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Sozialdezernat legt Jahresbericht vor

15. Sitzung des Internationalen Ausschusses

Die Verwaltung informierte über die Entwicklungen und strukturellen Änderungen im Jahr 2017.

Die 15. Sitzung des Internationalen Ausschusses am 23. August begann unter Vorsitz von Bürgermeister Thomas Hermann mit vier Anträgen auf Zuwendungen. Für den Verein „boabab – zusammensein e.V.“ wurden einstimmig 17.600 Euro für die Durchführung von Alphabetisierungs- und Sprachkursen für Alleinerziehende bewilligt (Drucks. 1620/2018). Mit zehn Ja-Stimmen und einer Enthaltung entschied der Ausschuss die weitere Förderung des Projekts „Café S, unabhängige Erwerbslosen- und Flüchtlingsberatung in Selbsthilfe“ (Drucks. 1631/2018). Dazu erhält der Wissenschaftsladen Hannover e.V. 15.000 Euro.

Weitere 9.000 Euro – so entschied der Ausschuss mit zehn Ja-Stimmen und einer Nein-Stimme – gehen an die gemeinnützige Unternehmensgesellschaft „Unter einem Dach“ für das kulturpädagogische Projekt „Creative Germany United! Nachhilfetandems – Schritt für Schritt.“ (Drucks. 1632/2018).

Der letzte Antrag auf Zuwendungen in dieser Sitzung lautet auf 25.000 Euro Förderung für den Verein kargah e.V., um das mehrsprachige Informations- und Nachrichtenportal „welt-in-hannover.de“ weiterbetreiben zu können (Drucks. 1704/2018). Im Vorjahr hatte die Frage nach den Nutzungsstatistiken den Ausschuss länger beschäftigt. Ratsfrau Hülya Iri sah nun keine Hindernisse mehr für die Zustimmung ihrer Fraktion, denn durch die vorgelegten Statistiken des Portals werde bestätigt, dass hier eine hohe Nachfrage bedient werde. Lob für das Konzept der Webseite kam auch von Ratsfrau Freya Markowis (B90/Die Grünen) und dem beratenden Mitglied Dang Chau Lam. Der Ausschuss bewilligte die Förderung mit zehn Ja-Stimmen und einer Gegen-Stimme.

Anschließend informierte Dr. Susanne Kannenberg, Bereichsleiterin in der Volkshochschule Hannover (VHS), über das Projekt „VHS Chance“ (Drucks. 1165/2018). Darin werden Bildungsangebote der Volkshochschule für Migrant/innen miteinander zu Qualifizierungsketten verzahnt, um den Weg in die Erwerbstätigkeit zu erleichtern. Seit 2016 haben 2.550 Personen die Beratung in Anspruch genommen und an insgesamt 118 Kursen teilgenommen, die inhaltlich aufeinander abgestimmt waren.

Danach diskutierte der Ausschuss über den Jahresbericht des Fachbereichs Soziales der Landeshauptstadt Hannover (LHH) (Drucks. 1422/2018). Dr. Bettina Doering (Bereichsleiterin Migration und Integration der LHH) beschrieb die Struktur ihres Bereichs und die Funktion der einzelnen zugehörigen Sachgebiete. Diese seien untereinander gut vernetzt und passten ihre Arbeitsweise fortwährend an den aktuellen Beratungsbedarf und wechselnden Problemstellungen in der Stadtgesellschaft an. So entstünden im Bereich Migration und Integration der LHH auch neue Fachdienste wie die Koordinierungsstelle Zuwanderung Osteuropa und das Sachgebiet Integrationsmanagement, die sich bewährt hätten.

Auf eine Frage von Ratsfrau Iri berichtete Dr. Günter Max Behrendt (Leiter des Sachgebiets Integration) über Veränderungen in der Antidiskriminierungsstelle der LHH. Die Zusammensetzung und Kompetenzen des Personals haben es ermöglicht, das Beratungsangebot noch breiter aufzustellen. Zum Beispiel für Menschen mit Behinderungen sei diretkt in den Communities über das Angebot informiert worden. Dadurch sei die Zahl der Beratungsgespräche zu Diskriminierungen aufgrund einer Behinderung merklich angestiegen.

Zum Schluss wies Sozial-, Sport- und Kulturdezernentin Konstanze Beckedorf darauf hin, dass die nächste Sitzung nicht wie gewohnt im Hodlersaal des Neuen Rathauses stattfinden werde, sondern in den Räumen des Fachbereich Soziales in der Hamburger Allee 25.

Die vollständige Tagesordnung, sämtliche Sitzungsdokumente (Beschlussdrucksachen, Informationsdrucksachen etc.) und auch die Sitzungsprotokolle des Internationalen Ausschusses sind über das  Online-Sitzungsmanagement öffentlich zugänglich.