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Künstliches Licht

Beleuchtung

Leuchtstofflampen, LED-Leuchtdioden, Halogenlampen und Energiesparlampen

Energiesparlampen © Deutsche Energieagentur - dena

Auswahl von Energiesparleuchten

Ist zu wenig Tageslicht vorhanden, muss es oft durch künstliches Licht ergänzt oder ersetzt werden. Schon bei der Art und Weise der Beleuchtung können Sie viel Energie und damit Geld sparen.

Was kann ich bei der Beleuchtung besser machen?

  • Nutzen Sie das Tageslicht, so gut es geht.
  • Schalten Sie das Licht aus, wenn Sie nicht da sind (im Urlaub Zeitschaltuhren als Einbrecherschutz einsetzen).
  • Bauen Sie eine Abschaltautomatik in Flur oder Treppenhaus ein.
  • Nutzen Sie Bewegungsmelder und Dämmerungsschalter für die Außenbeleuchtung.
  • Verstärken Sie die Wirkung der Beleuchtung, indem Sie Wände und Decken weiß oder hell streichen und reflektierende Lampenschirme aufstellen.
  • Tauschen Sie alte Glühlampen gegen hochwertige Energiesparlampen aus (bei Glühlampen gehen über 90 % des Stroms als Wärme verloren).
  • Trennen Sie Niedervolt-Halogenlampen bei Nichtbenutzung komplett (inkl. Trafo) vom Stromnetz.
  • Achten Sie beim Kauf von Lampen auf das EU-Label: "A"= geringer, "G"= hoher Stromverbrauch.

Welche verschiedenen Lampen gibt es?

  • Leuchtstofflampen:
    oder auch Leuchtstoffröhren sind sehr energiesparend, haben eine lange Lebensdauer und einen niedrigen Verbrauch. Leider sind sie nicht überall im Haus einsetzbar.
  • LED-Leuchtdioden:
    gibt es zurzeit nur in wenigen Farbtönen, weshalb sie in Wohnungen bisher nur selten eingesetzt werden. Das Angebot an LED-Lampen wächst aber. Häufiger findet man LED in Taschenlampen oder Ampelanlagen.
  • Halogenlampen: 
    sind keine Energiesparlampen. Es wird zwischen Niedervolt-Halogenlampen und Netzspannungs-Halogenlampen unterschieden. Niedervolt-Halogenlampen haben einen Trafo, um die Spannung von 230 Volt auf 12 Volt zu senken. Achten Sie also beim Ausschalten darauf, dass auch der Trafo vom Netz getrennt wird (Stand-by-Verluste). Ziehen Sie notfalls den Stecker oder nutzen Sie eine schaltbare Steckdosenleiste oder fernbedienbare Zwischenstecker.
  • Energiesparlampen:
    verbrauchen im Vergleich zu herkömmlichen Glühlampen rund 80 % weniger Strom. Hochwertige Energiesparlampen halten rund achtmal länger und haben eine bis zu fünfmal höhere Lichtausbeute: Energiesparlampen sind praktisch für jeden Zweck einsetzbar und in verschiedenen Lichtfarben, Helligkeiten und Formen erhältlich. Das Gerücht, Energiesparlampen machten ein "ungemütliches" Licht, stimmt nicht. Denn die Lichtfarben gibt es in vier unterschiedlichen Varianten: extra-warmweiß, warmweiß, neutralweiß und tageslichtweiß.

Was ist bei dem Einsatz von Energiesparlampen zu beachten?

Achten Sie darauf, dass einige Modelle eine gewisse Zeit benötigen bis sie richtig hell leuchten. Daher sind nicht alle Energiesparlampen für Flure oder Treppenhäuser geeignet. Auch können nicht alle Modelle das häufige Einschalten vertragen und gehen so schneller kaputt. Lassen Sie sich fachkundig beraten!

Wenn Sie Glühlampen gegen Energiesparlampen austauschen wollen, sollten Sie die Tabelle beachten – und daran denken: Dunkler wird’s nicht.

 Glühlampe  Energiesparlampen
25 Watt  5 - 7 Watt
 40 Watt  7 - 9 Watt
 60 Watt  11 - 16 Watt
 75 Watt  15 - 20 Watt
 100 Watt  20 - 23 Watt

In dieser Tabelle wird die sogenannte Leistungsaufnahme in „Watt“ angegeben, das heißt, wie viel Strom verbraucht wird. Dieser Wert entspricht jedoch nicht der gelieferten Lichtmenge – also der Leistungsfähigkeit einer Lampe, die in "Lumen" gemessen wird.

Energiesparlampen können unter Einsatz von 15 Watt die gleiche Lichtmenge (ca. 750 Lumen) wie eine 60-Watt-Glühlampe erzeugen.

Da die verschiedenen Einheiten für viel Verwirrung sorgen, werden die entsprechenden Werte für Glühlampen angegeben, z. B.: Diese 15-Watt-Energiesparlampe entspricht einer 60-Watt-Glühlampe.

Stichtag für eine erweiterte Kennzeichnungspflicht für Haushaltslampen mit ungebündeltem Licht ist der 1. September 2010. Dann werden u. a. die Produktinformationen für Verbraucher erweitert. So müssen z. B. folgende Informationen auf der Verpackung sichtbar angegeben und auf frei zugänglichen Internetseiten bereitgestellt werden:

  • Nennlichtstromleistung (Lumen) (in deutlich größerer Schriftgröße als die Watt-Angabe)
  • Nennleistungsaufnahme (Watt)
  • Energielabel
  • Nennlebensdauer
  • Zahl der Schaltzyklen bis zum vorzeitigen Ausfall
  • Farbtemperatur (Kelvin) (z. B. Warmweiß = 2700 K; Neutralweiß = 4000 K)
  • Anlaufzeit bis zur Erreichung von 60 % des vollen Lichtstroms
  • Abmessungen
  • Falls die Lampe Quecksilber enthält, sind folgende zusätzliche Informationen anzugeben:
  • der Quecksilbergehalt
  • eine Internetseite, auf der bei versehentlichem Bruch der Lampe Hinweise zum Beseitigen der Scherben abgerufen werden können.

Bei Bruch ist Lüften das A&O

Neue Messungen des Umweltbundesamts (UBA) zeigen: Wer nach dem Zerbrechen einer Energiesparlampe sofort und gründlich lüftet, muss keine Gesundheitsrisiken durch Quecksilber befürchten. Weitere Informationen hierzu erhalten Sie über den untenstehenden Link.

Und wie ist das mit der Entsorgung?

Glühlampen, Halogenlampen und Halogenstrahler kommen nach Gebrauch in den Hausmüll. Alte oder kaputte Leuchtstofflampen und Energiesparlampen hingegen sind wegen ihres Quecksilbergehaltes Sondermüll und müssen beim Wertstoffhof oder beim Handel abgegeben werden. Das kostet Sie als Privatperson jedoch keinen Cent.