"ganz schön anders"

Schüler aus Hannover gewinnen Filmpreise

Hannoversche Schüler der Hartwig-Claußen-Schule (Förderzentrum Hören) und der Bismarckschule (Gymnasium) gewinnen Preise beim niedersächsischen Kurzfilmwettbewerb für Schülerinnen und Schüler „ganz schön WILDE ZEITEN“.

Inklusiver Kurzfilmwettbewerb 2022

Gleich zwei Schüler-Filmteams aus Hannover wurden beim inklusiven Schüler-Kurzfilmwettbewerb in Niedersachsen „ganz schön anders“ im Astor Kino ausgezeichnet. Die Komödie „Alles für die Tonne“ (Hartwig-Claußen-Schule, Förderzentrum Hören) erhielt den 2. Preis. Der Film „Nightmare“ von Schülerinnen der Bismarckschule erhielt den Preis der Jury.

122 Filmteams aus 25 Städten

Trotz Pandemie hatten in Niedersachsen 122 Filmteams aus 25 Städten und Gemeinden in Niedersachsen an dem Kurzfilmwettbewerb teilgenommen. Schließlich waren 96 Kurzfilme in der Endauswahl. Veranstalter des einmaligen inklusiven Projekts mit kostenlosen Online- und Präsenzworkshops für alle Teilnehmenden sind der Verein Blickwechsel aus Göttingen und das Königsworth Medienbüro, Hannover. Förderer sind die Klosterkammer Hannover, der Sparkassenverband Niedersachsen aus der der Lotterie Sparen und Gewinnen und die Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz sowie Help e.V. aus Hannover. Kooperationspartner sind h1-Fernsehen und das Medienzentrum der Region Hannover.

Filmpreise für Kriminalkomödie und Horror in der Corona-Pandemie 

Die prämierten Kurzfilme der Förderschule und des Gymnasiums aus Hannover hätten unterschiedlicher nicht sein können. "Nightmare“ ist ein beklemmender Experimentalfilm mit Gruselcharakter von Schülern der Bismarckschule in Hannover. In ihrem Film wird der Schulbesuch unter Pandemiebedingungen zur Psychotour – und besticht durch eine eindrückliche Kameraführung und eine ausdrucksstarke Hauptdarstellerin. Er bekam den Sonderpreis der Jury. Ihr Gewinn: Sie bekommen in der Schule Besuch von der Drehbuchautorin und Regisseurin Alexandra Mauritz. Zum Schüler-Filmteam gehören: Leonie Langenbach, Jessica Singh, Paulina Weiss und Lidya Yumak. Betreut wurden sie von ihrem Lehrer Benjamin Meinberg.

2. Preis: „Alles für die Tonne“ – humorvoll kommt die Komödie über die Pandemie der Hartwig-Claußen-Schülerinnen und Schüler (Förderzentrum Hören) aus dem 8. Jahrgang daher. Als kurzweiliger Krimi um nervige Coronaverordnungen, ungerechte Lehrkräfte und tricksende Schüler angelegt, ziehen die Jugendlichen die Zuschauer mit ihrer authentischen Schauspielleistung in den Bann. Der Film erhielt den 2. Preis. Dieser ist mit einem Kinobesuch dotiert. Zum Filmteam gehören Alina Bolte, Felix Friese, Joelina Halm, Joanna Hartje, Johannes Krystofiak, Masud, Diana Peter, Tino Röhrkasten, Dennis Schmidt, Sevim Zabun. Betreut wurden die 8. Klässler von ihrer Lehrerin Maren Bauer.

Inklusive Filmgala im Astor Kino Hannover

Mehr als 300 Schüler feierten im Astor Kino in Hannover die besten Schüler-Kurzfilme aus Niedersachsen. Die Top Twelve aus insgesamt 96 Filmeinreichungen wurden dort präsentiert. Zusammengestellt und ausgewählt hatte die Filme die Profijury um die hannoversche Filmproduzentin und Schauspielerin Julia Dordel, Andrea Schöne (Journalistin), Andreas Utta (Drehbuchautor), Adele Mecklenborg vom Medienzentrum der Region Hannover und der Schülerjury aus der Klasse 8.1 des Landesbildungszentrums für Hörgeschädigte in Hildesheim. Die jungen Filmemacher präsentierten ihre Filme auf der Bühne und stellten sich den Fragen der Moderatoren. Alle Interviews wurden in Deutsche Gebärdensprache übersetzt. Die Kurzfilme der Jugendlichen sind alle untertitelt. Die zweistündige Filmgala wird am 14. Juni um 19 Uhr bei h1-Fernsehen ausgestrahlt und später auch bei YouTube zu sehen sein.

Weitere Filmpreise gingen nach Sarstedt, Vechta, Göttingen und Goslar

Der erste Preis ging an den Film „Hinter Masken“ von Schülern aus Sarstedt. Sie gewannen eine Reise nach Berlin und den Besuch des Filmparks Babelsberg sowie eine Nominierung für die Niedersachsen Filmklappe. Den dritten Preis erhielt das Schüler-Filmteam von „Ich bin auch noch da“ aus Vechta (Gymnasium Antonianum). Zwei Publikumspreise für die meisten Zuschauer und die meisten Likes bei YouTube bekamen das Musikvideo „Klimastreit“ (Heinrich-Böll-Schule, Göttingen) und der Spielfilm „What the fuck“ (Schule am Harly, Goslar-Vienenburg).

Neustart nach den Sommerferien

Nach den Sommerferien startet schon der nächste Wettbewerb. Das übergeordnete Thema lautet dann: „ganz schön LOST“. Animation, Musikvideo, Doku, Spielfilm oder Klimathriller – alles ist möglich, beim inklusiven Kurzfilmwettbewerb. Schulklassen, die mitmachen wollen, können sich mit spannenden Filmideen für die kostenlosen Drehbuch- und Filmworkshops bewerben. Einsendeschluss der Filmideen ist der 10. Oktober 2022. Mehr Infos: www.ganz-schoen-anders.org

Über das Projekt

Der Kurzfilmwettbewerb „ganz schön anders“ mit inklusiven Filmworkshops ist ein Projekt für Schüler aus den 7.-10. Klassen in Niedersachsen. Der Wettbewerb findet jährlich zu wechselnden Mottos statt. In diesem und dem kommenden Jahr dreht sich alles um gesellschaftliche Zukunftsfragen, den Klimawandel und dessen Folgen. Er beinhaltet barrierefreie Dramaturgie- und Filmworkshops und richtet sich an Regel- und Förderschulen.

In diesem Jahr finden alles Workshops als Präsenz- oder Online-Workshops statt. Ziel ist es, Jugendliche die künstlerische Auseinandersetzung gesellschaftlichen Themen zu ermöglichen. Aufgrund von Corona und den geltenden Hygieneregeln tritt der inklusive Charakter des Projekts leider in den Hintergrund, da gemeinsame Projekt unterschiedlicher Schulklassen derzeit nicht erlaubt sind.