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EU-Projekte

Europäischer Hilfsfonds für die am stärksten benachteiligten Personen in Deutschland (EHAP)

Die Koordinierungsstelle Zuwanderung Osteuropa der Landeshauptstadt Hannover ist auch in der 2. Förderrunde Projektteilnehmende zur Herstellung einer Chancengleichheit für besonders benachteiligte Personen.

Der Europäische Hilfsfonds für die am stärksten benachteiligten Personen (EHAP) ist für die Förderperiode 2014-2020 eingerichtet worden und wird in Deutschland in zwei Förderrunden umgesetzt. Die erste Förderrunde lief vom 01.01.2016 bis zum 31.12.2018. Bereits in dieser Förderrunde war die Landeshauptstadt Hannover mit ihren Kooperationspartner*innen vertreten.

Das am 1. Januar 2019 gestartete Projekt richtet sich an besonders benachteiligte neuzugewanderte Unionsbürger*innen und deren Kinder im Vorschulalter bis zu 7 Jahre, wobei der Kooperationsverbund den Fokus auf neuzugewanderte Menschen aus Rumänien und Bulgarien gelegt hat. Wie in der ersten Förderperiode gab es ein zweistufiges Verfahren. Insgesamt sind 149 Interessenbekundungen eingereicht worden, aus denen bundesweit 67 Projekte ausgewählt wurden, welche dann noch ein gesondertes Antragsverfahren durchlaufen mussten.

Der Name des Projektes in Hannover lautet „Unterstützung, Beratung und Begleitung mit dem Ziel der selbständigen Lebensführung und Teilhabe am sozialen und gesellschaftlichen Leben - Connected: Verbindung hergestellt“.

Das Projekt ist bei der Koordinierungsstelle Zuwanderung Osteuropa der Landeshauptstadt Hannover angesiedelt und erfolgt in Kooperation mit Can Arkadas e.V., Caritas Hannover e.V. und Diakonischem Werk Hannover, AWO Region Hannover e.V. und DRK Region Hannover e.V..

Ziel des EHAP ist es weiterhin, die Lebenssituation von armutsgefährdeten und von sozialer Ausgrenzung bedrohten Personen zu verbessern. Dabei legt der EHAP besonderes Gewicht auf die Gleichbehandlung von Männern und Frauen und die Vermeidung jeglicher Art von Diskriminierung.

Insgesamt gibt es 11 Berater*innen, davon 2 bei der Landeshauptstadt Hannover, die durch aufsuchende Hilfe sowie verstärkte Beratung und Begleitung die Menschen unterstützen möchten, vorhandene Angebote in Hannover besser wahrzunehmen. Durch Beratung und Begleitung auf Augenhöhe soll das Selbstbewusstsein gestärkt und so die Menschen befähigt werden, selbständig und aus Eigeninitiative das soziale und gesellschaftliche Leben in der Landeshauptstadt für sich zu entdecken und zu nutzen.

Die Beratung und Begleitung erfolgt einzelfallbezogen und vertraulich. Es wird jedoch auch Veranstaltungen sowohl für die neuzugewanderten Unionsbürger*innen als auch für andere Institutionen geben, in denen es um Informationsweitergabe gehen wird.

Die zweite Förderrunde hat am 01.01.2019 begonnen und läuft bis zum 31.12.2020.

In jedem Fall geht es darum, das besonders bei Einwanderer*innen aus Rumänien und Bulgarien stark ausgeprägte Misstrauen und die Berührungsängste gegenüber Behörden oder institutionalisierter Kinderbetreuung zu überwinden. Der EHAP erfüllt eine „Brückenfunktion“ zwischen neu zugewanderten EU-Bürger*innen und bereits bestehenden Beratungs- und Unterstützungsangeboten des regulären Hilfesystems.

Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales und des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Ansprechpartner/innen: