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1.4 Hochschulen

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Ausgangslage

Hannover ist ein bedeutender Hochschulstandort mit 35.000 Studierenden und mehr als 10.000 Beschäftigten an den Hochschulen. Der Wissenschaftssektor zeichnet sich auch in Hannover durch Universalität und die Fähigkeit zur internationalen Kooperation aus. So lehren und forschen zahlreiche Gastwissenschaftler und Gastwissenschaftleinnen an den in Hannover existierenden Hochschulen. Darüber hinaus haben diverse außeruniversitäre, wissenschaftliche Forschungseinrichtungen ihren Sitz in der Stadt. Über 5.500 der Studierenden und damit fast 16 Prozent der Gesamtstudierenden kommen entweder aus dem Ausland oder haben Migrationshintergrund und studieren als so genannte Bildungsinländer an den Hochschulen. Unter Bildungsinländer/innen versteht man Studierende mit ausländischer Staatsangehörigkeit, die ihre Kindheit ganz oder teilweise in Deutschland verbracht haben und ihre Hochschulzugangsberechtigung ebenfalls in Deutschland erwarben. Den überwiegenden Teil (80 Prozent) der Studierenden mit ausländischem Pass bilden allerdings die Bildungsausländer/innen, die ihre Hochschulzugangsberechtigung außerhalb Deutschlands erwarben und zum Zweck des Studiums nach Deutschland gekommen sind.

In der im Jahr 2007 gestarteten „Initiative Wissenschaft Hannover“ engagiert sich die Landeshauptstadt Hannover gemeinsam mit den hannoverschen Hochschulen, der VolkswagenStiftung und dem Studentenwerk Hannover für eine Stärkung der Attraktivität Hannovers als Wissenschafts- und Hochschulstandort. Ein Schwerpunkt liegt bei der Verbesserung der Rahmenbedingungen aller Studierenden. Im Zuge der Aktion „Hausmarke“ erhalten Studierende mit Hauptwohnsitz Hannover Preisvorteile in unterschiedlichen kulturellen und sozialen Bereichen. Die Stadt beteiligt sich am „Runden Tisch für ausländische Studierende“ des Studentenwerks Hannover. Die Zahl gravierender aufenthalts- oder arbeitsrechtliche Problem für ausländische Studierende konnte durch eine veränderte Rechtslage und durch eine enge Kooperation zwischen Hochschulen und Stadtverwaltung stark reduziert werden.

Ziele

  • Die Attraktivität der hannoverschen Hochschulen für Studierende aus dem Ausland und Studierende mit Migrationshintergrund wird gesteigert.
  • Der Anteil von internationalen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, die in Hannover lehren und forschen, wird erhöht.
  • Ausländische Hochschulabsolventen – insbesondere Bildungsausländer/innen – werden darin unterstützt, ihr Berufsleben in Hannover zu beginnen.
  • Die Zahl der Existenzgründungen von jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern mit Migrationshintergrund in Hannover wird erhöht.

Handlungsansätze

Die Landeshauptstadt Hannover setzt ihr Engagement in der Initiative Wissenschaft Hannover fort und baut für alle ausländischen Studierenden den Welcome-Service aus. So werden beispielsweise jedes Jahr die aus dem Ausland kommenden Erstsemester im Rathaus begrüßt. Um die Bildungsausländer/innen bei einem frühzeitigen Kontakt zu Unternehmen in der Region zu unterstützen, werden Maßnahmen wie das Angebot von Praktikumsbörsen weiterentwickelt. Diese Angebote beziehen auch Studierende mit Migrationshintergrund ein bzw. werden für sie entwickelt.
Darüber hinaus unterstützt die Landeshauptstadt Hannover über die Wachstumsinitiative „hannoverimpuls“ ausländische Wissenschaftler/innen bei der Existenzgründung.
Bildungsausländer/innen stehen auch im Fokus zusätzlicher Service-Angebote der Ausländerstelle. So werden u.a. Tutor/innen ausländischer Studierender zu Fragen des Aufenthaltsrechts geschult und es wird eng mit den akademischen Auslandsämtern der Hochschulen sowie dem Studentenwerk Hannover kooperiert. Die Sachbearbeitung für alle Hochschulangehörige mit ausländischem Pass in der Ausländerstelle liegt in der Hand von spezialisierten Fachbetreuer/innen.
Mit einem Internetportal zum Hochschul- und Wissenschaftsstandort Hannover wird die Initiative Wissenschaft Hannover über Studienangebote, Stipendien und internationale Kooperationen sowie Forschungs- oder Austauschprogramme in Hannover informieren. Ausländische Studierende oder Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler werden dabei als besondere Zielgruppe berücksichtigt.
In Zusammenarbeit mit den Hochschulen werden (Gast-)Wissenschaftler/innen aus dem Ausland begrüßt und begleitet. Außerdem wird die Schaffung eines internationalen Studierenden-Quartiers in Zusammenarbeit mit dem Studentenwerk Hannover geprüft.
Vorhandene Beratungs- und Betreuungsangebote sollen die besonderen Bedürfnisse und Interessen von Studierenden, insbesondere von Studentinnen  mit Migrationshintergrund berücksichtigen und ggf. neue Maßnahmen entwickeln (Patenschaften, Wohnangebote, etc.).

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