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Station 4

Hintergrundinformationen zum Verein „Durak e.V.“

Kurze Informationen zu Geschichte, Mitgliederzahlen, Standort in Hannover, religiöse Orientierung etc.

Der Verein „Durak. Verein für Lebenlassen in Hannover und Umgebung e.V." wurde 1997 gegründet. Seit über 10 Jahren unterhält der ethnisch vorwiegend türkisch geprägte Verein einen Gebetsraum auf dem Gelände einer Industrieruine im Bartweg 9. Ihren Baracken-Charakter kann die Moschee trotz unzähliger Stunden investierter Eigenarbeit der Mitglieder beim Ausbau nicht verleugnen. Die Räumlichkeiten selbst sind schlicht und sehr funktional.

Diese Nüchternheit entspricht der Grundhaltung der Nakşibendi, einem weltweiten islamischen Sufi-Orden, zu dem sich die Durak-Mitglieder zählen („Durak“ selbst ist der Namen einer Sufi-Musikart). Hierzu ist von Interesse, dass die Vielzahl der Sufi-Bewegungen im Islam eigentlich gerade für die Betonung der emotionalen Glaubenselemente steht im Gegensatz zum eher nüchternen orthodoxen sunnitischen Islam. Der Orden der Nakşibendi wiederum brachte historisch die Nüchternheit zurück ins Sufitum.

Obwohl als weltweite Bewegung angelegt hat der Nakşibendi-Orden besonders in der Türkei großen Einfluss, in der Vergangenheit haben sich wichtige Politiker wie Turgut Özal und Necmettin Erbakan offen als Anhänger bekannt. Der Verein in Hannover hat nach eigenem Bekunden 60 Mitglieder, die Mehrzahl hiervon sei jung und unter 40 Jahren alt.

Die Zukunft des Vereins wird etwas dadurch überschattet, dass die seit Jahren leerstehende Fabrik, auf deren Außengelände sich die Vereinräume befinden, gegenwärtig von einem neuen Besitzer wieder reaktiviert wird. Es besteht daher die Sorge, dass langfristig die Lärm- und Emissionsbelastung den weiteren Betrieb an dieser Stelle sehr erschweren wird. Der Vereinsvorstand schließt deshalb über kurz oder lang einen Umzug nicht aus.

Adresse

  • Bartweg 9
  • 30453 Hannover