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Sieben Personen - zwei Frauen und fünf Männer - stehen nebeneinander auf der Bühne des Europasaals und blicken nach vorn. © WIH

(V.l.n.r.:) Oberbürgermeister Belit Onay, Elif Gençay-Drews (GFZ-Jury), Dr. Koralia Sekler (GFZ-Kuratorin), Ministerpräsident Stephan Weil (Preisträger), Milan Pejic (GFZ-Jury), Ebi Tangera (MiSO-Netzwerk) und Wolfgang Puschmann (GFZ-Jury)

LIP 2.0

Stadtverwaltung und Diversität

Top-Themen: LIP 2.0-Prozess, Öffnung der Stadtverwaltung für Menschen mit Migrationsgeschichte, Leitbild der Landeshauptstadt Hannover, Partnerstädte.

Eine Frau steht im Europasaal des Hauses der Jugend an einem Redner*innenpult und spricht. © LHH

Helga Diers: Sprecherin der Dialoggruppe Stadtverwaltung und Diversity

LIP 2.0-Prozess

Die Expert*innengruppe „Stadtverwaltung und Diversität“ wurde mit Fachleuten besetzt, die allesamt in der Stadtverwaltung beschäftigt sind. Dies wurde in der Dialogrunde kritisiert – auch hier sollten externe Expert*innen hinzugezogen werden. Durch die Umsetzung des alten LIP hat die Stadt viele Erfahrungen gesammelt, auf die bei der Weiterentwicklung zurückgegriffen werden soll. Beteiligungsformate sollen möglichst frühzeitig angekündigt und beworben werden.

Öffnung der Stadtverwaltung für Menschen mit Migrationsgeschichte

Stellenausschreibungen der Stadtverwaltung sollten breiter gestreut und beworben werden, um mehr qualifizierte Menschen zu erreichen. Menschen mit Migrationsgeschichte sollten noch aktiver ermutigt werden, sich zu bewerben. Diese rechnen sich vielfach zu geringe Chancen aus – Vorurteile gegen die Stadtverwaltung könne man durch Veranstaltungen wie einen „Tag der offenen Tür“ abbauen.

Leitbild der Landeshauptstadt Hannover

Das Leitbild der Stadt „Vielfalt ist unsere Stärke“ werde an manchen Stellen nicht konsequent genug umgesetzt. Auch in der Verwaltung arbeiteten Menschen, die Vorurteile pflegen und Menschen mit Migrationsgeschichten mit mangelnder Wertschätzung begegneten. Dagegen gehe die Stadt zwar aktiv vor, indem sie zum Beispiel allen Angestellten eine Fortbildung zur interkulturellen Kompetenz anbiete. Diese Seminare könnten jedoch noch verbessert werden, denn viele der Teilnehmer*innen hätten Schwierigkeiten damit, einen praktischen Bezug zu ihrer Arbeit herzustellen.

Internationaler Austausch

Außerdem könne man sich im Themenbereich Migration und Integration stärker mit anderen Kommunen austauschen. Zum Beispiel könne die Frage diskutiert werden, wie Integration in unseren Partnerstädten umgesetzt werde und was wir für Hannover daraus lernen können.