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25. September 2010

русский язык - Russisch in Hannover

Ein Tag rund um die russische Sprache und Kultur hatte am im September 2010 viele Besucher ins Neue Rathaus gelockt.

Erstmals fand in der Reihe „Europa in Hannover“ eine Veranstaltung rund um die russische Sprache und Kultur im Neuen Rathaus statt. Die Landeshauptstadt Hannover hatte gemeinsam mit ihren Kooperationspartnern des Tolstoi Hilfs- und Kulturwerkes, der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland sowie zahlreichen anderen Einrichtungen, Vereinen, Verbänden und engagierten Bürger/innen ein vielfältiges Programm zusammengestellt.

Am 25. September 2010 verwandelte „Russisch in Hannover“ die Kuppelhalle des Rathauses und alle Säle des Hauses zu einem Ort des Dialogs und der Unterhaltung. An mehr als 30 Ständen auf dem Informationsforum sowie im Rahmen zahlreicher Vorträge konnten sich interessierte Besucher/innen in vielen unterschiedlichen Themenbereichen weiterbilden. Die Wanderausstellung „Volk auf dem Weg“ zur Geschichte und Gegenwart der Deutschen aus Russland bot ebenfalls die Möglichkeit, mehr über diese Migrantengruppe zu erfahren. Ein Stand mit russischem Tee, typischen Getränke und Gebäck – gesponsort von MTK und Centik – schaffte zudem einen angenehmen Rahmen für Gespräche und Plaudereien.
Darüber hinaus ermöglichten Aktionen wie Schach für Anfänger und Fortgeschrittene, Rathausführungen in russischer Sprache, Interkulturelles Training, Bilderbuchkino für Jung & Alt sowie Einführungskurse in die russische Sprache den Gästen die aktive Beteiligung.

Oberbürgermeister Stephan Weil eröffnete „Russisch in Hannover“ am frühen Nachmittag mit einer kurzen Rede. Er betonte dabei, dass sich die Veranstaltung nicht auf die Menschen einer Nation bezöge, sondern hier alle hiesigen Menschen mit Wurzeln im russischen Sprach- und Kulturraum im Mittelpunkt stünden, so dass diese sich im Rathaus „zuhause“ fühlen. Gleichzeitig richtete sich dieser Tag an Bürger/innen mit Interesse am russischsprachigen Kulturraum, an seiner Geschichte und Kultur sowie an der gegenwärtigen Lebenssituation dieser Einwanderungsgruppen mit mehr als 24.000 Menschen, die in Hannover eine der beiden größten Migrantengruppen bildet.

Im Anschluss begann mit dem Auftritt von Alexander Osovitskiy und Vladimir Gorup (Bajan und Violoncello), die Werke russischer Komponisten spielten, das offizielle Programm auf der Aktionsbühne. Bereits beim Eintreffen der Gäste brachten junge Musiker der Musikschule Brainin zur Begrüßung zauberhafte Klänge in das Foyer. Immer wieder kam im Laufe des Nachmittags das russische Nationalinstrument Akkordeon bzw. Bajan ins Spiel, u.a. bei Aleksandr Bal, Olga Welz, Irina und David Pickelhaupt.
Alexander Belinson hingegen trug eigene deutsche und russische Lieder auf der Gitarre vor, ebenso Grigory Galich. Alica Velmoznyj, erst 13-jährig, sang russische Stücke aus Filmmusiken, während die Chöre der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland und der Russisch-Orthodoxen Mariä-Verkündigungsgemeinde Kostproben ihres Repertoires gaben. Tatiana Zemtsovskaya und Konstantin Schneider ließen alte russische Lieder und Romanzen erklingen, bevor Lilia Tetslau mit ihrem Kabarettprogramm über ihre multikulturelle Straße plauderte.
Auf dem Trammplatz zeigte derweil der Kinderzirkus Sahlino unter der Leitung von Alexander Ganeba seine Kunststücke.

Eine besondere Attraktion boten die Kindertanzgruppe „Legende“ vom Sportklub Makkabi mit verschiedenen Volkstänzen, sowie die Ballettschule Irina Feigin mit Darbietungen von Kindern und Jugendlichen, unter anderem mit dem „Spanischen Tanz“ von Tschaikowsky.

Zwischendurch zogen immer wieder kurze Theateraufführungen Jung und Alt in ihren Bann: das Jugendtheater MASTER von Anna Kurakina, das Janusz K. Theater-Studio und die Theatergruppe der Landesmannschaft der Deutschen aus Russland zeigten spannende und amüsante Inszenierungen mit zauberhaften Kostümen und Bühnenbildern.

Zum Finale sang Alla Kravchuk, begleitet von Natascha Konsistorum am Klavier, Werke von Glinka und Tschaikowsky, wofür das Duo am Ende seines Auftritts viel Beifall vom Publikum erhielt.

Am Ende dieses langen, unterhaltsamen Nachmittags verließen die fast 2.000 Besucher/innen mit vielen neuen Eindrücken und Erfahrungen das Neue Rathaus. Und auch die Stiftung „Kinder von Tschernobyl“, die medizinische Hilfe für strahlengeschädigte Kinder aus Belarus, Russland und der Ukraine vor Ort gewährt, freute sich über zahlreiche Spenden – die dadurch ermöglicht wurden, dass alle Künstler/innen ohne Gage auftraten.

Mit freundlicher Unterstützung von:
hannover airport, DAVW (Deutsche Akademie für Verwaltung Wirtschaft)

In Kooperation mit:
Tolstoi Hilfs- und Kulturwerk Hannover e.V., Landsmannschaft der Deutschen aus Russland e.V.

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