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Energieerzeugung und -versorgung

Energieeffizient und klimaschonend.

Die Energieerzeugung und -versorgung hat eine zentrale Bedeutung beim Klimaschutz. In Hannover und der Region betreibt die Stadtwerke Hannover AG (enercity) Strom- und Wärmeerzeugungsanlagen, deren Kapazitäten rechnerisch zur Versorgung der Menschen und Betriebe in der Stadt ausreichen. Sämtliche konventionellen Kraftwerke in der Stadt sind Kraft-Wärme-gekoppelt und damit Basis der umweltfreundlichen Fernwärme in Hannover.

Im gemeinsam mit der Landeshauptstadt Hannover 2008 vorgestellten Klimaschutz-Aktionsprogramm wurde deutlich, dass enercity fast 40 Prozent der in Hannover geplanten CO2-Einsparungen bewirken kann. enercity hat zur Klima-Allianz einen umfangreichen Maßnahmenkatalog vorgelegt. Das Bündel von erzeugungsseitigen Maßnahmen schlägt mit einer CO2-Reduktion um rund 700.000 Tonnen (bis 2020) zu Buche.

Die enercity-Ziele sind mit einem Maßnahmenprogramm hinterlegt, das aus heutiger unternehmerischer Sicht insgesamt auch ökonomisch tragfähig ist. Meilensteine des Programms sind bereits umgesetzt. Der Ausbau im Geschäftsfeld Contracting auf Basis erneuerbarer Energien ist mit einer jährlichen Einsparung von insgesamt über 400.000 Tonnen CO2 inzwischen die bedeutendste Maßnahme. Die Gas- und Dampfturbinen(GuD)-Anlage im Heizkraftwerk Hannover-Linden wurde erweitert und modernisiert. Dies vermeidet zukünftig jährlich bis zu 200.000 Tonnen CO2. Daneben umfasst das Maßnahmenpaket u. a. den Ausbau erneuerbarer Eigenerzeugung und des Fernwärmeabsatzes.

Durch die konsequente Umsetzung der Maßnahmen sind die für 2020 gesteckten Ziele in greifbarer Nähe. Darauf aufbauend vereinbarten die Kooperationspartner für 2030 weitere ambitionierte Klimaschutzziele.

Ziele der Klima-Allianz Hannover 2030

Für das Zieljahr 2030 wurden folgende Ziele vereinbart:

  • weitere Senkung des spezifischen CO2-Ausstoßes der Strom-Eigenerzeugung von 953g CO2/kWh im Jahr 1990 auf 600g CO2/kWh
  • Reduzierung der CO2-Emissionen auf der Angebotsseite um 1,2 Mio. Tonnen pro Jahr im Zeitraum von 1990 bis 2030
  • Erhöhung des in Hannover in KWK erzeugten Wärmeanteils am Wärmemarkt Hannovers von 16% in 1990 auf 35%
  • Steigerung der regenerativ erzeugten Strommenge zur Versorgung der enercity-Tarif- und Gewerbekunden von 0,003 TWh in 1990 auf 1,5 TWh in 2030

Die Stadtwerke übernehmen mit ihrer Selbstverpflichtung Umsetzungsverantwortung für die CO2-Reduktion auf der Angebotsseite (Bereitstellung von Strom und Wärme). Die Auswertung der örtlichen CO2-Bilanzen zeigt jedoch, dass ohne Anstrengungen bei der Nachfrage die gesetzten Ziele nicht erreicht werden können. Dem tragen die Stadtwerke Rechnung, indem der enercity-Klimaschutzfonds proKlima seine Aktivitäten ausbaut und sich verstärkt auch auf den Stromsektor konzentriert. Ob die Kunden Energie einsparen, können sie nur selbst entscheiden. Die Stadtwerke werden hierbei weiterhin behilflich sein, neben proKlima auch durch öffentlichkeitswirksame Energieeinsparkampagnen und durch Energieberatung.

Aktuelle Geschäfts- und Nachhaltigkeitsberichte von enercity finden Sie hier: www.enercity.de/infothek (Rubrik „Unternehmensberichte“).