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LIP 2.0

Zweite Online-Umfrage zum LIP ist ausgewertet!

Welche Vision für die Einwanderungsstadt haben die Einwohner*innen? Wir haben nachgefragt.

Die Weiterentwicklung des Lokalen Integrationsplans (LIP 2.0) ist als breiter Beteiligungsprozess angelegt. So ist es nur konsequent, dass nicht nur rund 70 Expert*innen in den sieben Handlungsfeldern und knapp 20 Lenkungsgruppenmitglieder den Text bestimmen, sondern auch die Stadtbevölkerung immer wieder befragt wird.

Was wurde gefragt?

Die zweite Online-Umfrage wurde vom LIP-Team gemeinsam mit der AG Öffentlichkeitsarbeit entwickelt. Letztere wurde als Querschnitts-Arbeitsgruppe von Mitgliedern aus fünf Expert*innen-Gruppen des LIP 2.0-Prozesses gebildet. Die Umfrage war von Juni bis August 2020 freigeschaltet. In fünf Frageblöcken wurden die Teilnehmer*innen zum Beispiel nach dem gewünschten Themenschwerpunkten im neuen LIP gefragt, oder welche Faktoren das gesellschaftliche Zusammenleben fördern, beziehungsweise stören.

Was kam an Ergebnissen raus?

Die vollständige Auswertung steht unten zum Download bereit. Hier einige Schlaglichter:

Die Diversität der Einwohner*innen zeichne Hannover im Vergleich zu anderen Kommunen besonders aus, sagten 31 Prozent der Befragten. Die zweithäufigste Antwort war die Toleranz und Offenheit der Stadtbevölkerung (28 Prozent). Darauf folgten die Unterstützungsangebote für Neueingewanderte (12 Prozent) und infrastrukturelle Vorteile (9 Prozent). Und auch die Symbolwirkung der Migrationsbiografie des amtierenden Oberbürgermeisters Belit Onay fanden vier Prozent bemerkenswert.

Auf die Frage, welche aktuellen Entwicklungen unser Zusammenleben beeinflussen, gaben 52 Prozent die gesellschaftliche Spaltung als zentralen Faktor an, gefolgt von Diskriminierung und Rassismus (23 Prozent). Eben diese beide letztgenannten Faktoren, aber auch die Effekte von Globalisierung und Pandemie, so 

Im nächsten Fragenblock konnten die Teilnehmenden konkrete Themen benennen, die bei der Überarbeitung des LIP stärker berücksichtigt werden sollten. 39 Prozent antworteten, dass das Stadtteilleben stärker gefördert werden solle wie auch die Bekämpfung von Diskriminierungen und Rassismus (17 Prozent).äußerten 68 Prozent, vertieften die gesellschaftliche Spaltung.

Was passiert mit den Ergebnissen?

Die Ergebnisse wurden zuerst dem Internationalen Ausschuss am 3. Dezember 2020 präsentiert und werden nun allen Expert*innengruppen, sowie der Lenkungsgruppe vorgelegt. Diese wiederum werden sie bei der Entwicklung von Maßnahmen (ab Januar 2021) in ihre Arbeit einfließen lassen.