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Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage

BBS Handel verleiht Courage-Awards

Schüler/innen reagieren kreativ und kritisch auf Eröffnung eines Rechte-Szene-Ladens in Hannover.

Auf die Eröffnung eines Rechte-Szene-Ladens in Hannover reagierte die Courage-Schule BBS Handel mit einem „Design your Courage“-Wettbewerb. Für die Gewinner/innen wurden am 16. Februar die Courage-Awards an der BBS-Handel verliehen. Der Wettbewerb ist Teil der Kampagne „Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage“ an der BBS Handel und wurde in Zusammenarbeit mit Storch Heinar, einem satirischen Gegenmodell zu typischen Modelabels der rechten Szene, entwickelt.

In seiner Eröffnungsrede sensibilisierte Schulleiter Joachim Kreter für die Merkmale, Symbole und Codes sowie für die Bedeutung einer Bekleidungsmarke der rechtsextremen Szene. Im Anschluss daran berichtete Andi Pieper von der „Initiative gegen rechten Lifestyle“ von seinem Wirken vor Ort und lud alle Zuschauer/innen ein, wochenendlich ihr Gesicht gegen rechts zu zeigen. Danach stellten diejenigen Schüler/innen, die in die Endausscheidung kamen, zum Teil humorvoll – so stand es in der Wettbewerbsausschreibung – ihre Entwürfe vor und wurden dafür mit Beifall und einer von der SOR/SMC-Servicestation der Stadt Hannover finanzierten Storch-Heinar-Tasse belohnt. Publikumspreise erhielten die Schüler/innen Edanur, Liliyan und Bavi, die sich wie auch die Jury-Preis-Gewinner/innen Kian, Laura, Özge, Christof und Sabrina zusätzlich ein Storch-Heinar-T-Shirt aussuchen dürfen.

Die Stimmung wurde ernster, als die prominenten Gäste die Arbeiten würdigten. Der Landtagsabgeordnete Michael Höntsch (SPD), wies angesichts am eigenen Leib erfahrener Bedrohungen von rechts auf die Bedeutung von Geschichtswissen und Politikverständnis hin. Stadtratsmitglied Lars Pohl (CDU) dankte den Teilnehmern per E-Mail. Der Rapper Spax, SOR-SMC-Pate der BBS Handel, äußerte sich zunächst kritisch über den Rassismus-Begriff und appellierte in seinen Ausführungen an die Zuhörer/innen, sich möglichst informiert und kreativ gegen jede Art der Diskriminierung zu wenden.

Für den gelungenen Abschluss der Veranstaltung sorgte schließlich wieder der Schulleiter, der zur Reflexion und gegenseitigen Kontaktaufnahme zu Kaffee und Keksen einlud.