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Burgwedel 2014

Klimaschutztour des Umweltdezernenten

Kreativ und nachhaltig: Burgwedler Schulen sparen Energie.

Die Umsetzung der kommunalen Klimaschutz-Aktionsprogramme und zukunftsweisender Klimaschutz-Projekte sind Themen der "Regionalen Klimaschutztour 2014" des Umweltdezernenten der Region Hannover. Am Freitag, 17. Oktober 2014, besuchten Prof. Dr. Axel Priebs und Bürgermeister Axel Düker das Gymnasium Großburgwedel, wo das städtische Energiesparprojekt "Prima Klima" besonders kreativ umgesetzt wird.

 

"Seit Verabschiedung des integrierten Klimaschutzkonzeptes Ende 2011 haben wir viele Projekte angepackt", berichtete Düker über die Klimaschutzaktivitäten in seiner Kommune. So seien verschiedene Gebäude energetisch saniert und eine Kita im Niedrigenergiestandard neu gebaut worden. Und auch das zentrale Energiemanagement und Controlling für öffentliche Gebäude wurde weiter ausgebaut. "Auf die Runderneuerung der Heizzentrale am Schulzentrum mit einem Blockheizkraftwerk sind wir besonders stolz, da dies nicht nur ein Beitrag zum Klimaschutz ist, sondern die kommunale Kasse in hohem Umfang entlasten wird", erläuterte der Bürgermeister. Der Austausch von 2.500 Straßenlampen bis 2015 auf energiesparende LED-Technik sei außerdem in vollem Gang.

In Zusammenarbeit mit der Klimaschutzagentur gab es zahlreiche Aktionen: für Hausbesitzer kostenlose Modernisierungs- und Solarenergieberatungen sowie Stromsparberatungen für alle Haushalte. Aktuell seien mit der Heizungsvisite Beratungen zur Optimierung der Heizungsanlagen in Vorbereitung. Gefreut habe sich Düker über das tolle Ergebnis seiner Bürgerinnen und Bürger beim regionsweiten Stadtradeln: 652 Burgwedler traten in die Pedale. Dieser Spitzenwert sei vor allem dem Gymnasium zu verdanken, wo sich 471 Schülerinnen und Schüler zu der Aktion angemeldet hatten. "Besonders die jungen Menschen sind mit großem Engagement beim Energiesparen und Sachen Klimaschutz aktiv", sagte der Bürgermeister. Das zeige auch das Schulprojekt "Prima Klima", das in Burgwedel bereits im dritten Jahr an insgesamt vier Schulen (Grundschulen Thönse, Wettmar und Kleinburgwedel) läuft und in Zusammenarbeit mit der Klimaschutzagentur koordiniert wird.

Energiebilanz der Schule nachhaltig verbessern

Der Umweltkoordinator der Stadt, Malte Schubert, lobte die Schülerinnen und Schüler der Umwelt-AG sowie der Feld- Wald- und Wiesen AG des Gymnasiums, die das Projekt immer wieder mit neuen kreativen Aktionen bereichern würden. Im Vordergrund stehe die nachhaltige Verbesserung der Energiebilanz der Schule, doch auch die Pausenhofgestaltung mit Spielen zum Thema Energie und eine groß angelegte Baumpflanzaktion in Zusammenarbeit mit dem Unternehmen Rossmann und der Stadt seien realisiert worden. Unter Leitung der Lehrerinnen Dr. Anne Bosum-Dybus, Kathrin Pangsy und Frauke Ilgner wurde zudem die Mülltrennung an der Schule eingeführt, das Klimahaus in Bremerhaven besucht und ein autofreier Schultag organisiert. Da die Bundesförderung demnächst ausläuft, richten Lehrkräfte sowie Schülerinnen und Schüler den Wunsch an die Stadt, das Klimaschutzprojekt in Burgwedel auch weiterhin finanziell zu unterstützen.

Region fördert auch Privatpersonen, Vereine und Verbände

Umweltdezernent Prof. Dr. Axel Priebs zeigte sich beindruckt von der Arbeit der AG’s, um nachhaltig Umweltbewusstsein an der Schule zu verankern. So würden junge Menschen für die Anforderungen des Klimawandels sensibilisiert und motiviert, gemeinsam nach Lösungen zu suchen, um CO2-Minderungspotenziale zu aktivieren. Die Stadt sei mit vielfältigen Projekten und Beratungsangeboten für ihre Bürgerinnen und Bürger auf einem guten Weg. Sollten sich in Burgwedel regionalbedeutsame Projekte und Vorhaben im Bereich Klimaschutz abzeichnen, verwies Priebs auf die Möglichkeit, sich um eine finanzielle Förderung bei der Region zu bewerben.Nicht nur Kommunen, sondern auch Privatpersonen sowie Firmen, Vereine und Verbände könnten Anträge für beispielhafte Projekte im Rahmen der Förderrichtlinie stellen. Da das Gymnasium gern die Solarstromanlage auf ihren Gebäuden erweitern möchte, regte Priebs an, dass die Klimaschutzagentur der Schule einen kostenlosen Solar-Check vermittelt, um von einem Experten klären zu lassen, ob und wie viele weitere Solarmodule installiert werden könnten.

Tipp: Schnell handeln

Udo Sahling, Geschäftsführer der Klimaschutzagentur Region Hannover, begrüßte diese Idee und sagte seine Unterstützung zu. Er lobte die gute Zusammenarbeit mit Burgwedel. „Unsere neutralen Informations- und Beratungsangebote haben sich bestens bewährt und das Know-how unserer Berater genießt das Vertrauen der Burgwedeler“, erklärte Sahling. Außerdem bot er an, die Kommune bei einer etwaigen Antragsstellung für eine größere Klimaschutzmaßnahme bei der Nationalen Klimaschutzinitiative zu unterstützen. Da sei allerdings schnelles Handeln geboten, denn eine solche Maßnahme werde zwar mit bis zu 200.000 Euro bezuschusst, aber die Verabschiedung des Klimaschutzprogramms dürfe nicht länger als drei Jahre zurückliegen.

Hintergrund zur Regionalen Klimaschutztour 2014

Wie steht es um den Klimaschutz in den Kommunen der Region Hannover? Wie kann dieser weiter vorangebracht werden und wie kann die Region diesen Prozess fördern? Diese und andere Fragen diskutiert der Umweltdezernent der Region Hannover, Prof. Dr. Axel Priebs, regelmäßig vor Ort mit Bürgermeistern und Experten im Rahmen seiner Regionalen Klimaschutztour 2014.

20 Städte und Gemeinden in der Region haben bereits mit großer Unterstützung ihrer Einwohnerinnen und Einwohner Klimaschutzprogramme fertiggestellt. "Jetzt geht es darum, die Konzepte umzusetzen und die wichtigsten Projekte schnell zu verwirklichen. Dabei möchte die Region Hannover die Kommunen unterstützen", erläuterte Prof. Priebs die Zielsetzung seiner Klimaschutztour. Eine Möglichkeit hierzu bietet die Richtlinie über die finanzielle Förderung regionalbedeutsamer Projekte und Vorhaben im Bereich Klimaschutz in der Region Hannover. 

Förderrichtlinie herunterladen

Die gemeinnützige Klimaschutzagentur Region Hannover organisiert die Klimaschutztour im Auftrag der Region Hannover.