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Etwa 50 Personen sitzen hinter Tischen, die im Quadrat aufgestellt sind. © LHH

50 Teilnehmer/innen aus über 30 Organisationen kamen zum Planungstreffen.

Planungstreffen

Bündnis für „Woche gegen Rechts“

Großer Kreis von Engagierten begann mit den Planungen im Haus der Jugend.

Die Koordination gegen gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit und das Sachgebiet Integration der Landeshauptstadt Hannover hatten am 13. Oktober ins Haus der Jugend eingeladen und Sachgebietsleiter Dr. Behrendt konnte sich bei der Begrüßung über ein reges Interesse freuen. Denn knapp 50 Engagierten aus über 30 Organisationen waren gekommen, um gemeinsam eine Veranstaltungswoche gegen Rechtsextremismus zu planen. Den Anstoß für die Veranstaltungswoche hatte ein Beschluss des Stadtrates geliefert.

Schon in der Vorstellungsrunde wurde deutlich, dass die Anwesenden nicht einfach nur mit ihren bisherigen Formen des Engagements unter einem neuen Titel weitermachen wollten – hier könnte durchaus etwas Neues entstehen.

Doch zunächst ging es um die Frage, wen man überhaupt erreichen wolle. Ein Vertreter eines Jugendzentrums betonte, es sei wichtig, auch diejenigen erreichen, die rechtsextremem Gedankengut ausgesetzt seien. Deshalb solle man sich zum Beispiel mit Konzerten und gezielten Aufklärungsaktionen nicht nur auf den Stadtkern mit seinen symbolträchtigen Gebäuden beschränken, sondern auch Orte wählen, an denen auch Leute vorbeigingen, die nicht allein wegen der Aktion gekommen seien. Die Woche solle keine „Selbstbeweihräucherung im Elfenbeinturm“ werden. Wenn man dem Rechtsextremismus wirklich entgegenwirken wolle, müsse man auch in den Brennpunkten Präsenz zeigen.

Vorgeschlagen wurde unter anderem in der ganzen Woche – nach Art der Aktion „Freies Wendland“ – mit Hütten auf einem öffentlichen Platz präsent zu sein. Großes Interesse fand auch die Idee eines „Poetry-Slams gegen Rechts“. Doch für eine konkrete Ausgestaltung der vorgeschlagenen Inhalte war es noch zu früh – Dr. Behrendt schlug vor, sich zunächst auf einen Termin und einen Titel der Woche zu einigen. Dabei fanden die Teilnehmenden zu dem Konsens, dass die Veranstaltungen in der ersten Juniwoche nächsten Jahres stattfinden sollen unter dem Titel: „Woche gegen Rechts – für Demokratie“.

Einigkeit bestand auch darüber, dass sich alle Teilnehmer/innen an einer gemeinsamen Auftaktveranstaltung beteiligen. Das Sachgebiet Integration und die Koordination gegen gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit werden in etwa acht Wochen zur nächsten Planungssitzung einladen – dann wird der konkrete Ablauf der Woche geplant.