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September 2010

BBS Handel: Blockparty vor dem Amtsgericht

Am 25. September feierten Schüler/innen der BBS Handel und einiger weiterer Schulen zum Abschluss des Projekts „Jugend und Justiz“ eine Party mit Rapmusik und Tanz vor dem Amtsgericht.

Bilder vom 25.9.2010 © BBS Handel

Vier Schüler der BBS Handel rappen ihre selbstgeschriebenen Stücke.

Die Schülerinnen und Schüler der BBS Handel, die am „Jugend & Justiz“-Projekt über sechs Wochen lang in sechs verschiedenen Workshops teilgenommen und geprobt hatten, durften am Samstag, dem 25. September, ihre Ergebnisse auf einer Blockparty vor dem Amtsgericht ihre Arbeitsergebnisse präsentieren. Nach den eigenen „Capoeira-“, Theater-, Tanz- und Rap-Auftritten mit DJ-Unterstützung feierten die Schüler die anschließenden Auftritte der Profis: des BBS Handel-SoR/SmC-Schulpaten und Rappers SPAX und Björn Schulze sowie der Band „Phunkaz Symetrix“.

„Jugend und Justiz“ ist ein Kooperationsprojekt u. a. vom Amtsgericht Hannover und der Agentur Festnetz und gefördert u. a. von der Stadt Hannover - Fachbereich Bildung und Qualifizierung.

Bilder vom 25.9.2010 © BBS Handel

„Capoeira“-Workshop-Leiter Forró (mit Hut) beim Auftritt seiner Schüler/innen.

Wie die Rapper hatten auch die anderen Workshop-Schüler - neben der BBS Handel waren außerdem die Lotte-Kestner-, die Karl-Jatho- und die Lutherschule beteiligt - vor Beginn der Arbeit an einer Gerichtsverhandlung im Amtsgericht teilgenommen und anschließend mit den Richtern den jeweiligen Prozess reflektiert. Später wurde in den Schulen noch einmal mit dem bekannten Richter über die Justiz im Allgemeinen, Zivilcourage und Jugendkriminalität im Besonderen diskutiert. Die Erfahrungen aus diesen Gesprächen wurden schließlich in den Workshops in künstlerische Arbeit umgesetzt, was allen Beteiligten beeindruckend gelungen ist.

Neben Rap-Musik präsentierten die Schülerinnen und Schüler zudem eine fiktive Talkshow zum Thema „Zivilcourage“, die von Dominik Brunner handelte, der am 12. September 2009 am Münchner S-Bahnhof Solln Opfer eines Gewaltverbrechens wurde. Unter der Leitung des „Capoeira“-Lehrers Forró zeigte eine weitere Gruppen von Schüler/innen außerdem, wie gut sie diesen brasilianischen Kampftanz, der „Schläue“, Kampf (mit viel Akrobatik) und Musik im gesellschaftlichen Rahmen verbindet, beherrschen.