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Fulgurit

Wie wird die Sanierung durchgeführt?

Kran mit ausgefahrenem Ausleger, der Ausleger reicht über eine umzäunte, bewachsene Halde © Uwe Kaufmann, Region Hannover

Asbestzementschlammhalde Fulgurit

Bevor damit begonnen werden kann, die Halde vollständig an der Oberfläche abzudichten, werden zunächst die oberirdischen Teile der Vegetation – überwiegend Büsche, vereinzelt Bäume – entfernt und entsorgt. Im Anschluss wird auch der MKW-Schaden beseitigt. Aufgrund der teilweise sehr steilen Böschungen, die keinen Aufbau von standsicheren Dichtungssystemen erlauben, sind dann zunächst Umlagerungen von Asbestzementschlamm und Asbestzementscherben zur Profilierung der Halde notwendig. Um die Materialbewegungen gering zu halten, werden an der zur Eisenbahnstrecke gewandten Seite sowie auf der Südseite der Halde zusätzlich Wände aus Gabionen (Steinkörbe) errichtet.

Nach der Profilierung wird auf dem gesamten Haldenbereich eine Kunststoffdichtungsbahn (KDB) aus Polyethylen ausgerollt und wasserdicht verschweißt. Über der KDB wird eine Drainagematte verlegt und Boden aufgeschüttet. Durch diese technischen Barrieren wird die Versickerung von Niederschlagswasser unterbunden. Stattdessen wird das Oberflächenwasser über einen Entwässerungsgraben in ein Versickerungsbecken abgeleitet. Die gesamte Halde mit der rund einen Meter dicken Bodenschicht wird abschließend begrünt.