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Linden-Nord

Spielplatz Kochstraße

Informationen zur Bodenuntersuchung

Alu-Rutsche und Schaukel mit Bäumen auf Sandboden © LHH

Spielplatz Kochstraße

Der Spielplatz Kochstraße liegt im Stadtteil Linden-Nord in einem dicht bebauten Wohngebiet westlich der Ihme.

Erst im Jahr 1830 kam es auf dem bis dahin als Weide- und Ackerland genutzten Gebiet zu industriellen Ansiedlungen und auf der heutigen Spielplatzfläche entstanden Mietshäuser und Schuppen für die Lindener Fabrikarbeiterinnen und -arbeiter. Die nahen Fabriken für Ultramarinfarben und Asphalt überstanden den zweiten Weltkrieg und wurden in den 1960er Jahren zurückgebaut, um dem heutigen Heizkraftwerk Linden Platz zu machen. Die Wohnhäuser mit kleineren Ladengeschäften wie Fell-, Gemüse- und Bierhandlungen wurden im Krieg völlig zerstört und die Fläche diente lange Zeit als Trümmerschutthalde. 1967 wurde der nördliche Bereich des heutigen Spielplatzes errichtet. Die südliche Fläche diente noch bis 1985 als Abstell- und Waschplatz für Autos, ehe sie 1989 ebenfalls Spielplatzfläche wurde.

Im Spielplatzbereich war durch die lange Trümmerschuttlagerung mit einer Schuttauffüllung zu rechnen. Trümmerschutt besteht im Wesentlichen aus Ziegelschutt, Mörtel, Sandstein, Bitumen, Beton, Kohle, Schlacken, Holz- und Metallresten sowie Brandschutt und Hausmüll. Generell besteht bei Trümmerschuttauffüllungen der Verdacht auf abfallrechtlich relevante Verunreinigungen durch PAK (Polyzyklische Aromatische Kohlenwasserstoffe) und Schwermetalle.

Im Juni 2015 wurden daher Bodenproben auf dem Spielplatz Kochstraße genommen. Inzwischen liegt das Gutachten zu den Untersuchungen vor und wurde vom Fachbereich Umwelt und Stadtgrün ausgewertet.

Ergebnis: Für den Spielplatz Kochstraße hat sich der Altlastenverdacht nicht bestätigt und die Fläche kann weiterhin uneingeschränkt genutzt werden.