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Zwölf Personen stehen nebeneinander im Mosaiksaal. Einige davon halten Urkunden in der Hand © LHH

(V.l.n.r.:) Elif Gençay-Drews (Jurymitglied), Sozialdezernentin Konstanze Beckedorf, Sahabeddin Buz, Sevinc Ezbük, Bürgermeister Thomas Hermann, Prof. Dr. Martina Niederlag, Nelly Hagen, Jurymitglieder Wolfgang Puschmann und Dr. Koralia Sekler, Gabriele Wicke, Florian Krauss und Nadine Töppler.

GFZ

Vierter Integrationpreis verliehen

Gesellschaftsfonds Zusammenleben zeichnet Ehrenamtliche aus.

Knapp 100 Interessierte unter anderem aus den Reihen der Ehrenamtlichen, aber auch Ratspolitiker/innen und Projektteilnehmer/innen fanden sich am 6. Dezember 2017 im Mosaiksaal des Neuen Rathauses ein, um der nunmehr vierten Verleihung des Integrationspreises der Landeshauptstadt Hannover beizuwohnen. Die Preisgelder in Höhe von 1.000 Euro werden finanziert aus dem Gesellschaftsfonds Zusammenleben (GFZ).

Sozialdezernentin Konstanze Beckedorf lobte im Namen der Landehauptstadt Hannover das ehrenamtliche Engagement der Anwesenden. Besonders zu würdigen sei, dass die Preisträger/innen sich von den Wirdrigkeiten und Rückschlägen, die vielfach mit ihrer Arbeit einhergingen, unbeeindruckt gezeigt und mit voller Kraft weitergemacht hätten. Im anschließenden Grußwort betonte Dr. Koralia Sekler(Kuratorin der GZF-Jury) den Stellenwert der Ehrenamtlichen in Hannover. Ohne sie sähe die Situation im Bereich Integration düster aus, wie sie in einem Gedankenspiel veranschaulichte.

Danach gaben die Laudator/innen aus der GFZ-Jury den Anwesenden einen Einblick in das Engagement der Preisträger/innen. Der Theologe Wolfgang Puschmann beschrieb das Engagement von Nelly Hagen, die als erste Preisträgerin gewürdigt wurde. Diese habe ihre Tür für ein Patenkind aus der Elfenbeinküste geöffnet, das sich prächtig weiterentwickelt habe. Inspiriert durch diesen Kontakt gründete Hagen ein eigenes Patenschaftsprojekt im Verein Ikja e.V., in dem sie mittlerweile 84 Patenschaften habe vermitteln können. Puschmann zitierte eines ihrer vermittelten Patenkinder, das geschwärmt habe, Hagen könne „die Sterne vom Himmel holen“.

Die nächste Laudatio hielt Elif Gençay-Drews. Gabriele Wicke und Nadine Töppler hätten mit ihrer Austellung „Grenzenlos“ durch Fotos von und mit Geflüchteten künstlerisches Talent bewiesen. Wichtiger jedoch wären die Synergien, die sich in dem Projekt entfaltet hätten. Sahabeddin Buz (in Hannover bekannt als „Sahab“), Mitbegründer des Vereins Can Arkadaş e.V., wurde geehrt für sein langjähriges Engagement in Hannover. Auch Sevinç Ezbük, die gemeinsam mit Sahab Buz Can Arkadas e.V. gründete, durfte sich freuen. Diese hätte vor 40 Jahren angefangen, von Tür zu Tür Frauen für Sprachförderkurse zu gewinnen mit einer Bilanz, die mittlerweile generationsübergreifend Früchte trage.

Anschließend wurde Florian Krauss geehrt. Auch dieser leise Helfer habe auf niedrigschwelliger Ebene viel geleistet, indem er sozial benachteiligten Kindern Nachhilfe gegeben hätte. Darüber hinaus sei er bei mehreren Integrationsprojekten beteiligt gewesen. Prof. Dr. Martina Niederlag wurde ausgezeichnet für ihre Bemühungen, brauchbare Strukturen in der Arbeit mit Geflüchteten aufgebaut zu haben. Sie habe nicht nur Deutschkurse gegeben, sondern auch Flüchtlinge bei Behördengängen begleitet und ein internationales Kochbuch herausgeben.

Nach der Verleihungszeremonie verkündete Dr. Sekler das mit Spannung erwartete Thema der diesjährigen Förderrunde des GFZ-Fonds: „Grundrechte für alle, die in Hannover leben!“

Danach lud Dr. Bettina Doering (Bereichsleiterin Migration und Integration) die Anwesenden zum Buffet ein. Dort konnten sich die Anwesenden über neue Projektideen austauschen.

Preisträgerin Nelly Hagen zeigte sich sehr erfreut über den Integrationspreis. „Wir haben Begegnungen geschaffen, die lebensverändernde Auswirkungen für alle Beteiligten hatten. Ich bin glücklich über die Anerkennung, doch all dies wäre nicht möglich gewesen ohne meine Kolleginnen von Ikja e.V. und das große Engagement der vielen Paten. Für die Jugendlichen auf der Warteliste freue ich mich über neue Paten und Lernpaten.“