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Blinden-Stadtmodell vorgestellt

Der Lions Club hat Hannover ein Stadtmodell für Blinde geschenkt, das am 1. Juni 2021 offiziell übergeben werden soll. Am 18. Dezember ließen sich Bürgermeister Thomas Hermann und Andrea Hamann, städtische Beauftrage für Menschen mit Behinderung, den Entwurf zeigen. 

Fünf Personen um ein großes Stadtmodell. Alle halten Abstand und tragen einen Mund-Nasen-Schutz. © LHH

Andrea Hammann (Beauftragte für Menschen mit Behinderungen der Landeshauptstadt Hannover), Bürgermeister Thomas Hermann, Hiltrud Arora (Witwe des Initiators und Förderers des Projektes Dr. Madan Arora, der kürzlich verstorben ist), Dr. Wolf-Rüdiger Reinicke (Vorsitzender des gemeinnützigen Fördervereins des Lions-Clubs) und der Künstler Felix Brörken aus Welver bei Soest, der den Entwurf gefertigt hat.

Das 3-D-Stadtmodell macht das Stadtzentrum für Blinde und Sehbehinderte durch Anfassen und Befühlen erlebbar. Der Künstler Felix Broerken aus Welver bei Soest stellte dem auftraggebenden Förderverein Lions Club seinen in Kunststoff gefertigten Entwurf in der Originalgröße am späteren Standort eingangs der Bahnhofstraße zur Begutachtung und Freigabe vor. 

Übergabe am 1. Juni 2021

Das später in 10er Zinn-Bronze, sogenannte Goldbronze, im Wachsausschmelzverfahren hergestellte Modell bildet auf einer 1,60 m x 1,60 m großen Fläche unser Stadtzentrum vom Hauptbahnhof bis zum Neuen Rathaus wirklichkeitsgetreu im Maßstab 1:780 ab. Es wird auf einen 80 cm hohen Natursteinsockel gestellt und soll am 1. Juni 2021, dem Helen-Keller-Tag, eingeweiht und als Geschenk an die Stadt Hannover übergeben werden. Bürgermeister Thomas Hermann und die städtische Beauftragte für Menschen mit Behinderungen, Andrea Hammann, unter deren Federführung das Projekt von Stadtseite entwickelt wurde, ließen sich den Entwurf am 18. Dezember zeigen.

OB Onay: "Modell ermöglicht eine gleichberechtigte gesellschaftliche Teilhabe von Menschen mit Behinderungen"

Oberbürgermeister Belit Onay, der die Schirmherrschaft für dieses Projekt übernommen hat, sagte aus diesem Anlass: "Ich bedanke mich herzlich im Namen der Landeshauptstadt Hannover für das Blinden-Stadtmodell, dass durch die großzügige Unterstützung des Lions-Fördervereins realisiert werden kann. Es ermöglicht eine gleichberechtigte gesellschaftliche Teilhabe von Menschen mit Behinderungen und ist damit ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zu einer inklusiven Stadt. Das Modell bietet durch die sehr plastische Gestaltung eine neue, sehr haptische Perspektive, die Stadt wahrzunehmen."

Über den Lions Club

Lions Clubs International ist eine weltweite Vereinigung mit über 1,4 Millionen Mitgliedern, die sich unter dem Motto "We serve" durch Aktionen mit Herz und Hand für bedürftige Mitbürger und für die Anliegen der Gemeinschaft engagieren. Außer sozialen Zielen fördern die Lions auch kulturelle Projekte und setzen sich für Völkerverständigung, Toleranz, Bildung und Klimaschutz ein. Seit Helen Keller 1925 die Lions aufrief, "Ritter der Blinden" zu sein, gehört der Kampf gegen die vermeidbare Blindheit und die Unterstützung für Sehbehinderte sozusagen zu ihrer DNA.

Über den Förderverein Blinden-Stadtmodell 

Auftraggeber und Organisator ist der Förderverein Blinden-Stadtmodell. Ihm gehören Mitglieder der Lions Clubs Hannover-Eilenriede und Hannover-Wilhelm Busch an, aber auch viele weitere Lions aus den insgesamt 17 stadthannoverschen Clubs haben sich mit ihren Spenden beteiligt. Namhafte Förderer sind außer der Stadt Hannover vor allem die Bürgerstiftung Hannover, die Rut- und Klaus-Bahlsen-Stiftung und die Dirk Rossmann GmbH. Als Vorsitzender des gemeinnützigen Fördervereins erläutert Dr. Wolf-Rüdiger Reinicke: "Die Schenkung dieses 3-D Modells an die Stadt Hannover ist nicht nur eine sinnvolle Maßnahme zur integrativen Teilhabe von Menschen mit Behinderung, sondern steigert als touristische Attraktion am Eingang zur Innenstadt auch deren Qualität. Innenstädte und Quartiere sind Orte der Begegnung. Wir wollen so einen Beitrag zu einer lebenswerten Innenstadt leisten, die für alle Bewohner und Besucher gleichermaßen erlebbar ist."