

Die Integrationsrat-Mitglieder Bastian, Stolzenwald und Hussein (v.l.n.r.)

Der im Januar neu berufene „Integrationsrat Hannover“ traf sich am 23. Juni unter Vorsitz von Oberbürgermeister Stephan Weil zu seiner zweiten Sitzung.

Die Tagesordnung enthielt fünf Hauptthemen: Einen Bericht zum Stand der Umsetzung des Lokalen Integrationsplans mit Schwerpunkt auf das Handlungsfeld 6 („Verwaltung“), die Vorstellung des Förderkonzepts des neueingerichteten „Gesellschaftsfonds Zusammenleben“, die Vorstellung des erfolgreichen Integrationsprojektes „Internationale Stadtteilgärten“, eine Vorlage zum ersten Integrationsmonitoringsbericht der Landeshauptstadt Hannover und schließlich eine Erörterung zur Neuausrichtung des Migrationsausschusses.

Der Sachstandsbericht zur Umsetzung des LIP auf dem Handlungsfeld 6 gab der Leiter des Fachbereichs Steuerung, Personal und Zentrale Dienst, Harald Härke. Eine Übersichtsdarstellung zu seinem Vortrag kann weiter unten als PDF-Datei heruntergeladen werden. In der Aussprache über den Bericht wurde angemahnt, dass es mehr Information der Betroffenen, also der Einwanderten, über die Aktivitäten der Landeshauptstadt auf diesem Gebiet geben müsse. Einigkeit bestand darüber, dass unter den Bedingungen eines strikten Einstellungsstopps das Ziel einer Erhöhung des Anteils von Beschäftigten mit Migrationshintergrund nur langfristig zu erreichen sei.

Zum Punkt „Gesellschaftsfonds Zusammenleben“ (GFZ) stellte Frau Dr. Sekler als Kuratorin des GFZ das Thema der ersten Ausschreibungsrunde vor, welches im Anschluss an die Sitzung des Integrationsrates auf einer separaten Informationsveranstaltung auch der weiteren Öffentlichkeit vorgestellt wurde.

Im Anschluss stellte Herr Loß vom Verein „Internationale StadtteilGärten Hannover e. V.“ das Projekt der StadtteilGärten vor. Er erläutert, dass Migrant/innen 80 Prozent der Beteiligten bildeten. Es werde im Projekt gemeinsames Leben, Kommunikation und gemeinsame Kultur geschaffen. In den Gärten gebe es keine Zäune, jeder respektiert den anderen.

In der weiteren Diskussion zum vorgelegten Entwurf zum Integrationsmonitoring wurde die Aussagekraft des Merkmals „Einbürgerung“ bezweifelt und eine stärkere Gewichtung des Bereichs „Arbeit“ vorgeschlagen. Oberbürgermeister Weil wies darauf hin, dass man sich zurzeit in einer Testphase befinde. Zu der ebenfalls vorgeschlagenen Erhebung der Beteiligung von Migrant/innen in Sportvereine sagte er, dies scheitere daran, dass die Vereine die Staatsangehörigkeit ihrer Mitglieder nicht erheben. Dasselbe gelte auch für Beteiligung an der Schulelternratsarbeit.

Schließlich wurden die Pläne zur Neuausrichtung des Migrationsausschusses als „Internationaler Ausschuss“ vorgestellt und diskutiert. Hierbei handelt es sich um ein Teilvorhaben des Lokalen Integrationsplanes, das noch in diesem Jahr umgesetzt werden soll.

Außerdem wurde beschlossen, in einer der nächsten Sitzungen des Integrationsrates die Internationalen StadtteilGärten zu besuchen, um sich selbst vor Ort noch näher über das Projekt informieren zu können.

Hier finden Sie die Präsentation zur Umsetzung des LIP im Feld 6 „Verwaltung“ als PDF-Datei zum Download:

Sachgebiet Integration

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