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Sport

Neuer Fitnessparcours am Maschsee

Direkt an der Leine und unweit des Sportleistungszentrums hat Hannovers Erste Stadträtin und Wirtschafts- und Umweltdezernentin Sabine Tegtmeyer-Dette am 23. Oktober offiziell einen Fitnessparcours zur Benutzung freigegeben. Der Parcours am Maschsee besteht aus einer sogenannten "Calisthenics"-Anlage auf einer Fläche von circa 300 Quadratmetern. Sie beinhaltet einfache Geräte, die vielen Menschen aus dem Sportunterricht bekannt sind und mit Eigengewichtsübungen genutzt werden. Der Parcours wurde in sechswöchiger Bauzeit für rund 130.000 Euro errichtet.

Drei Personen, die ein rotes Band durchschneiden. © LHH

Eröffneten den Fitnessparcours am Maschsee bei bestem Wetter: Rita Girschikofsky (Präsidentin des Stadtsportbund Hannover), Karl Finke (Präsident Behinderten-Sportverband Niedersachsen) und Sabine Tegtmeyer-Dette (Hannovers Erste Stadträtin und Wirtschafts- und Umweltdezernentin). 

"Der Maschsee ist seit Jahrzehnten ein starker Anziehungspunkt für sportliche Aktivitäten. Viele Menschen kommen – neben dem Wassersport – etwa zum Joggen, Radfahren und Inlineskaten hierher. Mit der neuen Anlage wird das Angebot qualitativ erweitert", sagte Tegtmeyer-Dette bei der Eröffnung und führte weiter aus: "Die kompakte Anordnung der Geräte erfüllt die Anforderung der insbesondere bei jungen Menschen derzeit beliebten, modernen Sportart 'Calisthenics': Ausdauer, Kraft und Körperbeherrschung gepaart mit Ästhetik und eleganten Bewegungsabläufen bei den einzelnen Übungen. Dies wird auch die Sportler*innen des benachbarten Leistungszentrums begeistern. Besonders hervorzuheben ist, dass die Anlage von Menschen mit und ohne Behinderung gleichermaßen gut genutzt werden kann."

Sechs einander ergänzende Geräte

Der Trainingsparcours, der aus sechs einander ergänzenden und zum Teil zusammenhängenden Geräten besteht, beinhaltet unter anderem Reckstangen, Barren, Hangelleitern und -griffe sowie eine Sprossenwand. Die Anlage bietet vielfältige Trainingsmöglichkeiten in verschiedenen Schwierigkeitsstufen und Intensitäten. Damit kann sie flexibel für Konditions- und Beweglichkeitsübungen genutzt werden. Die Angebote im Einzelnen:

  • Ein Gerät besteht aus drei Reckstangen in unterschiedlichen Höhen (30, 90 und 120 Zentimeter).
  • In einem Multifunktionsgerät sind eine Sprossenwand, zwei geneigte Trainingsbänke, Turnringe an einer Reckstange, eine Hangelleiter (in Schlangenform) und zwei 245 Zentimeter hohe Reckstangen kombiniert.
  • Das nächste Gerät ist eine Hangelstrecke, die aus drei hohen Reckstangen (180, 225 und 240 Zentimeter hoch) einschließlich zweier Haltegriffe an den Pfosten, einer waagerechten und einer geneigten Hangelleiter besteht.
  • Drei verschiedene Barren mit Holmen in verschiedenen Höhen und Abständen zueinander konplettieren das Sportangebot.

Nutzung ohne Barrieren

Wichtig war bei der Planung die barrierefreie Nutzung. Menschen im Rollstuhl können Übungen aus einer sitzenden Position heraus durchführen, weil die Geräte nach ihren Anforderungen ausgelegt sind: Zum Beispiel weisen einige der Barrenholme einen ausreichend weiten Abstand zueinander auf, um mit einem Rollstuhl dazwischen fahren zu können. Die schräge Sprossenleiter ermöglicht Klimm- und Hangelübungen in unterschiedlicher Höhe. Die kontrastreichen Farben der Geräte und des Untergrundes erleichtern die Nutzung vor allem auch für seheingeschränkte Menschen. Der Bodenbelag wurde aus synthetischem Fallschutzmaterial hergestellt und ist durch seine ebene Oberfläche barrierefrei begeh- und befahrbar. Die Größe des befestigten Untergrundes ist so angelegt, dass sie auch noch eine ausreichend große Trainingsfläche für zusätzliche Mobilitäts- und Stabilitätsübungen, etwa für Seilspringen und Gymnastik, bietet. Darüber hinaus ist der neue Parcours von benachbarten Parkplatzflächen und Wegen aus barrierefrei erreichbar. Die Anlage bietet zudem Sitzgelegenheiten aus Betonfertigteilen, die zusätzlich für Beinübungen als Sprungelement, für das Arm-/Bauchtraining (zum Beispiel Liegestütze, Sit-ups) oder für Dehnübungen genutzt werden können.

Beteiligung der Bevölkerung

Bei der Konzeption der neuen Fitness-Anlage flossen Anregungen und Wünsche aus der Bevölkerung und der Politik ein. Die Standortwahl und die Geräteauswahl erfolgten in enger Abstimmung mit der Beauftragten für Menschen mit Behinderung der Landeshauptstadt Hannover, Andrea Hammann, dem Behindertensportverband Niedersachsen, dem Stadtsportbund und anliegender Sportvereine einschließlich des Olympiastützpunktes. Eine Informationstafel gibt mit einfacher Sprache, gut lesbaren Piktogrammen und kontrastreicher Schrift leicht verständliche Übungshinweise. Die Anlage ist der 17. Fitnessparcours, der im Stadtgebiet seit 2009 gebaut wurde.