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Etwa 100 Personen stehen in 3-4 Reihen im Stadion vor dem Platz. © LHH

Die Veranstalter/innen und Athlet/innen kurz vor dem Startschuss.

Interkulturelles Fußballturnier

Kicken gegen Vorurteile

Zehnjähriges Jubiläum des Erfolgsturniers.

Drei Personen - zwei Frauen und eine Mann - stehen nebeneiunander im Stadion. Die Frau in der Mitte hält ein Mikrofon in der Hand. © LHH

(V.l.n.r.) ADV-Nord-Präsident Abayomi Bankole, Fülya Kurun (Interkultureller Dienst d. Polizeidirektion Hannover) und Bürgermeisterin Regine Kramarek.

Zum zehnten Mal veranstalteten die niedersächsische Polizeidirektion und der Afrikanische Dachverband Norddeutschland e.V. (ADV) das beliebte Fußballturnier „Kicken gegen Vorurteile“, bei dem Athleten aus den Reihen der Migrantenorganisationen, Polizei und Verwaltung gemeinsam auf dem Platz standen. Das Besondere dabei: Es traten keine eingespielten Teams gegeneinander an, sondern sie wurden per Zufallslos zusammengewürfelt. Bis die Trikots ausgeteilt wurden, wussten die Spieler/innen nicht, mit wem sie in einem Team spielen.

Abayomi Bankole, Vorsitzender des ADV, begrüßte die Anwesenden in seinem Grußwort und zeigte sich erfreut über die rege Teilnahme. Erstmals sei auch eine inklusive Mannschaft, die „Handicap-Kickers“, dabei. Sämtliche Erlöse werden ihrem Verein gespendet. Polizeipräsident Volker Kluwe, einer der Schirmherren des Turniers, betonte anschließend, dass die Gemeinsamkeiten vor Konkurrenz und Wettkampf im Vordergrund stünden.

Zwei Männer mit verschiedenfarbigen Trikots kämpfen um einen Ball. © LHH

Die Teams kämpften verbissen um den Sieg, blieben jedoch stets fair.

Doch an sportlichem Ehrgeiz hat es nicht gefehlt. Dass gemeinnützige Motto der Veranstaltung war für die Spieler/innen kein Grund für halbe Leistungen. Schon in den Vorrunden verteilten die Athleten keine Geschenke auf dem Platz und kämpften um den Sieg. Dabei waren stets alle um Fairness bemüht. Die wenigen Fouls entstanden nicht etwa durch unsportliches Verhalten, sondern vielmehr durch unglückliche Zusammenstöße, die auch in der Profiliga kaum zu vermeiden sind.

In den Vorrunden sah es nach einem Kopf-an-Kopf-Rennen der Teams „Clevertor“ und „Aegidientor“ aus, doch das Team „Leintor“ holte im Finale auf, siegte souverän und ließ sich bei der Siegerehrung feiern.

Etwa zehn Personen stehen vor einer Bühne im Stadion. © LHH

So sehen Gewinner aus. Das Team Leintor bei der Siegerehrung.

Für die Unterhaltung der knapp 500 Zuschauer/innen wurde ebenfalls gesorgt. Im bunten Rahmenprogramm traten verschiedene Musikbands und Tanzgruppen auf, die für Abwechslung sorgten. Eine „Spezialeinheit“ der Polizeidirektion unterhielt die jüngeren Gäste mit Puppenspielen und einem Bobbycar-Parcours. Auch afrikanische Köstlichkeiten waren gegen Spenden zu erhalten und gingen reichlich über den Tresen.