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Acht Personen, vier Erwachsene und vier Jugendliche stehen nebeneinander in einer Reihe. Ein Mann hält ein Schild mit dem zweifarbigen Logo der Kampagne hoch. © LHH

Stolz auf den Titel.

SOR-SMC

BBS 2 ist nun Schule ohne Rassismus

Titelverleihung mit ehemaligem Profifußballer von Hannover 96.

Die Titelverleihung sollte gebührend gefeiert werden, denn die Schüler/innen hatten lange auf diesen Tag hingearbeitet. Am 6. November war es soweit: Dr. Peter Kaufmann, Landeskoordinator der Kampagne „Schulen ohne Rassismus – Schulen mit Courage“ (SOR-SMC), verlieh der BBS 2 den Titel und übergab ihr das wohlverdiente Schild mit dem SOR-SMC-Logo. Pate der neuen Courage-Schule ist der ehemalige Hannover-96-Außenverteidiger Steven Cherundolo. Die Titelverleihung wurde musikalisch begleitet von der Band „Planet Emely“ und kommunalpolitisch stark aufgewertet durch die Teilnahme der stellvertretenden Regionspräsidentins Angelika Walther.

Zuvor hatten sich in einer Projektwoche 300 Schüler/innen intensiv mit grundsätzlichen Fragen der SOR-SMC-Kampagne befasst und darüber diskutiert, wie sie bei allen vorhandenen Unterschiede respektvoll miteinander umgehen könnten. Dabei verkauften sie auch Snacks, die die kulinarische Vielfalt der „Ernährungsschule“ repräsentierten. Den Erlös in Höhe von 850 Euro spendeten sie dem Nachbarschaftskreis Hannover-Mitte, der sich für Flüchtlinge engagiert. Eine kleine Sensation lieferten die Schüler/innen bei der Titelverleihung mit einer Torte in Form des SOR-SMC-Logos, die zur Feier des Tages angeschnitten wurde.

92 Prozent aller Schüler/innen und Lehrer/innen an der BBS 2 äußerten durch ihre Unterschrift die Bereitschaft, sich in Zukunft aktiv gegen jede Form von Diskriminierungen einzusetzen und regelmäßig Projekte gegen Rassismus durchzuführen. Die Schulleiterin Barbara Weichhold zeigte sich in ihrer Ansprache erfreut über das Engagement ihrer Schüler/innen und appellierte an die Anwesenden, die Selbstverpflichtung ernst zu nehmen. Der Titel sei nicht bloß ein neues Schild am Gebäude, sondern er sei ein Maßstab im Umgang miteinander und zur Achtung von Menschen.

In einer kleinen Diskussionsrunde berichtete der US-Amerikaner Cherundolo – mittlerweile Trainer bei Hannover 96 – von seinen Erfahrungen mit Rassismus im Fußball. Zum Beispiel sei Gerald Asamoah – auch Spieler von Hannover 96 und ehemaliger Schüler der BBS 2– rassistisch beleidigt worden, als sich die beiden gemeinsam für ein Auswärtsspiel gegen den Zweitligisten Chemnitzer FC aufwärmten. Ähnliche Vorfälle habe er auch anderswo immer wieder erlebt. Die Opfer seien in fast allen Fällen Spieler mit schwarzer Hautfarbe gewesen. In seiner jetzigen Mannschaft habe Rassismus keinen Platz und dies sei allen Spielern klar.

Die BBS 2 ist die achtzehnte Courage-Schule in hannoverschen Stadtgebiet, die sich der SOR-SMC-Kampagne angeschlossen hat.