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Sieben Personen - zwei Frauen und fünf Männer - stehen nebeneinander auf der Bühne des Europasaals und blicken nach vorn. © WIH

(V.l.n.r.:) Oberbürgermeister Belit Onay, Elif Gençay-Drews (GFZ-Jury), Dr. Koralia Sekler (GFZ-Kuratorin), Ministerpräsident Stephan Weil (Preisträger), Milan Pejic (GFZ-Jury), Ebi Tangera (MiSO-Netzwerk) und Wolfgang Puschmann (GFZ-Jury)

LIP 2.0

Wirtschaft

Top-Themen: Förderung, Qualifizierung, Anerkennung, Arbeitsbedingungen, Vernetzung, Evaluation. Sprecherin der Gruppe: Slywia Chalupka-Dunse

Vier Personen - zwei Männer und zwei Frauen - sitzen in einer Stuhlreihe in einem Raum des Huases der Jugend an Tischen. Der Mann links im Bild spricht, die drei anderen Personen blicken zu ihm. © DNK Photo Studio

Die Dialoggruppe Wirtschaft

Förderung und Qualifizierung

In der Gruppe Wirtschaft wurde kritisiert, dass Migrant*innen – insbesondere Akademiker*innen –vielfach unterhalb ihrer Qualifikation arbeiten. Ihre Kompetenzen müssten sichtbar gemacht und ausgeschöpft werden. Auch Geringqualifizierte könnten durch Schulungen und Fortbildungen qualifiziert werden.

Anerkennung

Oftmals scheitere eine Beschäftigung, die den tatsächlichen Qualifikationen entspricht, an den Anerkennungsverfahren. Ausländische Zeugnisse würden vielfach nicht anerkannt. Dies sollte nicht dazu führen, dass man potenziellen Bewerber*innen ihre Qualifikation abspricht. Arbeitgeber*innen sollten auch Kompetenzen anerkennen, für die es keine Urkunden gibt.

Arbeitsbedingungen

Um prekären Arbeitsverhältnissen entgegenzuwirken, sollten Migrant*innen umfassend über arbeitsrechtliche Fragen und den gesetzlichen Mindestlohn beraten werden. So könne man prekären Arbeitsverhältnissen entgegenwirken und Hürden beim Zugang zum Arbeitsmarkt abbauen.

Vernetzung

In den bereits bestehenden Wirtschaftsforen sollten Menschen mit Migrationshintergrund präsenter sein. Eine engere Zusammenarbeit mit den Migrant*innenorganisationen sei ebenfalls erwünscht. Darüber hinaus sollte ein engerer Austausch zwischen Unternehmer*innen stattfinden, um bestehende Projekte besser zu vernetzen.

Wirkung und Evaluation

Die Neuauflage des LIP sollte im Wirtschaftssektor verbindlich werden. Ziele und Maßnahmen sollen dokumentiert und auf ihren Erfolg oder Misserfolg überprüft werden. Nur so könne festgestellt werden, wo Handlungsbedarf besteht.