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EU-Projekte

Europäischer Hilfsfonds für die am stärksten benachteiligten Personen in Deutschland (EHAP)

Die Koordinierungsstelle Zuwanderung Osteuropa der Landeshauptstadt Hannover ist auch in der Verlängerung der 2. Förderrunde Projektteilnehmende zur Herstellung einer Chancengleichheit für besonders benachteiligte Personen.

Der Europäische Hilfsfonds für die am stärksten benachteiligten Personen (EHAP) ist erstmalig für die Förderperiode 2014-2020 eingerichtet worden und wird in Deutschland in zwei Förderrunden umgesetzt. Die erste Förderrunde lief vom 01.01.2016 bis zum 31.12.2018. Bereits in dieser Förderrunde war die Landeshauptstadt Hannover mit ihren Kooperationspartner*innen vertreten.

Die zweite Förderrunde begann am 01.01.2019 und lief bis zum 31.12.2020. Vor dem Hintergrund des Übergangs zum ESF +2021-2027 wurde in 2020 die Möglichkeit eröffnet einen Antrag auf Verlängerung bis zum 30.06.2022 zu stellen. Die Landeshauptstadt Hannover ist wiederum mit ihren Partner*innen vertreten.

Der Name des Projektes in Hannover lautet „Unterstützung, Beratung und Begleitung mit dem Ziel der selbständigen Lebensführung und Teilhabe am sozialen und gesellschaftlichen Leben - Connected: Verbindung hergestellt“.

Das Projekt ist bei der Koordinierungsstelle Zuwanderung Osteuropa der Landeshauptstadt Hannover angesiedelt und erfolgt in Kooperation mit folgenden Institutipnen: 

Das weitergeführte Projekt richtet sich an besonders benachteiligte neuzugewanderte Unionsbürger*innen und deren Kinder im Vorschulalter bis zu 7 Jahre, wobei der Kooperationsverbund den Fokus auf neuzugewanderte Menschen aus Rumänien und Bulgarien gelegt hat. Wie in der ersten Förderperiode gab es auch für die Verlängerung ein zweistufiges Verfahren. Insgesamt sind 61 Interessenbekundungen eingereicht worden, aus denen bundesweit 45 Projekte auf Basis der qualitativen Bewertung für eine Projektverlängerung ausgewählt wurden, welche dann noch ein gesondertes Antragsverfahren durchlaufen mussten.

Ziel des EHAP ist es, die Lebenssituation von armutsgefährdeten und von sozialer Ausgrenzung bedrohten Personen zu verbessern. Dabei legt der EHAP besonderes Gewicht auf die Gleichbehandlung von Männern und Frauen und die Vermeidung jeglicher Art von Diskriminierung

Insgesamt gibt es 10 Berater*innen, davon 2 bei der Landeshauptstadt Hannover, die durch aufsuchende Hilfe sowie verstärkte Beratung und Begleitung die Menschen unterstützen möchten vorhandene Angebote in Hannover besser wahrzunehmen. Durch Beratung und Begleitung auf Augenhöhe soll das Selbstbewusstsein gestärkt und so die Menschen befähigt werden, selbständig und aus Eigeninitiative das soziale und gesellschaftliche Leben in der Landeshauptstadt für sich zu entdecken und zu nutzen.

Die Beratung und Begleitung erfolgt einzelfallbezogen und vertraulich. Es wird jedoch auch Veranstaltungen sowohl für die neuzugewanderten Unionsbürger*innen als auch für andere Institutionen geben, in denen es um Informationsweitergabe gehen wird. Wie sich dies im Einzelnen gestaltet, wird von der Entwicklung der aktuellen Pandemie abhängig sein.

Die zweite Förderrunde hat am 01.01.2019 begonnen und läuft nunmehr bis zum 30.06.2022.

In jedem Fall geht es darum, das besonders bei Einwanderer*innen aus Rumänien und Bulgarien stark ausgeprägte Misstrauen und die Berührungsängste gegenüber Behörden oder institutionalisierter Kinderbetreuung zu überwinden. Der EHAP erfüllt eine „Brückenfunktion“ zwischen neu zugewanderten EU-Bürger*innen und bereits bestehenden Beratungs- und Unterstützungsangeboten des regulären Hilfesystems.

Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales und des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Ansprechpartner/innen: