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EU-Projekte

Europäischer Hilfsfonds für die am stärksten benachteiligten Personen in Deutschland (EHAP)

Die Koordinierungsstelle Zuwanderung Osteuropa der Landeshauptstadt Hannover ist Teil zweier Projekte.

Die Integration von europäischen Einwanderer/innen, insbesondere aus Rumänien und Bulgarien, ist Ziel zweier Projekte, die aus dem neuen „Europäischen Hilfsfonds für die am stärksten benachteiligten Personen“ (EHAP) gefördert werden.

Die beiden Projekte sollen auf dem Weg verstärkter Beratung und aufsuchender Sozialarbeit helfen,

  1. den Zugewanderten den Zugang in die Regelsysteme (z. B. Migrationsberatungsstellen, Sprachkurse, Schuldnerberatung etc.) zu erleichtern
  2. und mehr Kinder bis sechs Jahren an frühkindliche Betreuung und damit Bildung heranzuführen.

Die neuen Beratungsangebote bauen auf bestehender Infrastruktur der Kooperationspartner/innen auf.

Ziel ist es, ein aufeinander abgestimmtes und sich ergänzendes System von drei  dezentralen Beratungsangeboten bei verschiedenen Trägern zu etablieren. Verstärkt werden diese Angebote mit einem stärker zentral wirkenden und einem fachlich unterstützenden Beratungsangebot bei der Stadt Hannover.

So werden zum Beispiel niedrigschwellige Kontaktmöglichkeiten wie Kleiderkammern, Mittagstische und Familienzentren genutzt, um Besucher/innen zu erreichen – und zielgerichtet über Ansprechpartner/innen, Unterstützungsmöglichkeiten (Sprachkurse, medizinische Beratung und ähnliches) oder Antragsverfahren zu informieren.

Durch aufsuchende Arbeit sollen Familien stärker erreicht werden und bei ihnen gezielt für die Angebote der frühkindlichen Bildung (Kindertagesstätten, vorschulische und Freizeitangebote) geworben werden.

In jedem Fall geht es darum, das besonders bei Einwanderer/innen aus Rumänien und Bulgarien stark ausgeprägte Misstrauen und die Berührungsängste gegenüber Behörden oder institutionalisierter Kinderbetreuung zu überwinden. Der EHAP erfüllt eine „Brückenfunktion“ zwischen neu zugewanderten EU-Bürger/innen und bereits bestehenden Beratungs- und Unterstützungsangeboten des regulären Hilfesystems.

Bei der Koordinierungsstelle gibt es pro Projekt eine Mitarbeiterin, zu deren Aufgabengebiet die aufsuchende Arbeit und die Beratung der EU-Bürger gehört. Unterstützt wird dies durch vorhandene Sprachkompetenzen.

Die Koordinierungsstelle Zuwanderung Osteuropa der Landeshauptstadt Hannover kooperiert im ersten Projekt mit Can Arkadas e.V., Caritas Hannover e.V. und Diakonischem Werk Hannover, im zweiten Projekt mit AWO Region Hannover e.V., DRK Region Hannover e.V. und kargah e.V..

Ansprechpartner/innen:

Die Telefonnummer von Christine Woysch lautet: +49 511 168-36172
Die Telefonnummer von Horst Eickelberg lautet: +49 511 168-49404
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