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Filmprojekt „Powerzone" siegt

Robert-Leinert-Preis zum ersten Mal verliehen

 „Respekt! Was tut ihr gegen Diskriminierung?" - mit dieser Frage ging die Ausschreibung für den diesjährigen Robert-Leinert-Preis an den Start.

 „Respekt! Was tut ihr gegen Diskriminierung?" - mit dieser Frage ging die Ausschreibung für den diesjährigen Robert-Leinert-Preis der Landeshauptstadt Hannover an den Start. Insgesamt 13 Wettbewerbsbeiträge waren eingegangen, aus denen eine Jury bestehend aus Ratsmitgliedern aller Fraktionen, Verwaltung und externen Expert/innen unter Vorsitz von Kultur- und Schuldezernentin Marlis Drevermann die Sieger auswählte.

Robert-Leinert-Preis 2011 © LHH

Hans-Martin Heinemann während der Laudatio für den Tanzclub Contrast.

Am 28. Juni gab Oberbürgermeister Stephan Weil die Sieger in einer Feierstunde in der Ratsstube des Neuen Rathauses bekannt. Der mit 1.000 Euro dotierte erste Preis wurde gleich zweimal verliehen: An das Filmprojekt  „Powerzone" zum Thema Mobbing der Evangelischen Freikirche im Sahlkamp und an den Tanzclub Contrast für seinen Antidiskriminierungstanz.

Den mit 300 Euro dotierten Sonderpreis erhielt die Mädchentheatergruppe der Elterninitiative Salz und Pfeffer e. V. für ein Theaterstück und eine Aufkleberkampagne unter dem Titel  „Ihh, mit der nicht!". "Alle drei Preisträger haben mit ihren Beiträgen genau unsere Frage beantwortet. Ihre Projekte fördern ein Miteinander ohne Vorurteile und Ausgrenzung und setzen ein Zeichen für Toleranz und gegenseitigen Respekt", würdigte Weil die Sieger/innen.

Die Laudationen hielten ZiSH-Redakteur Karsten Röhrbein für  „Powerzone", Stadtsuperintendent Hans-Martin Heinemann für den Antidiskriminierungstanz und Bürgermeisterin Ingrid Lange für das Theaterstück „Ihh, mit der nicht!“.

Der Film von „Powerzone“ zeigt verschiedene Szenen zum Thema Mobbing - ob wegen eines alten Handys oder an der Diskotür - und soll zu Diskussionen anregen. Im Antidiskriminierungstanz stehen verschiedene Tanzstile gleichberechtigt nebeneinander, sinnbildlich dafür, dass alle Menschen das Recht auf Existenz haben, so unterschiedlich sie sein mögen. Die Grundschülerinnen von Salz und Pfeffer wollen mit ihrem selbst inszenierten Theaterstück und den dazu passenden Aufklebern alle aufrufen, niemanden mehr auszuschließen.

Auch die anderen Wettbewerbsteilnehmer/innen mussten übrigens nicht mit leeren Händen nach Hause gehen: Für jeden eingereichten Beitrag verlieh Oberbürgermeister Weil eine Urkunde an die jeweiligen Urheber/innen und stellte sich im Anschluss an den offiziellen Teil noch für Erinnerungsfotos zur Verfügung.

Robert Leinert war der erste demokratisch gewählte Oberbürgermeister von Hannover (1918 bis 1924) und einer der zentralen Politiker der Entstehungszeit der Weimarer Republik. Als Vorsitzender des Reichsrätekongresses saß Leinert u. a. mit am Verhandlungstisch während der Versailler Friedenskonferenz 1919 und vertrat dort die Interessen der Soldaten- und Arbeiterräte, die aus der November-Revolution hervorgegangen waren.