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Region Hannover kritisiert Entscheidung zur Asbestschlammbeseitigung

Angekündigtes Rechtsgutachten wird geprüft. Man geht davon aus, dass Zusagen der Beteiligten eingehalten werden.

1. Regionsrat Prof. Dr. Axel Priebs © Region Hannover

1. Regionsrat Prof. Dr. Axel Priebs

Hannover, 10.01.2012

Sanierung Asbestzementschlammhalde Luthe
„Ein ungewöhnlicher Vorgang“: Region Hannover kritisiert Entscheidung der Landesregierung von Mecklenburg-Vorpommern

Hannover/Wunstorf – Als einen „ungewöhnlichen Vorgang“ hat der Umweltdezernent der Region Hannover, Prof. Dr. Axel Priebs, die Entscheidung der Landesregierung von Mecklenburg-Vorpommern bezeichnet, die Aufnahme von Asbestzementschlammabfällen aus Wunstorf-Luthe auf der Deponie Ihlenberg abzulehnen. „Ich gehe davon aus, dass sich die Behörden in Mecklenburg-Vorpommern wie in Schleswig-Holstein rechtskonform verhalten und die Deponien zu ihren Zusagen stehen, schließlich haben sie sich um die Abfälle beworben“, sagt Priebs in einer ersten Stellungnahme: „Gegenwärtig ist mir von  rechtsverbindlichen Absagen jedenfalls nichts bekannt. Derzeit gilt: Der Transport ist freigegeben, die Deponien haben die Annahme erklärt und die LKW könnten rollen.“ Ungeachtet dessen werde die Regionsverwaltung sorgfältig das von der mecklenburg-vorpommernschen Landesregierung angekündigte Rechtsgutachten prüfen.

Der Abtrag der sogenannten Fulgurit-Halde in Wunstorf-Luthe sollte im November 2011 beginnen, die  Asbestzementabfälle auf den Sonderabfalldeponien Ihlenberg in Mecklenburg-Vorpommern und Rondeshagen in Schleswig-Holstein entsorgt werden. Die Zustimmung der zuständigen Genehmigungsbehörden und die erforderlichen Entsorgungsnachweise liegen vor. „Jetzt ist das Land Niedersachsen gefordert für Klarheit in der Entsorgungsfrage zu sorgen“, betonte der Umweltdezernent.

Das Sicherheitskonzept für den Abtrag der Halde und den Transport wurde auf höchste Anforderungen abgestellt und mit dem Gewerbeaufsichtsamt Hannover sowie dem Niedersächsischen Sozialministerium abgestimmt. Um sicher zu gehen, dass es bei der geplanten Entsorgung zu keiner Freisetzung von Asbestfasern kommt, sind begleitende Kontrollmessungen vorgesehen.

 

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